WEC: Neuer Gegner für Toyota
Riesiger V10 soll Privatiers befeuern

Bleibt Toyota doch noch in der Sportwagen-Weltmeisterschaft? Der Motorenbauer Judd entwickelt einen neuen 5,5-Liter-V10-Motor, der Toyota Paroli bieten soll.
Bild: Hersteller
- Michael Zeitler
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Grund: Toyota will das genaue Reglement für die Super-Saison 2018/2019 in der Sportwagen-WM abwarten. Der Veranstalter ACO und der Automobilweltverband FIA planen, die Privatiers zu stärken und die Leistung zwischen den herkömmlichen Saugmotoren und den komplexen Hybridtriebwerken von Toyota auszubalancieren. Das geht aber nur, wenn Toyota stark eingebremst wird. Ob das für Toyota attraktiv ist, evaluiert der Vorstand nun.

Der Kolles ist eines der Privatteams, die 2018 auftrumpfen wollen
Judd ist ein unabhängiger Motorhersteller, kooperiert mit dem japanischen Unternehmen AIM. Bis 2016 lieferte Judd 3,6-Liter-V8-Sauger an die LMP2-Teams. 2010 waren die Briten letztmals in der LMP1 dabei, erreichten in einem Oreca Rang vier beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans.
In Fuji am Wochenende feierte Toyota einen Doppelsieg beim Heimspiel. Damit ist die WM rein mathematisch noch offen. Bei zwei noch ausstehenden Rennen ist der Rückstand von 39 Punkten des Toyota-Trios Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima auf das Porsche-Team um Timo Bernhard, Brendon Hartley und Earl Bamber aber riesig.
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