Kurios: Um den Gesamtsieg bei den prestigeträchtigen 24 Stunden von Le Mans will derzeit nur ein Hersteller fahren (Toyota), aber in der dritten Klasse, der GT-Pro-Kategorie steigt 2018 mit BMW der sechste Automobilkonzern ein. Natürlich ist die Technik dort weniger komplex, die Kosten niedriger als in der LMP1. Aber das allein ist nicht der Grund für die Stärke der GT-Szene. Dr. Frank-Steffen Waliser, Motorsportchef von Porsche, weiß: „Der Boom liegt auch daran, dass die GT-Rennautos so aussehen wie die Modelle auf der Straße, die von den Kunden auch gekauft werden. Die Identifizierung ist also eine ganz andere.“
Autorennen
Toyota bleibt in der WEC
Das will sich der Le-Mans-Veranstalter ACO jetzt offenbar auch für die LMP1-Klasse zu Herzen nehmen. In Zukunft sollen die LMP1-Flitzer weniger Prototypen sein und mehr dem Aussehen eines Straßensportwagens gleichen. Schon Ende der 90er Jahre waren es die GT-Fahrzeuge, die auf Prototypen-Basis um Le-Mans-Gesamtsiege fuhren. Der Schritt, der frühestens für 2020 geplant ist, soll neue Hersteller anlocken.
Zumindest hat Toyota den Verbleib in der LMP1-Kategorie bestätigt. Die Japaner werden in der Super-Saison 2018/2019 wohl zwei Flitzer für die komplette Saison und drei für Le Mans 2018 einsetzen. Genaue Details sind aber noch nicht bekannt.
Die neuen Teams 2018: Überblick
Der Schritt zu völlig neuen LMP1-Autos dürfte vor allem die Privatteams hart treffen. Derzeit werden einige LMP1-Privat-Boliden entwickelt, unter anderem von BR Engineering, Ginetta, Oreca und ByKolles. Deren Business-Kalulationen sah den Einsatz der Fahrzeuge über mehrere Jahre vor.