Wenn der Funkschlüssel streikt: Auto manuell öffnen und starten
Was tun, wenn der Funkschlüssel nicht funktioniert?

Wenn der Funkschlüssel versagt, etwa weil die Batterie leer ist, gelingt das Öffnen und Starten von modernen Autos nicht immer problemlos. Wir haben es bei drei Modellen getestet – und fassen uns bei einem an den Kopf.
Bild: Olaf Itrich
Was für ein Segen: Nur am Türgriff zupfen und die Entriegelung vollzieht sich automatisch. Einfach einsteigen, das lästige Wühlen in der Handtasche entfällt; und im Auto fehlt nur noch ein Druck aufs Knöpfchen, schon startet der Motor. Wenn überhaupt, denn bei einigen Elektroautos genügt inzwischen ein Tritt auf das Bremspedal, schon ist das Auto fahrbereit.
Das Funk-System Keyless Go macht es möglich. Und viele Autokäufer legen für das geniale Feature ein paar Hunderter extra hin. Doch der Segen kann schnell zum Fluch werden, wenn der Funkschlüssel streikt. Häufigster Grund: Eine leere Batterie legt den Sender lahm. Und die Bordelektronik erkennt in der Folge nicht, dass der Fahrzeugbesitzer um Zutritt bittet, die Türen bleiben verschlossen. Und nun?
Schlüsselbart und Schloss sind oft nicht sichtbar
Die Frage stellt sich insbesondere bei Fahrzeugmodellen, die weder einen Schlüsselbart am Funksender erkennen lassen, noch ein sichtbares Schloss an der Fahrertür besitzen. Die gute Nachricht: Beides ist stets vorhanden, auch mit lahmgelegten Funkschlüssel bleibt das Auto betriebsbereit.

Schlüssel nicht erkannt! Einige Modelle sind dann besonders pfiffig und erklären dem Fahrer, was zu tun ist.
Bild: Ralf Timm
Bedeutet: Man kommt mit dem Funkschlüssel auch dann ins Auto, wenn dessen Funkfunktion ausgefallen ist und kann das Fahrzeug sogar mit einer leeren Schlüsselbatterie starten. Die permanente Betriebsbereitschaft des Autos gehört zu den gesetzlichen Vorgaben, ohne die es vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) keine Typgenehmigung gäbe.
Unterschiede von Modell zu Modell: genial gemacht oder genial daneben
Leider kontrolliert das KBA nicht, wie nutzerfreundlich die Lösung im Ernstfall ausfällt. Denn einige Modelle stellen auch technisch versierte Menschen vor drei schwer zu lösende Rätsel. Erstens: Wie komme ich an den Schlüsselbart, der sich immer irgendwo im oder am Funkschlüssel befindet? Zweitens: Wo befindet sich das Schloss an der Fahrertür? Und drittens: Wie starte ich das Auto? Besonders stressig wird die Aktion, wenn das Auto eine Alarmanlage besitzt, die anschlägt, sobald die Fahrertür funklos geöffnet wurde.

Besonders gut versteckt sind Schlüsselbart und Türschloss beim Smart #1. Hier dauert das Entern und Starten am längsten.
Bild: Ralf Timm
Daher der Ratschlag: Setzten Sie sich mit dem Thema auseinander, indem sie es bei Ihrem Auto selbst ausprobieren, um im Ernstfall nicht buchstäblich im Regen zu stehen. Wir haben es getestet und bereits bei unseren drei Stichproben die gesamte Bandbreite erfahren dürfen: Von geht ganz einfach bis hin zu "gib mir einen schweren Ziegelstein" war alles dabei.
Wie die Sache bei unseren Probanden ablief und wie lange es gedauert hat, bis unsere Testperson das Fahrzeug fahrbereit geschaltet hat, sehen Sie in der Bildergalerie.
Service-Links
























