Werkstatt-Flatrate
Preiskampf an der Hebebühne

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ATU und andere Autowerkstätten-Ketten unterbieten sich mit Spartarifen. Die neue Volkswagen-Tochter Stop + go heizt den Wettbewerb jetzt noch zusätzlich an.
Die Werkstattketten Pit-Stop und ATU lassen seit Monaten nichts unversucht, um ihre Hebebühnen auszulasten. ATU hat eine Flatrate erfunden, die Inspektionen, Bremsflüssigkeitstests und Urlaubschecks beinhalten. Nun lockt die Kette Kunden auch noch mit dem Angebot, von vier gekauften Reifen nur drei bezahlen zu müssen. Pit-Stop bietet ADAC-Mitgliedern montags zehn Prozent auf alle Verschleißteile und bietet die Haupt- und Abgasuntersuchung für unschlagbare 69 Euro an. Mit Sonderangeboten, Rabatten und Danke-schön-Präsenten kämpfen Deutschlands Schrauber um die Kundschaft – für manche mit ruinösen Folgen. "Der eine oder andere wird den Preiskampf nicht überleben", sagt Helmut Blümer, Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).
Ein Ende der Rabattschlacht ist vorerst nicht in Sicht
Dennoch ist kein Ende der Rabattschlacht abzusehen. Der Markteintritt neuer Anbieter wie der Volkswagen-Tochter Stop + go heizt den Wettbewerb zusätzlich an. Die Konkurrenz ist bereits alarmiert: "Eine weitere Verschärfung der Preissituation ist nicht auszuschließen", sagt Fabian Seelenbrandt, Marketing-Direktor bei Pit-Stop. Vertragswerkstätten und Zweitmarken von Autoherstellern kämpfen immer heftiger mit Service-Ketten und freien Anbietern auf einem stagnierenden Markt. Noch dominieren die Vertragswerkstätten. Derzeit gibt es laut ZDK in Deutschland 40.000 Werkstattbetreiber. Davon ist gut die Hälfte an Automarken gebunden. 8000 Betriebe gehören zu Franchise-Ketten wie Auto Crew oder Automeister, dazu kommen weitere 5000 bis 6000 freie Werkstätten.

Bild: Werk
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