Auto in der Werkstatt, das ist immer ärgerlich. Zum einen, weil man nicht mehr mobil ist, zum anderen, weil dabei oft unkalkulierbare Kosten entstehen.
Das muss aber nicht so sein. Schon die richtige Herangehensweise kann helfen, Geld zu sparen oder nachträgliche Unstimmigkeiten zu verhindern.

Auftrag präzise besprechen

Das fängt bereits bei der Auftragsvergabe an. Was repariert werden soll, sollte möglichst genau formuliert sein. Dafür ist es sinnvoll, das Fahrzeug mit einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin der Werkstatt zu besichtigen und zu besprechen, was repariert werden soll.
Nur unseriöse Werkstätten verweigern diese Vorgehensweise, denn Werkstätten haben eine Beratungspflicht. Das gilt für Art und Umfang der anstehenden Arbeiten wie auch für das Ausmaß der dafür zu erwartenden Kosten.

Freie Werkstatt Selbstreperatur
Ärger mit der Kfz-Werkstatt lässt sich sehr oft schon durch eine gute Vorbereitung vermeiden.
Bild: Thomas Ruddies / AUTO BILD

Schriftlicher Kostenvoranschlag

Aber nur ein schriftlicher Kostenvoranschlag ist für die Werkstatt auch bindend. Deshalb in der schriftlichen Auftragsbestätigung immer auch mindestens eine Höchstgrenze der Reparaturkosten festlegen lassen. Auch die ist verbindlich.
Viele Werkstätten geben bei der Entgegennahme des Kfz nur einen vagen Zeitraum an, wann das Auto fertig sein wird. Wer auf einen bestimmten Termin angewiesen ist, sollte sich den schriftlich zusichern lassen. Der muss dann auch eingehalten werden, sonst macht sich die Werkstatt schadensersatzpflichtig.

Sparen mit Eigeninitiative

Auch Eigeninitiative kann helfen, unnötige Kosten zu vermeiden. Wer nicht zwingend auf eine Vertragswerkstatt angewiesen ist, fährt mit einer freien Werkstatt seines Vertrauens meistens günstiger. Da liegt der Stundensatz oft nur bei 45 bis 75 Euro, bei Vertragswerkstätten sind die mit Sätzen von 80 und 130 Euro in der Regel nahezu doppelt so hoch.
Auch wenn Autohersteller aus Eigeninteresse gern etwas anderes suggerieren, Ersatzteile auf dem freien Markt sind meist preiswerter als Originalteile – aber längst nicht immer schlechter. Sprechen nicht etwa irgendwelche Garantiebedingungen dagegen, ist das eine durchaus geldsparende Alternative.

Ersatzteilpreise vergleichen

Gerade bei sehr alten Autos kann es vorkommen, dass der Preis eines Originalersatzteils den Zeitwert des Autos übersteigt. Dann kann ein Besuch beim Autoverwerter helfen. Der hat womöglich ein passendes Gebrauchtteil auf Lager, das eine freie Werkstatt ziemlich sicher einbaut.
Es soll ja Werkstätten geben, die absurde Preise für Betriebsstoffe wie etwa Motoröl berechnen. Einfach fragen, ob nicht auch selbst besorgtes Motoröl verwendet werden kann. Fragen kostet schließlich nichts.