Werterhalt: BYD im Schwacke-Check
Build Your Dreams? So stark ist BYD wirklich in Deutschland

Je begehrter ein Auto, desto besser ist sein Werterhalt. Welche Auto-Modelle Verlust bringen, welche stabil sind, erklären die Experten von Schwacke. BYD kommt als globaler Gigant, wächst rasant, ist aber hierzulande wenig bekannt.
Bild: BYD
Bier-Wai-Dieh – nie gehört? Hier die Fakten: BYD ("Build Your Dreams") ist ein chinesischer Mischkonzern mit Sitz in Shenzhen und einer der weltweit größten Batteriespeicher-Produzenten. Seit dem Einstieg in die Autobranche 2003 hat sich das Unternehmen zum führenden globalen Elektrofahrzeughersteller und größten Autoproduzenten Chinas entwickelt.
In Deutschland gelangen 2025 erstmals nennenswerte Erfolge: Mit 23.306 Neuzulassungen erreichte BYD 0,8 Prozent Marktanteil und überholte Tesla. Knapp die Hälfte der Modelle waren reine E-Autos – in diesem Bereich wuchs der Marktanteil auf zwei Prozent, bei den Plug-in-Hybriden betrug er sogar vier Prozent. Am besten verkauften sich Seal U (9562 Zulassungen) und Seal (5404).
Breite Modellpalette von Kleinwagen bis SUV
Die breit gefächerte Modellpalette umfasst acht E-Autos und drei Plug-in-Hybride, darunter der günstige Kleinwagen Dolphin Surf, die Kompakt-SUV Atto 2 und Atto 3 sowie das siebensitzige SUV Tang. Features wie die Blade-Batterie und Schnellladefähigkeiten unterstreichen den technologischen Anspruch der Chinesen.
BYD expandiert. Bis Ende des Jahres soll es 350 Händlerstandorte in Deutschland geben. Allerdings ist die Marke trotz ihres rasanten Wachstums vielen Autofahrern hierzulande noch unbekannt. Zudem mag die Herkunft "Made in China" nicht jeder.

Die China-Marke setzt auf Expansion und eine breite Modellpalette. Der Tang (Foto) ist ein Voll-SUV mit sieben Sitzen. Restwert nach drei Jahren: magere 43 Prozent.
Bild: BYD
Bei den Restwerten zeigt sich ein Bild mit Höhen und Tiefen. Der beliebte Plug-in-Hybrid Seal U DM-i erzielt mit 56,6 Prozent nach drei Jahren einen sehr guten Prognosewert. Auch die Elektrovariante des Seal U sowie die Modelle Seal, Sealion und Atto 2 haben solide Restwerte über 50 Prozent. Andere Modelle wie der hochpreisige Tang, der Atto 3 und der Dolphin Surf schwächeln hingegen deutlich.
Preisdruck und Flottenanteile als Risiko für die Zukunft
Die aggressive Preisstrategie, viele Eigenzulassungen sowie ein hoher Flotten- und Leasinganteil könnten die Restwertstabilität bei BYD mittelfristig belasten.
Restwertprognose in Prozent nach 36 Montan (20.000 km/Jahr)
- Atto 3: 42,8
- Dolphin: 44,6
- Seal: 51,9
- Seal U DM-i: 56,6
- Atto 2: 50,2
- Dolphin Surf: 41,1
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