"Wir knacken die Bestzeit, da sind wir uns sicher!", so das selbstbewusste Ziel von Tikt-Mitinhaber Tomislav Bodrozic im Vorfeld dieses Vergleichs. Eine gewagte These, wenn man bedenkt, dass sich Geiger Cars erst in der letzten Ausgabe einen neuen Sachsenring-Rekord erkämpft hat – und der vorherige Spitzenreiter immerhin gut zwei Jahre lang Platz eins belegte. Zwei Gründe sprechen dennoch dafür, dass Tikt Performance Erfolg haben könnte. Erstens: die Basis, die wie im Falle von Geiger auf den Namen ZR1 hört und damit einiges an Potenzial bietet. Zweitens: das jahrelange Know-how in Sachen Corvette-Tuning, auf das Tikt zurückgreifen kann.
Wimmer GT2 RS
Der Originallack versteckt sich bei Wimmer unter einer blauen Folierung.
Bild: Ronald Sassen
Wimmer GT2 RS Wimmer lässt kaum eine Schraube unberührt, ändert Kolben, Pleuel, Nockenwellen, Einspritzdüsen und Benzinpumpe, pfriemelt eine neue Ansaugführung um das Hochleistungsaggregat, installiert leistungsfähigere Ladeluftkühler, neue Krümmer, eine eigene Abgasanlage mit Sportkats und tauscht die VTG-Lader gegen zwei modifizierte Garrett-Verdichter. Die verheerende Bilanz: 840 PS und 950 Nm. Querdynamisch rüstet der Tuner mit einem Clubsport-Fahrwerk von KW und einer Drexler-Sperre mit 45-prozentiger Sperrwirkung nach. Die Verzögerung übernimmt eine Keramikbremse von Movit.
TIKT Corvette ZR1 Triple X
Der Spoiler des Triple X ist abnehmbar und passt noch gerade so in den Kofferraum.
Bild: Ronald Sassen
Tikt Corvette ZR1 Triple X Tikt holt zum noch größeren Rundumschlag aus. Rund 105.000 Euro stecken in der ZR1, 41.650 davon entfallen auf die 769-PS-Kur. Ein neuer Zylinderkopf, schärfere Nockenwelle, verstärkte Ventilfedern, eine geänderte Kompressorübersetzung, eine größere Drosselklappe sowie eine komplett neu abgestimmte Abgasseite zeichnen für die Mehrleistung verantwortlich. Nachgeschliffene Ventilsitze und eine Neukonstruktion des Kühlsystems mit vierfachem Durchsatz im Wasserkreislauf, zwei Getriebeölkühler und eine effizientere Ölkühlung kommen der Standfestigkeit zugute. Kaum geringer fällt der Aufwand beim Fahrwerk aus. Ob das reicht, um Wimmer zu schlagen, erfahren Sie in der Bildergalerie.


Fazit

von

Manuel Iglisch
Die ZR1 von Tikt Performance ist Performance-Projektil und Alltagsauto in einem. Sie vereint surreale Fahrdynamik mit hoher Fahrbarkeit und ungeahntem Restkomfort. Wimmer transformiert die GT2-Genetik dagegen ins längsdynamische Extrem. Der RS beschleunigt wie ein Biest, wirkt querdynamisch aber noch etwas unausgewogen.