Stellplätze in Berlin

Wohnmobil-Stellplätze: Berlin, Potsdam, Havelland

Die besten Ziele für Berlin und das Umland

Wilde Waldmöpse, ein wunderbarer Waschsalon und die längste Kunstgalerie der Welt: Hier sind unsere Reise-Tipps für die Hauptstadt und das Umland.
1. PRENZLAUER BERG
Mauerpark

Wo heute Flohmarkthändler mit Ur-Berlinern, Zugezogenen und Touristen aus aller Welt um Wostok-Uhren aus russischen Armeebeständen oder Gartenstühle aus Kaisers Zeiten feilschen, verlief bis 1989 der unüberwindbare DDR-Grenzstreifen zwischen Ost- und West-Berlin. Längst genießt der Flohmarkt im Mauerpark Kultstatus. Das liegt einerseits am Angebot: Hier gibt es Gasmasken aus dem Zweiten Weltkrieg, antike Emaille-Pinkelpötte, Rasiersets für den Herrn aus Ur-Opas Zeiten oder selbstgehäkelte Topflappen. Gefühlt also alles. Was den Flohmarkt aber von anderen Verkaufsveranstaltungen für Trödel unterscheidet, ist seine besondere Atmosphäre. Hier flanieren bärtige Hipster und Arbeitslose, Punks und Paradiesvögel, Familien und frisch Verliebte. Gefühlt also alle. Bei schönem Wetter schaut auch Joe Hatchiban mit seiner Karaoke-Maschine im Mauerpark vorbei. Lässiger als die Berliner bekommt in Deutschland niemand einen Flohmarkt hin.
Bernauer Str. 63-64, 13355 Berlin, Tel. 0 30-29 77 24 86, www.flohmarktimmauerpark.de. Öffnungszeiten: sonntags ab 10 Uhr.
2. PRENZLAUER BERG
Prater-Garten

Was 1837 als Bierausschank in einer rumpeligen Bretterbude begann, ist heute eine Berliner Institution: der Prater-Garten an der Kastanienallee. Er ist nicht nur der älteste, sondern wohl auch der schönste Biergarten Berlins. Hier sitzen die Sommerfrischler passend zur Adresse im Schatten ausladender Kastanienbäume, es gibt aber natürlich auch sonnige Plätzchen. Für Abkühlung von innen sorgen ganz nach Geschmack ein Halber Prater Pils (4,20 Euro) oder Prater Schwarzbier (4,50 Euro), natürlich alles frisch vom Fass. Alternativ gibt's aber auch Berliner Weisse, den Hauptstadt-Klassiker. Abgesehen von Flüssignahrung bietet der Prater bodenständige Küche wie Königsberger Klopse mit Kapernsoße oder Senfeier mit Quetschkartoffeln. Alles läuft per Selbstbedienung, Getränke und Speisen werden nicht am Tisch serviert. Mit dem Essen kann es schon mal länger dauern, denn alles wird frisch zubereitet. Und der Prater ist groß. Auf die endlosen Reihen von Biergarnituren passen bis zu 800 durstige und hungrige Gäste. Die kommen übrigens aus der ganzen Welt, der Prater ist der wohl internationalste Biergarten Deutschlands. Doch auch Ur-Berliner und Hauptstadt-Hipster trinken hier gern ihr Feierabend-Bierchen oder ihren After-Work-Sundowner.
Kastanienallee 7–9, 10435 Berlin, Tel. 0 30-4 48 56 88, www.prater-biergarten.de. Öffnungszeiten: April–September, bei schönem Wetter täglich ab 12 Uhr. Die Prater Gaststätte ist das ganze Jahr über täglich geöffnet.
3. MARZAHN
Gärten der Welt

Der Erholungspark am Kienberg geht zurück auf die Berliner Gartenschau von 1987 und war nach offiziellem Sprachgebrauch ein Geschenk der Gärtner an die Hauptstadt der DDR. Ein sehr großes Geschenk, denn die Gärten der Welt dehnten sich schon damals über rund 22 Hektar Fläche aus. Tatsächlich war die Grünanlage die ostdeutsche Antwort auf die Bundesgartenschau 1985 im West-Berliner Britzer Garten. Inzwischen ist die eingezäunte Grünanlage auf 43 Hektar Größe gewachsen und in zehn Themengärten von China bis England sowie neun kleinere Gartenkabinette geordnet. Besonders sehenswert: der italienische Renaissancegarten und der Rhododendronhain im April und Mai zur Blütezeit. Weiteres Highlight ist die 1500 Meter lange Seilbahnstrecke, die sich seit der Internationalen Gartenschau 2017 über den Landschaftspark spannt. Tipp für Mutige: Sechs der 64 Gondeln sind mit Glasboden ausgestattet. Für den perfekten Blick auf die Gärten der Welt.
Blumberger Damm 44, 12685 Berlin, Tel. 0 30-7 00 90 67 20, www.gruen-berlin.de/gaerten-der-welt. Öffnungszeiten: tägl. 9–20 Uhr, im Winter kürzer; Seilbahn März–Oktober, tägl. ab 10 Uhr, im Winter nur an Wochenenden. Sommer-Eintrittspreise inkl. Seilbahnfahrt: 9,90 Euro (Erw.), 5,50 Euro (Schüler), Kinder bis 5 J. freier Eintritt.
4. MOABIT
Freddy Leck sein Waschsalon

In seinem Berliner Waschsalon hat Schauspieler Dirk Martens eine zweite Berufung gefunden. Seit mehr als zehn Jahren betreibt der 54Jährige "Freddy Leck sein Waschsalon" in Moabit. Oft steht Martens persönlich an den Maschinen und berät seine Kunden dabei, wie sie Kleidungsstücke am besten reinigen. Martens ist erfahrener Wasch-Profi, und er mag's persönlich. Das gilt auch für den Umgang mit seinen Miele-Maschinen, denen er mittlerweile Namen gegeben hat. Die dickste mit 16 Kilo Fassungsvermögen heißt Chantal, gleich daneben rotiert leise das Tantchen "bei leicht beschwingter Musik". Kunden und Maschinen sollen es schließlich nett haben. Bei Freddy Leck lassen mehrere namhafte Berliner Hotels waschen, während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 legten Martens' Maschinen gar eine Nachtschicht für Trainingsklamotten und Trikots der brasilianischen Nationalmannschaft ein. Natürlich sind auch Kunden aus der Nachbarschaft willkommen – oder Mobilisten mit verschmutzter Wäsche. Während Chantal und ihre Kolleginnen arbeiten und die Camper-Kleidung säubern, serviert das Salon-Team Kaffee und Kuchen oder auch ein Bier. Alles sehr entspannt bei Freddy Leck. So entspannt, dass Martens das Salon-Konzept mittlerweile per Lizenz nach Tokio und Seoul verkauft hat. "Freddy Leck sein Waschsalon" ist auf dem Weg zur weltumspannenden Marke. Die Keimzelle in Moabit sollte Berlin-Urlaubern den einen oder anderen Waschgang mit einem Tässchen Kaffee wert sein.
Gotzkowskystraße 11, 10555 Berlin, Tel. 0 3050 91 66 52, www.freddyleckseinwaschsalon.de. Öffnungszeiten: tägl. 7–23 Uhr.
5. FRIEDRICHSHAIN
Eastside Gallery

Von der 167,8 Kilometer langen Mauer zwischen Ost- und West-Berlin sind nur wenige Meter geblieben: zum Beispiel entlang der Mühlenstraße. Der Eastside Gallery genannte Mauerrest in Friedrichshain ist exakt 1316 Meter kurz, gilt aber als die längste Open-Air-Galerie der Welt. Der Betonwall, der die Stadt mehr als 28 Jahre teilte, dient jetzt als großzügige Präsentationsfläche für Kunst. Rund 120 Maler aus 21 Ländern haben sich kurz nach der Wende mit ihren großformatigen Bildern auf dem 3,60 Meter hohen ehemaligen "antifaschistischen Schutzwall" verewigt. Thema aller Arbeiten: der Fall der Mauer, und das Ende des Kalten Krieges. Entstanden sind die unterschiedlichsten Bilder, vom durch die Mauer brechenden Trabi über die Deutschland-Flagge mit Davidstern bis zum innigen Bruderkuss zwischen Breschnew und Honecker des russischen Künstlers Dimitri Vrubel. Die weltberühmte Freiluft-Galerie ist rund um die Uhr zu besichtigen. Farbenprächtige, einzigartige Street Art mit geschichtlichem Hintergrund – und der Mauer als Leinwandersatz.
Mühlenstraße 3–100, 10243 Berlin, www.eastsidegallery-berlin.com.
6. KREUZBERG
Karneval der Kulturen

Die Narren am Rhein frieren sich jedes Jahr durch den Straßenkarneval im Februar oder März. Die Berliner sind da schlauer. Ihr bunter Karneval der Kulturen am Pfingstwochenende umweht nicht nur wegen des oft schon sommerlichen Wetters ein Hauch von Rio. Auch die Samba-Tanzgruppen, die beim schrillen Umzug am Festsonntag am Start sind, sorgen für Copacabana-Stimmung rund um den Park am Kreuzberger Blücherplatz vor der Heilig-Kreuz-Kirche. Jedes Jahr besuchen rund eine Million Menschen das Multikulti-Fest, bei dem Laien und Profis aus aller Welt Musik machen, Theater spielen und exotisches Essen für die Besucher kochen. Eine gute Gelegenheit, sich durch die afrikanische, koreanische, balinesische oder bolivianische Küche zu schlemmen. Wer doch mehr Appetit auf deutsche Imbisskultur hat, geht einfach ein paar Meter den Mehringdamm hinunter, und zwar bis zur Hausnummer 36. Der Kult-Imbiss Curry 36 hat sich auf seiner Website (www.curry36.de) mal eben selbst zum Weltkulturerbe ernannt und verweist auf seinen Ruf als international geschätzter Currywurst-Bräter mit 100jähriger Tradition seit 1980. Berliner Humor. Im Curry 36 speisten schon viele Promis, darunter auch US-Schauspieler und mehrfacher Oscar-Preisträger Tom Hanks. Der Überlieferung nach hat ihm die Wurst geschmeckt. Zum Nachspülen geht's am besten auf einen Absinth in die Zyankali-Bar, Gneisenaustraße 17 (www.zyankali.de). Wer hier einkehrt, sollte des Englischen mächtig sein. Das Personal kommt aus Übersee und spricht angeblich kein Deutsch. Das gilt mittlerweile für viele Hauptstadt-Kneipen.
Blücherplatz, Tel. Haus des Karnevals 0 30346 555 960, www.karnevalberlin.de. Termin: 7.–10. Juni 2019.
7. ALT-TREPTOW
Badeschiff

Das Badeschiff in der Spree steht ganz in der Tradition der alten Flussschwimmbäder, die um 1900 modern waren. Als Pool dient kein vollwertiges Schiff, sondern ein sogenannter Schubleichter: eine große Wanne zum Transport von Schüttgut wie Kohle oder Kies ohne eigenen Antrieb. Sie wurde von einem Binnenschiff über Flüsse und Kanäle geschoben. Seit Mai 2004 erfrischen sich die Berliner in dem mit türkisfarbener Folie ausgekleideten Stahltrog. Das Auge planscht mit in Alt-Treptow. Vom Pool aus haben die Badegäste einen sensationellen Blick auf die Oberbaumbrücke und den Alex. Rund um die schwimmende Badeanstalt ist im Sommer viel los: Es gibt Standup-Paddling und Yoga-Kurse sowie Musik-Events und Strandpartys auf dem zum Pool führenden Steg und am angrenzenden Ufer. Für Sportschwimmer ist das Badeschiff viel zu klein und an warmen Tagen natürlich auch zu voll. Doch nirgendwo planscht es sich urbaner und hipper als im Spree-Pool. Eine echte Alternative zum weit draußen gelegenen Strandbad-Klassiker Wannsee.
Eichenstraße 4, 12435 Berlin, Tel. 01 625 45 13 74, www.arena.berlin/veranstaltungsort/badeschiff. Öffnungszeiten: siehe Internet. Preise: 5,50 Euro (Erw.), 3 Euro (erm.), 2 Euro (Kinder 6–12 J.).
8. TEMPELHOF
Alter Flughafen Tempelhof

Um den 2008 stillgelegten Flughafen Tempelhof ranken sich noch immer viele Gerüchte: Vom Flughafen führen angeblich kilometerlange Tunnel bis in die Innenstadt, heißt es beispielsweise. Sogar das Flugfeld sei unterkellert. Andere behaupten, in dem 1,2 Kilometer langen, bogenförmigen Gebäude am Platz der Luftbrücke wäre eine große Basketballhalle untergebracht. Was davon stimmt, und was ist Legende? Antworten liefern Flughafen-Guides während täglicher Führungen durch den Gebäudekomplex, 1936 von Architekt Ernst Sagebiel geplant und heute Europas größtes Baudenkmal. Die Tour führt durch die monumentale Empfangshalle, verborgene Orte wie den Luftschutzbunker, Kellergewölbe, ein weit verzweigtes Tunnelsystem, Hangars und Nebengebäude und – tatsächlich – durch eine Basketballhalle. Sie liegt direkt über der früheren Abflughalle und war nicht etwa als Zeitvertreib für wartende Fluggäste gedacht. Vielmehr wurde sie nach dem Zweiten Weltkrieg von Soldaten der U.S. Army eingerichtet und genutzt. Viele weitere kuriose Details zu verborgenen Orten in dem größten zusammenhängenden Gebäude des Kontinents liefern die Guides während der rund zweistündigen Führungen.
Ehemaliger Flughafen Tempelhof, Tempelhofer Damm 7, 12101 Berlin, Tel. 0 302 00 03 74 41, www.thf-berlin.de/fuehrungen/. Führungszeiten: Mo.–Do. ab 16 Uhr, Fr. 13 und 16 Uhr, Sa. u. So. ab 12 und 15 Uhr. Preise: 15 Euro (Erw.), 10 Euro (ermäßigt), 7 Euro (Kinder bis 14 J.), ab 33 Euro (Familien).
9. POTSDAM
Schloss Sanssouci

Ein "Lust-Haus zu Potsdam" sollte es werden, ein intimes Sommerschlösschen im Stile des Rokoko: So stellte sich der Alte Fritz (1712-1786) sein Sanssouci vor – und steuerte auch gleich ein paar Skizzen für das "Maison de Plaisance" bei. Im Mai 1747, nach nur zwei Jahren Bauzeit, stand das Weinbergschlösschen, in dem Friedrich II. fortan von April bis Oktober eher bescheiden lebte. Hier starb der Preußenkönig auch im Sommer 1786. Rund 100 Jahre später verpasste Wilhelm IV. dem Schloss zwei wuchtige Seitenflügel – und begründete damit den Ruf Sanssoucis als "deutsches Versailles". Wir können nur ahnen, wie der Alte Fritz den pompösen An und Umbau seines Schlösschens gefunden hätte. Gesichert ist hingegen, dass Sanssouci der Unesco sehr gefällt. Seit 1990 zählt es zum Weltkulturerbe. Das Schloss und der gigantische Park sind an sechs Tagen in der Woche für Besucher geöffnet. Im Schlosspark ruht Schlossvater Friedrich II., allerdings erst seit 1990. Zuvor lagen seine sterblichen Überreste in der Potsdamer Garnisonskirche. Bitte nicht wundern, wenn immer mal wieder Kartoffeln auf der schlichten Grabplatte des Preußenkönigs liegen. Eine Verneigung vor seiner Lebens leistung und Anspielung auf seine Kartoffelbefehle, mit denen der Alte Fritz die Bauern dazu verpflichtete, Erdäpfel anzubauen, um sein Volk vor Hungersnöten zu schützen.
Maulbeerallee, 14469 Potsdam, Tel. 03 319 69 42 00, www.spsg.de. Öffnungszeiten: Di.–So. 10–16.30 Uhr, im Sommer bis 17.30 Uhr. Preise: 12 Euro (Erw.), 8 Euro (erm.) mit Führung oder Audioguide.
10. BRANDENBURG
Stadtführung
Die Stadt an der Havel zählt vermutlich zu den am meisten unterschätzten Deutschlands. Sie bietet viel Grün, viel Wasser, eine sensationell schöne Dominsel und die Altstadt. Nur weiß das außerhalb Brandenburgs kaum jemand. Zu den klassischen Sehenswürdigkeiten zählen das Rathaus mit dem Roland von 1474, Dom, Paulikloster und die Bauchschmerzenbrücke. Ihren Namen verdankt sie ihrer auffälligen, katzenbuckelartigen Form. So ähnlich krümmt sich auch ein Mensch mit Bauchschmerzen. Kurios: In Brandenburg ist eine Spezies zu Hause, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt: der gehörnte, plattnasige Waldmops. Das Tier trägt vorn Geweih und hinten Ringelschwanz und ist eine Erfindung des gebürtigen Brandenburgers und Humoristen Vicco von Bülow (1923-2011), besser bekannt als Loriot. Seine Heimatstadt hat ein Rudel Waldmöpse in Bronze gegossen und neben der Johanniskirche aufgestellt. Zur Einweihung des "Waldmopszentrums" reiste 2015 sogar Frank-Walter Steinmeier an, Vorsitzender des Kulturvereins und damals Bundesaußenminister. Eine Verneigung vor dem großen Künstler Loriot und zugleich Erinnerung an seinen berühmten Waldmops-Sketch. Klar, dass die Stadt auch spezielle Waldmops-Führungen anbietet. Die Brandenburger ziehen die Mops-Nummer konsequent durch.
Tourist-Information, Neustädtischer Markt 3, 14776 Brandenburg/Havel, Tel. 0 33 81-79 63 60, www.erlebnis-brandenburg.de.
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