Ziele im Schwarzwald

Wohnmobil-Stellplätze: Schwarzwald

Die besten Ziele im Schwarzwald

Wellness, Wandern, Wintersport – und viele wilde Bräuche: Im Schwarzwald ist immer Saison. Hier sind Ideen für den mobilen Urlaub im Südwesten.
1. MAULBRONN
Kloster

Die Maulbronner Innenstadt ist die wohl ungewöhnlichste Deutschlands. Wo sich anderswo Geschäfte aneinanderreihen, steht in Maulbronn eine weitläufige Zisterzienserabtei aus dem 12. Jahrhundert, seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe. Die Mönche sind zwar lange weg, doch das Herz des Örtchens am Nordrand des Schwarzwalds schlägt noch immer im alten Kloster. Hier ist mittlerweile das Rathaus untergebracht, der örtliche Polizeiposten, es gibt Restaurants, ein kleines Hotel – und natürlich Führungen durch das verwinkelte, sehr gut erhaltene Gebäude-Ensemble. Die Touren führen durch Kreuzgang, Brunnenhaus, die Klosterkirche mit ihrem gigantischen Chorgestühl für 92 Mönche. Überraschung: Besucher können sogar einen Blick ins Paradies werfen! Diesen verheißungsvollen Beinamen trägt die imposante frühgotische Kirchenvorhalle. Im Speisesaal des Klosters spielt übrigens eine Geschichte, mit der sich ein gewisser Laienbruder Jakob unsterblich machte: Mitten in der Fastenzeit, in der den Mönchen der Verzehr von Fleisch verboten war, stopfte er heimlich Fleischstückchen in Nudeltaschen und verbarg sie so vor den strengen Augen Gottes. Bei den Klosterbrüdern kam der herzhafte Snack so gut an, dass die "Herrgottsb'scheißerle" schließlich unter der Bezeichnung Maultaschen zu einem kulinarischen Klassiker wurden. Bruder Jakobs Kreation gibt es heute in jedem Maulbronner Restaurant.
Klosterhof 5, 75433 Maulbronn, Tel. 0 70 43-92 66 10, www.kloster-maulbronn.de. Öffnungszeiten 1. November bis 28. Februar: Di.–So. 9.30–17 Uhr, 1. März bis 31. Oktober: tägl. 09.00-17.30 Uhr. Preise: 7,50 Euro (Erw.), 18,80 Euro (Familien).
2. BAD WILDBAD
Palais Thermal

Ein warmes Bad in Nachtkerzenöl, ein pflegendes Mokka-Peeling, tiefenentspannendes Wasser-Shiatsu: Das historische Palais Thermal ist bekannt für sein Wellnessangebot, Badegäste haben die Qual der Wahl zwischen gut einem Dutzend Entspannungs- und Pflegeanwendungen. Alternativ geht auch Abtauchen im Thermalbad oder Schwitzen in einer der Saunen. Das Ambiente ist kaum zu überbieten: An den historischen Badebereich mit Maurischer Halle, Massagebecken und zwei Fürstenbädern schließt sich ein moderner Trakt an. Der Betreiber nennt den Wellness-Tempel Deutschlands sinnlichstes Sauna- und Thermalbad. In jedem Fall ist das Palais ein perfekter Ort zum Entspannen nach dem Wintersport oder einfach nur an grauen Urlaubstagen. Heiß wird Urlaubern nicht nur in der Therme, sondern auch auf der 380 Meter langen Hängebrücke WildLine, die seit 2018 das Bärenklinge-Tal überspannt. Zusammen mit dem Baumwipfelpfad ist sie auch im tiefsten Winter begehbar.
Kernerstraße 5, 75323 Bad Wildbad, Tel. 0 70 81-30 30, www.palais-thermal.de. Öffnungszeiten: Mo.–Fr. 11–22 Uhr, Sa. u. So. ab 10 Uhr. Preise Tageskarte: ab 22 Euro, mit Sauna 27 Euro.
3. ZAVELSTEIN
Wildkrokusblüte
Im Teinachtal geht der Schwarzwälder Winter nahtlos in den Frühling über. Dafür sorgt ab Anfang März eine Pflanze namens "Crocus neglectus". Der wilde Krokus blüht violett und weiß und stammt aus dem Mittelmeerraum. Nördlich der Alpen ist er eine Rarität, von Zavelstein einmal abgesehen. Denn hier blühen Abertausende der zarten Schwertliliengewächse, die Blüte ist jedes Jahr ein großes Ereignis. Wie der mediterrane Wildkrokus in den Schwarzwald kam, ist nicht ganz klar. Bei Wanderungen durch die Zavelsteiner Krokuswiesen geben Krokusführer die schönsten Theorien darüber zum Besten. Auskunft über den Stand der Krokusblüte gibt es über die Krokus-Hotline unter 0 70 53-9 20 50 45 und den Krokusblüten-Ticker im Internet.
Infos: Teinachtal-Touristik, Rathausstraße 9, 75385 Bad Teinach-Zavelstein, Tel. 0 70 53-9 20 50 40, www.teinachtal.de.
4. ALPIRSBACH
Brauwelt

Schon in der vierten Generation versorgt die Brauerfamilie Glauner die Biertrinker der Region mit Alpirsbacher Klosterbräu. In der Traditionsbrauerei werden gut ein Dutzend Biersorten hergestellt, darunter auch alkoholfreie und Weizenbiere. Jeden Tag um 14.30 Uhr starten interessante Führungen durch das Brauereimuseum, zwei Gläser Alpirsbacher Klosterbräu und ein Präsent sind inklusive. Während der Führung erfahren Gäste auch, was es mit dem seltsamen Schild mit der Aufschrift "Emil Stopp!" im Hof der Brauerei auf sich hat. Der Hinweis galt Bierkutscher Emil, der sein Pferdefuhrwerk zum Beladen genau an dieser Stelle stoppen sollte. Dies ist Emil der Überlieferung nach nicht immer gelungen. An manchen Tagen hatte er zuvor schon den ein oder anderen Schluck Klosterbräu zu viel genommen. Zum Glück wussten seine Pferde, wo sie anhalten mussten.
Marktplatz 1, 72275 Alpirsbach, Tel. 0 74 44-6 71 49, www.alpirsbacher.de. Führungen: täglich um 14.30 Uhr. Preis Museumsführung: 8,20 Euro.
5. RUST
Europa-Park

Das Spaßparadies ist mit jährlich etwa fünf Millionen Besuchern nach Disneyland Paris der zweitgrößte Freizeitpark des Kontinents. Besucher tauchen in liebevoll gestaltete kleine Welten ein, darunter Länderkulissen von Frankreich, Island, Schweizer Wallis, Russland und viele andere. Mittendrin, verteilt auf die Themenlandschaften, bietet Rust rund 200 Shows und Fahrgeschäfte auf 90 Hektar Fläche. Highlights sind Zirkusvorführungen, Karussells, die Tiroler Wildwasserbahn und knapp ein Dutzend Achterbahnen. Jüngste Attraktion ist der Cancan-Coaster, eine Achterbahn, die durch den originalgetreuen Nachbau des Pariser Nachtclubs "Moulin Rouge" der Belle-Époque-Zeit rast. Wer spontan ist, kann sich am 12. und 13. Januar zwischen 11 und 19 Uhr im Park vergnügen und profitiert vom reduzierten Wintereintrittspreis. Danach geht der Europa-Park bis einschließlich 5. April in die Winterpause.
Europa-Park-Straße 2, 77977 Rust, Tel. 0 78 22-77 66 88, www.europapark.de. Öffnungszeiten: eingeschränkte Öffnungstage im Winter, ab 6. April täglich ab 9 Uhr. Preis: ab 37 Euro (Winter) bzw. ab 44,50 Euro (Sommer).
6. WOLFACH
Dorotheenhütte

Glasblasen ist ein sehr selten gewordenes Kunsthandwerk. In Wolfach steht die letzte noch aktive Mundblashütte im Schwarzwald. Einst gab es in der Region rund 100 Glashütten. In der Dorotheenhütte wird Bleikristall noch auf traditionelle Weise mit dem Mund geblasen und von Hand veredelt. Besucher der Hütte können sich ansehen, wie Glasbläser, -schleifer und -graveure arbeiten und sich anschließend selbst eine kleine Glasvase blasen. Natürlich unter professioneller Anleitung. Sehenswert sind zudem das Glasmuseum und der Verkaufsraum der Hütte, das Gläserland. Hier gibt es Souvenirs, Accessoires und Geschenke sowie viele praktische Gebrauchsgegenstände aus Klar- oder Buntglas. Wer schon wieder Lust auf Weihnachten hat, ist in der ganzjährig geöffneten Weihnachtswelt der Hütte genau richtig. Hier gibt es rund 50 mundgeblasene und von Hand dekorierte Baumschmuckserien und viele weihnachtliche Extras zu sehen. Die Führungen sind ausgezeichnet und sehr informativ, doch können Besucher die Dorotheenhütte auch auf eigene Faust besichtigen.
Glashüttenweg 4, 77709 Wolfach, Tel. 0 78 34-8 39 80, www.dorotheenhuette. Öffnungszeiten: tägl. 9–17 Uhr. Preise mit/ohne Führung: 7/6 Euro (Erw.), 5/4 Euro (Schüler), 18/15 Euro (Familien).
7. GLOTTERTAL
Schwarzwaldklinik

Das Glottertal nordöstlich von Freiburg ist zu jeder Jahreszeit eines der schönsten Wandergebiete im Schwarzwald. Das liegt an den sanften, bewaldeten Bergen ringsum, aber auch ein bisschen an einem ganz besonderen Gebäude: dem ehrwürdigen Carlsbau. In den 1980ern sowie 1991 und zuletzt 2005 war der wuchtige Kasten als "Schwarzwaldklinik" in der gleichnamigen ZDF-TV-Serie zu sehen. Unter Wanderern läuft die Tour durchs Tal und vorbei am Carlsbau darum noch heute unter Dr.-Brinkmann-Runde – in Anlehnung an die Hauptfigur aus der TV-Reihe, gespielt von Klausjürgen Wussow († 2007). Startpunkt für die Wanderung ist der große Parkplatz an der Talstraße beim Panorama-Freibad. Der Carlsbau selbst ist übrigens nicht für Besucher zugänglich. Dort ist seit 2014 eine Akut- und Reha-Klinik für psychosomatische Erkrankungen untergebracht.
Infos zu Winterwanderungen um den Carlsbau bei der Tourist-Info, Rathausweg 12, 79286 Glottertal, Tel. 0 76 84-9 10 40, www.glottertal.de.
8. VILLINGEN
Nachtwächter-Stadtführung

Früher war der Villinger Nachtwächter für die Sicherheit innerhalb der Stadtmauern zuständig und informierte seine Mitbürger stündlich über die Uhrzeit. Villingens aktueller Nachtwächter, Gunther Schwarz, interpretiert seinen Job völlig anders: Er führt Touristen durch die Gassen der Hochschulstadt und erzählt kuriose Anekdoten, Mythen und lustige und traurige Geschichten aus seiner Heimat. Von Belagerungen, glücklose Freudenmädchen und dem jüdischen Leben in Villingen. Natürlich führt Schwarz Gäste der Stadt auch an vielen Sehenswürdigkeiten wie Münster und Münsterbrunnen vorbei. Die schöne Doppelstadt Villingen-Schwenningen sollten sich Besucher auch noch einmal genauer bei Tageslicht ansehen.
Treffpunkt: Franziskaner Kulturzentrum, Rietgasse 2, 78050 Villingen- Schwenningen, Tel. 0 77 21- 82 23 40, www.wt-vs.de. Preis: 8 Euro pro Person, Teilnahme nur nach Anmeldung.
9. BADENWEILER
Cassiopeia-Therme

Schwimmen, schwitzen, schlafen – die Therme in Badenweiler verspricht gehobene Badekultur und reichlich Entspannung. Neben einer ganzen Reihe von Pools wie dem Kuppelbad, dem Außenschwimmbecken und dem Marmorbad bietet die Saunalandschaft Schwitzmöglichkeiten von 55 bis 100 Grad. Im Wellnessbereich sind Angebote wie Peelings, Rasulbäder und Massagen buchbar. Highlight des Badepalastes ist das Römisch-Irische Bad. Hier suchen die Gäste nacheinander und in aller Ruhe verschiedene Warm- und Heißlufträume auf, bevor sie nach einem Durchgang entweder im Kaltwasser- oder im Thermalbecken abtauchen. Zum Abschluss steht ein Nickerchen im Ruheraum auf dem Wellness-Programm. Das haben Sie sich nach all dem Schwitzen und Schwimmen auch verdient.
Ernst-Eisenlohr-Straße 1, 79410 Badenweiler, Tel. 0 76 32- 79 93 00, www.badenweiler.de/ Cassiopeia-Therme. Öffnungszeiten: tägl. 9–22 Uhr (Thermalbäder) bzw. tägl. ab 11 Uhr (Saunalandschaft). Kombi-Preis Thermalbäder, Sauna, Römisch-Irisches Bad: 28,50 Euro.
10. HASEL
Erdmannshöhle

Die Tropfsteinhöhle bei Hasel gehört zu den ältesten ihrer Art in Deutschland. Das Höhlenlabyrinth hat eine Länge von mehr als zwei Kilometern, der Schauteil misst 360 Meter. Die Stalaktiten (hängen von der Decke) und Stalagmiten (wachsen vom Boden empor) werden von leistungsstarken Strahlern perfekt in Szene gesetzt. Vor Kurzem hat die Gemeinde das Lichtkonzept der Höhle überarbeitet und die Anlage modernisiert. Einer der riesigen Tropfsteine der Erdmannshöhle ist inzwischen eine internationale Berühmtheit: Mit vier Metern Länge und einem Durchmesser von bis zu zwei Metern steht der 135.000 Jahre alte Steinkoloss im Guinness-Buch der Rekorde. Größe ist manchmal eben doch entscheidend. Die Höhle ist jedes Jahr ab Ostern bis November zugänglich, besondere Highlights sind Konzerte in der bizarren Tropfsteinwelt. Kulisse und Akustik sind so einzigartig wie in der Hamburger Elbphilharmonie. Wenn die Töne auch durch den Hall etwas verfremdet werden.
Wehrer Str. 25, 79686 Hasel, Tel. 0 77 62-80 99 01, www.gemeinde-hasel.de. Preis: 4,50 Euro (Erw.), 4 Euro (Kinder und Jugendliche von 4–18 J.).
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