Die traditionsreiche Marke Wolga ist zurück, allerdings fällt das Comeback anders aus als erwartet. Statt einer kompletten Eigenentwicklung setzen die Russen bei ihren neuen Modellen auf bewährte Technik aus China. Der neue Wolga C50 (auf Russisch geschrieben: Volga C50) entpuppt sich bei genauerem Hinsehen nämlich als umgelabelter Geely Preface.
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Optisch ist der Wolga C50 kaum vom Geely-Pendant zu unterscheiden. Die klassische Stufenheck-Form, der große Kühlergrill und die schmalen LED-Leuchten wirken zwar vertraut und sollen an frühere Wolga-Modelle erinnern. Tatsächlich stammt das Design aber praktisch eins zu eins vom chinesischen Spenderfahrzeug. Unterm Blech arbeitet entsprechend die Technik aus dem Hause Geely.

Bis zu 200 PS im Wolga C50

Angetrieben wird der C50 von einem 2,0-Liter-Turbobenziner, der je nach Version bis zu 215 PS leistet. Geschaltet wird über ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, die Kraft geht an die Vorderräder. Technisch entspricht das weitgehend dem chinesischen Original.
Volga C50
Im Innenraum setzt Wolga auf ein großes Zentraldisplay im Hochformat und jede Menge Assistenten. Dazu kommen hochwertige Materialien.
Bild: Volga Auto
Auch bei der Ausstattung zeigt sich der C50 auf Höhe der Zeit: Assistenzsysteme wie adaptiver Tempomat, Notbremsassistent und Spurhaltehilfe sind ebenso an Bord wie ein 360-Grad-Kamerasystem und der schlüssellose Zugang. Für kalte Regionen typisch ist ein optionales Winterpaket mit beheiztem Lenkrad und Sitzen.
Im Innenraum setzt Wolga auf Komfort und moderne Technik: Hochwertige Materialien, viel Platz sowie ein Infotainment- und Soundsystem mit großem Display sollen den Anspruch unterstreichen.

Auch der K50 ist ein umgelabelter Geely

Der C50 ist jedoch nur ein Teil der neuen Wolga-Offensive. Auch das SUV-Modell K50 basiert auf bestehenden Geely-Fahrzeugen – konkret auf den Modellen Monjaro und Atlas.
Volga K50
Auch der große Wolga K50 (auf Russisch geschrieben: Volga K50) ist im Grunde ein Geely Monjaro mit neuen Logos. Design, Grill und die Sechsaugen-Tagfahrlichtsignatur sind identisch.
Bild: Volga Auto
Die Strategie ist klar: Statt teurer Neuentwicklungen setzt Wolga auf Rebranding, um schnell wieder Fahrzeuge auf die Straße zu bringen.
Das Wolga-Comeback ist vor allem eines: pragmatisch. Technisch solide Basis, aber wenig Eigenständigkeit. Ob das für ein echtes Marken-Comeback reicht, wird sich zeigen – die Voraussetzungen für einen schnellen Neustart sind jedenfalls da.