Er ist einfach nicht zu stoppen: "Super-Seb" Sébastien Loeb hat die Rallye-Konkurrenz beim WRC-Lauf auf Korsika düpiert und seinen zehnten Saisonsieg geholt. Der 34-jährige Franzose gewann im Citroën C4 mit 3:24,7 Minuten Vorsprung auf Verfolger Mikko Hirvonen im Ford Focus. Der hatte zuvor einen Reifenschaden erlitten und Zeit eingebüßt – und das nicht zum ersten Mal. "Ich habe die WM durch Reifenschäden verloren, einen in Deutschland, einen in Neuseeland, der mich dort den Sieg gekostet hat, und jetzt hier. Aber ich hätte das vermeiden können", ärgerte sich der Finne. "Ich habe das Schlagloch gesehen, hatte mich aber entschieden, drüberzufahren. Mein Fehler, deshalb habe ich es verdient."

Beim nächsten WRC-Lauf in Japan reichen Loeb sechs Punkte zum Titel

Sebastein Loeb (r.), Copilot Daniel Elena
In der Gesamtwertung liegt Loeb mit 106 Punkten nun 14 Zähler vor dem Finnen. "Auf Korsika zu gewinnen, das ist immer ein ganz besonderer Moment", freute sich Loeb nach seinem Sieg. Der Mann spricht aus Erfahrung: Bereits zum vierten Mal in Folge gewann Loeb den Korsika-Lauf der WRC. Die mögliche Titelentscheidung wird durch Hirvonens zweiten Platz allerdings vertagt. Loeb hätte bereits alles klar machen und den historischen fünften WM-Titel nach Hause nehmen können. Hierfür hätte der Finne aber höchstens Siebter werden dürfen. Beim nächsten WM-Lauf in Japan (30. Oktober bis 2. November 2008) kann Loeb den Sack nun endgültig zumachen: Sechs Punkte reichen zum Titel.

Von

Jan Kretzmann