In der Wüste von Katar könnte die Tourenwagen-Weltmeisterschaft nach 13 Saisons versanden. Denn für 2018 steht eine Zusammenlegung mit der TCR International an. Daraus soll dann der FIA WTCR World Cup entstehen.
WTCC
Thed Björk ist Tabellenführer in der WTCC
Hintergrund: Nach dem Rückzug von Citroën und Lada Ende 2016 schrumpfte das Starterfeld 2017 auf rund 16 Autos pro Event zusammen. Und die Finanzierung einer kompletten Saison wird für Privatteams immer schwieriger zu stemmen. Daher sieht der Plan für 2018 vor, die wesentlich billigeren TCR-Autos zu verwenden. Die neue Tourenwagen-Sparte von Ex-WTCC-Chef Marcelo Lotti boomt in vielen Ländern. In der deutschen TCR-Serie standen in dieser Saison rund 40 Autos am Start, auch die internationale Serie ist gut besetzt.
Die TCR International Serie wird im Zuge der Fusion wohl eingestampft. Meister 2017 ist der Franzose Jean-Karl Vernay mit einem VW Golf GTI TCR.
Beim WTCC-Finale jetzt in Katar (8.45 Uhr, Eurosport) ist der Titelkampf noch völlig offen. Bei noch 55 zu vergebenen Punkten haben theoretisch noch sechs Fahrer Titelchancen. Praktisch dürfte es aber auf einen Showdown zwischen Tabellenführer Thed Björk (Volvo) und Norbert Michelisz (Honda) hinauslaufen. Björk geht mit einem Vorsprung von 6.5 Punkten in das finale Saisonwochenende.