Zeekr 9X von Mansory: Tuning
Mansory betritt den chinesischen Luxusautomarkt

Vollcarbon, 1381 PS und Türen wie bei Rolls-Royce: Mit dem Zeekr 9X drängt Mansory auf den chinesischen Luxusmarkt.
Bild: Mansory
Der Tuner Mansory ist nicht gerade für optische Zurückhaltung bekannt. Wie passend ist da ein Auto, das allein durch seine schiere Größe bereits einen gewaltigen Auftritt hinlegt – und zusätzlich auch noch verdächtig nach Rolls‑Royce Cullinan aussieht. Mit dem Zeekr 9X betritt der bayerische Edeltuner nun die große Bühne des chinesischen Luxusmarkts. Und das nicht leise, sondern mit Vollcarbon, 24-Zöllern und jeder Menge Weiß.
Ein chinesisches Luxus-SUV als Türöffner
Dass ausgerechnet der Zeekr 9X als Basis dient, ist sicher kein Zufall. Das XXL-SUV gilt in China bereits als neues Flaggschiff der Marke und wird selbstbewusst in einer Klasse oberhalb klassischer Premium-SUV positioniert. Für Mansory ist das der perfekte Einstieg in einen Markt, in dem Größe, Design-Präsenz, Prestige und maximale Individualisierung besonders gefragt sind.
Firmengründer Kourosh Mansory spricht offen davon, dass dieses Modell einen entscheidenden Beitrag zur internationalen Expansion leisten soll – mit China als Schlüsselrolle. Seine Öffentlichkeitspremiere feierte der "Zeekr 9X by Mansory" als "First Edition" folgerichtig auf der Beijing Auto Show 2026, wo Luxus, Technik und Statussymbole aufeinandertreffen.
Vollcarbon statt Zurückhaltung
Optisch zieht Mansory beim Zeekr 9X mal wieder alle Register – wenn auch deutlich schlichter und eleganter als bei manch anderer Kreation. Die ohnehin wuchtige Silhouette wird durch eine komplett neu gestaltete Carbon-Frontlippe mit integriertem Tagfahrlicht, stark ausgeformten Radläufen, neue Schwellern sowie einer massiven Heckschürze weiter geschärft. Dazu kommt ein vergrößerter Dachspoiler, der den kantigen Auftritt nach hinten abschließt. Wie beim süddeutschen Tuner üblich, bestehen alle Karosserieteile aus Vollcarbon und können farblich individuell gestaltet werden. Ansonsten erstrahlt der 9X in einer zweifarbigen Lackierung bestehend aus Weiß und Beige.

Am Heck unterstreichen ein großer Dachkantenspoiler und ein schwarzer Heckdiffusor die sportlichen Ambitionen des 9X.
Bild: Mansory
Ein Highlight sind die optionalen "Suicide Doors". Die gegenläufig öffnenden Türen erinnern nicht nur optisch an britische Luxusikonen, sondern unterstreichen auch den hohen technischen Aufwand hinter dem Umbau: Die komplette Türmechanik muss hierfür neu positioniert werden. Abgerundet wird der Auftritt von geschlossenen 24‑Zoll‑Schmiederädern.

Sogenannte "Suicide Doors" sind zwar aufwändige Modifikationen, machen optisch aber ordentlich was her.
Bild: Mansory
Im Innenraum dominiert eine weiße Volllederausstattung mit beigen Akzenten. Dazu gibt es belüftete Sitze vorne und hinten, einen Kühlschrank im Fond und zahlreiche Carbon-Elemente sowie Mansory-Logos. Für die First Edition gibt es zudem spezielle Türverkleidungen mit grafisch hinterleuchteten Länderumrissen – ein dezenter Hinweis darauf, dass dieses Auto global verstanden werden soll.

Im Innenraum gibt es jede Menge weißes Leder und Akzente aus Carbon.
Bild: Mansory
Luxus trifft auf Leistung
Technisch lässt Mansory den Zeekr 9X unangetastet – vermutlich eine kluge Entscheidung hinsichtlich der ohnehin schon brutalen Leistung. Der serienmäßige Hybridantrieb mit 1381 PS und 1410 Nm bleibt unangetastet. Der Sprint auf 100 km/h dauert rund 3,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 240 km/h begrenzt. Statt Leistungssteigerung setzt der Veredler auf hörbare Inszenierung mit einer klappengesteuerten Sportauspuffanlage, die akustisch nachschärft.

Die Fond-Passagiere dürften sich wie in einem Privatjet fühlen.
Bild: Mansory
Preise gibt es wie üblich nur auf Anfrage. Klar ist aber: Hier trifft Luxus auf noch mehr Luxus – und China wird zum neuen Spielfeld mit einer potenziell wohlhabenden Kundschaft, die bereit ist, für ein rollendes Statement zu zahlen.
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