
Xiaomi YU7
Generation 1
: seit 2025Alle Infos zum Modell

Vorstellung
Vorstellung

Marktstart in Europa ungewiss
Der Xiaomi SU7 bekommt einen SUV-Bruder: den YU7. Freundlicherweise liefern die Chinesen direkt die korrekte Aussprache dazu: "Yù 7". Die Bedeutung des kurzen Wortes lautet "den Wind reiten" – bei seinem zweiten Auto stapelt Xiaomi also nicht gerade tief. Die Verwandtschaft ist beiden Modellen übrigens schon auf den ersten Blick anzusehen.
Der SU7 ist in Europa nach wie vor nicht erhältlich – was Xiaomi mit dem YU7 vorhat, ist noch nicht offiziell. Dem Vernehmen nach will der Elektronikriese aber 2027 den Export starten. In China ist der Marktstart des SUV für Juni 2025 geplant.
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Preis
Preis

Günstiger als der Tesla Model Y
Jetzt ist raus, was der YU7 kostet – zumindest im Heimatland China. Xiaomi bietet das SUV zum Kampfpreis an, die Basis mit 320 PS startet umgerechnet bei nur 30.185 Euro! Damit unterbietet der YU7 den stärksten Konkurrenten, den Tesla Model Y (in China ab umgerechnet 31.375 Euro).
Der Sprung zur mittleren Version, dem "Pro"-Modell mit 469 PS, ist nicht besonders hoch. Umgerechnet 33.328 Euro ruft Xiaomi in China auf. Das Topmodell trägt den Zusatz "Ultra" und ist mit umgerechnet gut 39.282 Euro nicht einmal 10.000 Euro teurer als die Basisversion – hat aber stolze 690 PS!
Für deutsche Ohren klingt das nach einem absoluten Schnäppchen. Sollte Xiaomi den YU7 jedoch künftig auch in Deutschland anbieten, dürfte das Auto allerdings teurer werden. AUTO BILD geht aber davon aus, dass die Basis auch hierzulande günstiger als der Tesla Model Y angeboten würde. Der steht ab 45.790 Euro im deutschen Konfigurator.
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Design
Design

Das (fast) exakte Pendant zur Limousine

Schon beim ersten Blick wird klar, dass der YU7 die Designsprache des SU7 übernommen hat.
Bild: Xiaomi
Anders als beim SU7 kommen beim YU7 elektrisch versenkbare Türgriffe zum Einsatz, die sich auch über das Infotainmentsystem steuern lassen. Ansonsten sehen sich das SUV und die Limousine auch von der Seite sehr ähnlich – von den Proportionen einmal abgesehen. Das gilt auch fürs Heckdesign, lediglich die Leuchtengrafik ist beim YU7 anders und großflächiger gestaltet.
Alles für die Aerodynamik
Apropos Gestaltung: Nicht nur die versenkbaren Türgriffe sollen für eine bessere Aerodynamik sorgen. Auch die speziell geformte Haube, die großzügigen Lufteinlässen und das Design der 19-Zoll-Felgen wurde dahingehend ausgerichtet. So soll das SUV auf einen cw-Wert von 0,245 kommen.

Den YU7 bringt Xiaomi in drei Farben, die von der Natur inspiriert sein sollen (im Bild: "Lava Orange").
Bild: Xiaomi
Zum Marktstart präsentiert Xiaomi den YU7 in drei Lackierungen: "Emerald Green", "Titanium Silver" und "Lava Orange".
Die Abmessungen auf einen Blick:
- Länge: 4999 mm
- Breite: 1996 mm
- Höhe: 1608 mm (Pro + Max: 1600 mm)
- Radstand: 3000 mm
- Kofferraumvolumen: 678 bis 1758 l
- Frunkvolumen: 141 l
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Antrieb
Antrieb

Von auf 100 km/h in nur 3,23 Sekunden
Der neue Xiaomi wird in drei Varianten kommen: YU7, YU7 Pro und YU7 Max. Besonders beeindruckend sind dabei die vom Hersteller angegebenen Reichweiten. Aber Achtung, es handelt sich um nach dem großzügigen, chinesischen CLTC-Zyklus ermittelte Werte.
Das Basismodell fährt mit einem 96,3-kWh-Akku vor und soll bis zu 835 Kilometer schaffen. Und auch leistungstechnisch gibt es nichts zu meckern, schließlich ist das SUV in der Einstiegsversion bereits mit 320 PS unterwegs und soll auf eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h kommen. Das Modell "Pro" – mit dem gleichen Akku und Allradantrieb (zwei E-Motoren) unterwegs – leistet 469 PS, soll 770 Kilometer weit kommen und ist ebenfalls bis zu 240 km/h schnell.
Das Top-Modell "Max" hat einen 101,7-kWh-Akku an Bord, der für eine Reichweite von 760 Kilometern gut sein soll, und bietet eine Leistung von satten 690 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 253 km/h. Von auf 100 km/h soll es in 3,23 Sekunden gehen (Basis-YU7: 5,88 Sekunden, Pro: 4,27 Sekunden).
Alle Modellvarianten sind mit einer 800-Volt-Technik ausgestattet. Laut Hersteller soll der größere Akku in nur zwölf Minuten von 10 auf 80 Prozent geladen werden können.
Die technischen Daten im Überblick
Standard | Pro | Max | |
|---|---|---|---|
Motor | Elektro | Elektro (Dualmotor) | Elektro (Dualmotor) |
Leistung | 320 PS | 496 PS | 690 PS |
max. Drehmoment | 528 Nm | 690 Nm | 866 Nm |
Antrieb | Hinterrad | Allrad | Allrad |
Höchstgeschwindigkeit | 240 km/h | 240 km/h | 253 km/h |
0–100 km/h | 5,9 s | 4,3 s | 3,2 s |
Batteriekapazität (netto) | 96,3 kWh | 96,3 kWh | 101,7 kWh |
Reichweite (CLTC)* | 835 km | 770 km | 760 km |
max. Ladeleistung | - | - | - |
Ladedauer mit max. Ladeleistung (10–80 %) | 21 min | 21 min | 12 min |
Verbrauch (WLTP) | - | - | - |
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Ausstattung
Ausstattung

Display auf der Windschutzscheibe
Xiaomi setzt beim YU7 nicht nur auf sportliche Antriebe und hohe Reichweiten, sondern auch auf Komfort und Luxus. Das Interieur ist – wie auch schon beim SU7 – minimalistisch und schlicht gehalten und erinnert stark an den Tesla-Look. Dazu passt auch das große 16,1-Zoll-Display in der Mitte des Cockpits. Doch eine Besonderheit im YU7 sitzt noch etwas weiter vorne, am Übergang zur Windschutzscheibe: ein schmales, 1,1 Meter breites Display!
Der Fahrer kann sich hier beispielsweise die Navigation oder die Geschwindigkeit anzeigen lassen, auch der Beifahrer kann den vor ihm gelagerten Display-Abschnitt frei konfigurieren.

Im SUV des Handyherstellers Xiaomi lassen sich nicht nur die Vordersitze elektrisch verstellen, sondern auch die Rücksitzbank.
Bild: Xiaomi
Ein Panoramaglasdach ist serienmäßig an Bord. Die Lederausstattung kann in den Farben Schwarz, Cognac oder Weiß/Grau geordert werden. Zudem lassen sich im YU7 nicht nur die Vordersitze (mit Massagefunktion) elektrisch verstellen, sondern auch die Rücksitzbank.
Ausstattung: Modus gegen Reiseübelkeit
Neben den üblichen Fahrmodi wartet der YU7 mit einem speziellen Feature für alle auf, denen beim Mitfahren übel wird. Der Xiaomi hat nämlich eine spezielle Einstellung, die die Symptome der Reisekrankheit lindern soll. Laut Hersteller basiert das System auf den Ergebnissen klinischer Forschungen.
Wird der Anti-Übelkeits-Fahrmodus ausgewählt, beschleunigt das Elektroauto sanfter, und auch die Bremse vermeidet beim Rekuperieren ruckartige Bewegungen. Gleichzeitig soll die Seitenneigung in Kurven reduziert werden, genau wie Vibrationen.
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test

Test
Test

Fahren: Der Newcomer liefert souverän ab
Bei der ersten kurzen Testfahrt mit dem YU7 Max in China wird schnell, sehr schnell, klar: Die 690 PS stehen nicht nur auf dem Papier, genauso wenig wie die 866 Nm Drehmoment. Der YU7 beschleunigt, wenn es denn sein soll, ansatzlos, heftig und druckvoll. Die 3,2 Sekunden für den Sprint von null auf hundert scheinen in diesem Zusammenhang durchaus realistisch.
Das E-System reagiert sensibel auf die Befehle des Fahrpedals, lässt sich gut dosieren, die Rekuperation ist in drei Stufen verstellbar (im Display), dazu gibt es einen One-Pedal-Modus bis zum Stand. Funktioniert alles reibungslos.

Die vier Fahrmodi sind an die Leistung gekoppelt. Die vollen 690 PS gibt es nur im "Sport Max"-Modus.
Bild: Xiaomi
Es gibt vier Fahrmodi, die jeweils an die Leistung gekoppelt sind: "Anfänger" mit 210 PS, "Komfort" mit 408 PS, "Sport" mit 618 PS und "Sport Max" mit 690 PS. Serienmäßig kommt der Xiaomi mit Luftfederung und adaptiven Dämpfern – und einmal mehr ist erstaunlich, wie souverän ein neuer chinesischer Hersteller ein so neues Auto abgestimmt hat.
Der YU7 fährt gelassen bis energisch
Xiaomi – praktisch ja ein kompletter Newcomer – hat das wirklich gut hinbekommen. Der YU7 Max liegt satt und ruhig auf der Straße – kein Wunder bei 2,8 Tonnen Gewicht. Die Lenkung spricht schnell und direkt an, bleibt unaufgeregt, könnte gern aber mehr Rückmeldung liefern.
Der Xiaomi fährt sich, je nach Modus und Stimmungslage, gelassen bis energisch. Wobei, so der erste Eindruck, die Unterschiede zwischen den einzelnen Fahrmodi nicht so groß sind, wie vielleicht erwartet. Was sich ja noch ändern kann. Der Testwagen war ausgestattet mit Bremsen von Brembo (Aufpreis), stand auf Michelin Primacy 5 (vorn 245/45 R 21, hinten 275/40 R 21, auch made in China), verzögerte kräftig und zuverlässig. Aber das überrascht uns jetzt auch nicht mehr.
Alle Infos zum Modell
- Vorstellung
- Preis
- Design
- Antrieb
- Ausstattung
- Test
Fazit
von
Erstaunlich, was Xiaomi mit dem YU7 auf die Räder gestellt hat. Ein großes, gekonnt designtes Elektro-SUV mit beeindruckenden Leistungsdaten. Mit hochwertigem, stilsicherem Interieur und modernem – zum Teil sympathisch verspieltem – Multimediasystem. Bei den ersten kurzen Testfahrten fuhr sich der YU7 angenehm und souverän. All das ist bemerkenswert für ein Unternehmen, das gerade mal 2010 gegründet wurde und das erste Auto vor knapp zwei Jahren vorgestellt hat. Die Preise in China haben allerdings mit der Realität bei uns nichts zu tun – und noch ist auch offen, wann und wie und zu welchen Konditionen der YU7 zu uns kommt. Wir sind gespannt.
Xiaomi YU7 Bilder
Die Reise zur Fahrveranstaltung wurde unterstützt von Xiaomi. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie unter go2.as/unabhaengigkeit.
Xiaomi YU7

2/13
Die Verwandtschaft ist beiden Modellen übrigens schon auf den ersten Blick anzusehen. Der SU7 ist in Europa nach wie vor nicht erhältlich – was Xiaomi mit dem YU7 vorhat, ist noch nicht offiziell. Dem Vernehmen nach will der Elektronikriese aber 2027 den Export starten. In China ist der Marktstart des SUV für Juni 2025 geplant.
Bild: Xiaomi

3/13
Das Design des YU7 ist unverkennbar an die Optik des SU7 angepasst – vor allem die Front: mit großen Lufteinlässen in der Frontschürze, markanter Haube, die zu den Seiten hin höher wird.
Bild: Xiaomi

4/13
Und natürlich mit den markentypischen Scheinwerfern, deren Form von Xiaomi als "Wassertropfen" bezeichnet wird.
Bild: Xiaomi

5/13
Anders als beim SU7 kommen beim YU7 elektrisch versenkbare Türgriffe zum Einsatz, die sich auch über das Infotainmentsystem steuern lassen.
Bild: Xiaomi

6/13
Ansonsten sehen sich das SUV und die Limousine auch von der Seite sehr ähnlich – von den Proportionen einmal abgesehen.
Bild: Xiaomi

7/13
Das gilt auch fürs Heckdesign, lediglich die Leuchtengrafik ist beim YU7 anders und großflächiger gestaltet.
Bild: Xiaomi

8/13
Apropos Gestaltung: Nicht nur die versenkbaren Türgriffe sollen für eine bessere Aerodynamik sorgen. Auch die speziell geformte Haube, die großzügigen Lufteinlässen und das Design der 19-Zoll-Felgen wurde dahingehend ausgerichtet. So soll das SUV auf einen cw-Wert von 0,245 kommen.
Bild: Xiaomi

9/13
Xiaomi setzt beim YU7 nicht nur auf sportliche Antriebe und hohe Reichweiten, sondern auch auf Komfort und Luxus. Das Interieur ist – wie auch schon beim SU7 – minimalistisch und schlicht gehalten und erinnert stark an den Tesla-Look.
Bild: Xiaomi

10/13
Dazu passt auch das große 16,1-Zoll-Display in der Mitte des Cockpits.
Bild: Xiaomi

11/13
Doch eine Besonderheit im YU7 sitzt noch etwas weiter vorne, am Übergang zur Windschutzscheibe: ein schmales, 1,1 Meter breites Display! Der Fahrer kann sich hier beispielsweise die Navigation oder die Geschwindigkeit anzeigen lassen, auch der Beifahrer kann den vor ihm gelagerten Display-Abschnitt frei konfigurieren.
Bild: Xiaomi

12/13
Ein Panoramaglasdach ist serienmäßig an Bord. Die Lederausstattung kann in den Farben Schwarz, Cognac oder Weiß/Grau geordert werden.
Bild: Xiaomi

13/13
Zudem lassen sich im YU7 nicht nur die Vordersitze (mit Massagefunktion) elektrisch verstellen, sondern auch die Rücksitzbank.
Bild: Xiaomi
Service-Links







