Carplay und Android Auto: Screens im Test
Plug & (Car-)Play: Smarte Displays im AUTO BILD-Test
Fehlt im Auto CarPlay oder ein Navi, lässt sich moderne Technik heute einfach nachrüsten: Portable Displays sind günstig und schnell installiert. AUTO BILD testet aktuelle Modelle und zeigt, welche Screens im Alltag überzeugen – und welche enttäuschen.
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1.
Krunia
Carplay Display 9,26"
1,4
sehr gut
- sehr gutes Display und sehr gute Bedienbarkeit
- schnelle, konstante Verbindung
- inkl. Rückfahrkamera
- Lautsprecher-Qualität nur Befriedigend

2.
Alpinetech
CarPlay Display 11,5"
1,5
gut
- sehr großes Display
- mit Dashcam und Rückfahrkamera
- Lautsprecher-Qualität mangelhaft
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
CarPlay gehört für viele Autofahrer inzwischen zur Grundausstattung. Gerade ältere Autos bringen das System jedoch oft nicht mit. Eine feste Nachrüstung ist meist teuer und aufwendig. Die einfache Alternative sind portable CarPlay-Screens, die auf das Armaturenbrett gestellt oder an der Windschutzscheibe befestigt werden. Sie sollen Navigation, Musik, Telefonie und Apps ins Cockpit holen – ganz ohne Umbau.
Klingt zunächst attraktiv. Doch überzeugen die Geräte im Alltag auch bei Bedienung, Bildqualität und Smartphone-Verbindung? AUTO BILD hat acht portable CarPlay-Screens in unterschiedlichen Größen und Preisklassen getestet. Das Ergebnis: Zwischen den optisch sehr ähnlichen Geräten gibt es teils große Unterschiede – und nicht jedes ist sein Geld wert.
Das Wichtigste in Kürze
- Nachrüsten: Portable CarPlay-Screens lassen sich einfach und günstig selbst nachrüsten in Autos ohne serienmäßiges CarPlay.
- Gemeinsamkeiten: Viele Geräte sind optisch sehr ähnlich und unterscheiden sich vor allem technisch sowie in der Bildschirmgröße.
- Alltag: Nicht jeder CarPlay-Screen überzeugt im Alltag – gute Modelle sparen Geld, schlechte kosten Nerven.
- Android: Alle Testkandidaten sind laut Hersteller auch mit dem Dienst "Android Auto" von Google kompatibel. Im Test haben wir uns aber auf das Zusammenspiel mit dem iPhone konzentriert.
Das beste Gerät im Test ist das Krunia CarPlay Display. Das großformatige Display lässt sich wahlweise an der Windschutzscheibe oder auf dem Armaturenbrett befestigen, bringt Apple CarPlay und Android Auto zuverlässig ins Fahrzeug und überzeugt mit einer intuitiven Bedienung. Zum Lieferumfang gehört eine separate Rückfahrkamera – ein sinnvolles Extra mit echtem Nutzwert. Die Menüführung ist übersichtlich, das Display gut ablesbar. In der Praxis punktet das Krunia-Gerät mit stabiler Bluetooth-Verbindung und solider Systemperformance. Kurz: ein rundes Gesamtpaket, das das Testfeld klar anführt.
Als Preis-Leistungs-Sieger des AUTO BILD-Smart-Screen-Tests 2026 überzeugt das Nfoieis CarPlay Display 7 Zoll. Für weniger als 50 Euro lassen sich Apple CarPlay und Android Auto unkompliziert und zuverlässig ins Auto holen. Das Gerät lässt sich einfach montieren und angenehm flott bedienen. Bei Materialanmutung und Klangqualität sind kleinere Abstriche nötig – gemessen am Preis trübt das den insgesamt positiven Eindruck jedoch kaum.
Um herauszufinden, welche portablen CarPlay-Screens im Alltag echten Nutzwert bieten, hat AUTO BILD aktuelle Modelle unterschiedlicher Preis- und Größenklassen getestet. Alle Geräte wurden regulär im Handel gekauft und nach einem einheitlichen, praxisnahen Schema geprüft.

Nur die Marke und der Preis unterscheidet zwei optisch baugleiche und identisch verpackte Smart-Screens des Testfelds: Alpinetech und Adelagnes.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Der Test begann bereits beim Auspacken: Was liegt dem Gerät bei? Wie verständlich ist die Anleitung? Gibt es Sicherheitshinweise? Und wie erfolgt die Stromversorgung? Anschließend folgte der Einbau ins Auto. Bewertet wurden Montageaufwand, Stabilität der Halterungen und die Zeit bis zur Einsatzbereitschaft.

Gleiches Aussehen, verschiedene Performance: Trotz ähnlicher Gehäuse sind die Testergebnisse zum Teil stark verschieden.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Im Mittelpunkt stand die Verbindung zum Smartphone. Für alle Tests kam ein iPhone 15 mit aktueller Software zum Einsatz. Geprüft wurde, wie schnell die Kopplung mit Apple CarPlay gelingt, ob die Verbindung während der Fahrt stabil bleibt und wie sich die Screens nach einem Neustart – etwa nach Unterbrechung der Stromzufuhr – verhalten. Zubehör wie Rückfahrkameras und verschiedene Halterungen floss ebenfalls in die Bewertung ein.

Klein aber mehr als ausreichend: Das Display von Volam ist das schmalste im Test, lässt sich aber anegenhem bedienen, ist preiswert und mit der Testnote von 1,8 (gut) unbedingt empfehlenswert.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Entscheidend für den Alltag ist das Display. Deshalb wurde getestet, wie gut die Screens bei Tageslicht und Dunkelheit ablesbar sind, wie präzise sie auf Eingaben reagieren und wie flüssig sich Navigation, Musik und Telefonie bedienen lassen. Obwohl die Geräte den Ton per FM, AUX oder Bluetooth über die Fahrzeuglautsprecher ausgeben können, wurden ergänzend auch die integrierten Lautsprecher bewertet.

Wichtig ist, dass die Scheibenhalterungen fest sitzen – sonst können die Geräte zur Gefahr während der Fahrt werden.
Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Zum Abschluss ging es um Verarbeitung und Gesamteindruck: Wir prüften, wie hochwertig die Geräte wirken, ob alles fest sitzt und ob die Oberflächen sauber verarbeitet sind.
Mit sehr guten Leistungen setzt sich Krunia an die Spitze des Testfeldes. Das große Display arbeitet schnell und ohne nennenswerte Verzögerungen. Navigation, Musik und Telefonie laufen zuverlässig. Der Krunia CarPlay Screen lässt sich leicht bedienen, ist schlank und hochwertig gestaltet und bietet mehr als nur einen großen Bildschirm: Eine separate Rückfahrkamera gehört ebenso zum Lieferumfang wie eine gute Scheiben- und Amaturenbretthalterung.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Ebenfalls positiv überrascht hat der Preis-Leistungs-Sieger Nfoieis. Für unter 50 Euro gibt es ein stimmiges Gesamtpaket mit einfacher Montage, schneller CarPlay-Verbindung und flotter Touchbedienung. Abzüge gibt es bei Materialanmutung und Klang: Lautstärke und Qualität sind in Ordnung, aber nicht überragend. In Summe überzeugt jedoch das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Unten auf der Platzierungstreppe steht das Gerät von Carpuride. Zwar bringt es grundsätzlich Apple CarPlay ins Fahrzeug, doch es ist weniger ausgereift. Die Abstimmung der Touchführung ist nicht flüssig, die Klangqualität der Lautsprecher nur ausreichend und nach einem Neustart des Geräts, etwa durch die Unterbrechung der Stromversorgung oder Trennung der Bluetooth-Verbindung, verbindet sich das Carpuride Display nicht automatisch erneut mit dem Telefon.
Essgoo fällt im Test komplett durch. Trotz korrektem Anschluss ließ sich das Gerät nicht einschalten, ein Praxistest war somit nicht möglich. Da bereits die Grundfunktion fehlt, bleibt nur die schlechteste Note.

Bild: Leon Stoessinger / AUTO BILD
Die übrigen Kandidaten landen im soliden Mittelfeld. Sie erfüllen ihre Aufgabe, sind aber keine Highlights. Mal sitzt die Halterung nicht ganz stabil, mal ist die Menüführung wenig intuitiv oder die Verbindung braucht mehrere Anläufe. Für den gelegentlichen Einsatz reicht das aus, anspruchsvollere Nutzer greifen besser zu den Top-Platzierungen.
Wichtig für die Einordnung des Tests: Sechs der acht getesteten Displays sind optisch nahezu baugleich. Dazu zählen alle vier 7-Zoll-Geräte sowie die beiden größten Modelle von Alpinetech und Adelagnes, die äußerlich sogar vollständig identisch erscheinen und gleich verpackt sind. Die teils deutlichen Unterschiede im Test lassen sich daher weniger über Design oder Abmessungen erklären, sondern vor allem über die innere Qualität, Software-Abstimmung und Systemstabilität.
Die CarPlay-Screens im Überblick
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Portable Smart-Screens sind eine sinnvolle Lösung für alle, die ihr Auto ohne großen Aufwand digital aufrüsten möchten. Der Test zeigt jedoch klar: Optisch ähnliche Geräte liefern sehr unterschiedliche Ergebnisse. Während schlechte Modelle mit Verbindungsproblemen, träger Bedienung oder Ausfällen Nerven kosten, überzeugen gute Geräte mit stabiler Performance und echter Alltagstauglichkeit. Das Krunia CarPlay Display setzt hier Maßstäbe und sichert sich den Testsieg. Wer sparen will, fährt mit dem Preis-Leistungs-Sieger Nfoieis ebenfalls gut.
Alles Wissenswerte zu CarPlay-Displays
Was ist ein CarPlay-Screen und wie funktioniert es?
Ein CarPlay-Display ist ein externer Bildschirm, der Apple CarPlay ins Auto bringt. Das Smartphone verbindet sich per Kabel oder kabellos mit dem Display, Apps wie Navigation, Musik, Telefonie oder Nachrichten werden dann auf dem Screen angezeigt und über Touch oder Sprache bedient. Das Autoradio selbst bleibt unverändert.
Wie lässt sich Apple CarPlay im Auto nachrüsten?
Am einfachsten per portablem CarPlay-Display. Die Geräte werden auf das Armaturenbrett oder an die Windschutzscheibe montiert und über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt. Eine feste Nachrüstung mit neuem Radio ist hier deshalb nicht nötig.
Was kostet die Nachrüstung von Apple CarPlay?
Portable CarPlay-Displays kosten je nach Größe und Ausstattung zwischen 40 und 150 Euro. Feste Nachrüstlösungen mit Einbau schlagen meist mit mehreren Hundert Euro zu Buche. Der AUTO-BILD-Test zeigt: Gute Lösungen gibt es bereits für wenig Geld – teuer ist nicht automatisch besser.
Welches ist das beste CarPlay-Display im Test?
Testsieger im AUTO BILD-Smart-Screen-Test 2026 ist das Krunia CarPlay Display. Es überzeugt mit schneller Bedienung, stabiler Verbindung, guter Ablesbarkeit und zusätzlichen Extras wie Rückfahrkamera und integrierter Dashcam. Preis-Leistungs-Sieger ist das Nfoieis CarPlay Display 7 Zoll, das uns mit guten Leistungen zum sehr guten Preis von knapp 50 Euro überrascht.
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