Kaffeevollautomaten-Test 2024
Kaffeevollautomaten für Camping und zu Hause: die besten 48 Modelle
– Kaffeevollautomaten erfreuen sich aufgrund ihres hohen Komforts und der Möglichkeit, viele verschiedene Getränke zuzubereiten, zunehmender Beliebtheit. In unserem Vergleich haben wir 48 aktuelle Modelle unter die Lupe genommen.
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Inhaltsverzeichnis öffnen

1.
DeLonghi
1,4
sehr gut
- Zwei abnehmbare Bohnenbehälter
- Hervorragende Kaffeequalität
- Mühle lässt sich reinigen
- Viele praktische Funktionen
- Einfache Handhabung
- Leises Mahlwerk
- Lernt die Kaffeepräferenzen der User
- Große Auswahl
- Brühgruppe lässt sich nur per Hand reinigen
- Kein Selbstreinigungsprogramm
- Ausführliche Bedienungsanleitung nur online verfügbar

2.
Nivona
1,4
sehr gut
- Chilled-Brew-Funktion
- Überragender Kaffee
- Erstklassige Brühgruppe
- Einfache Bedienung, auch per App
- Doppelbezug von Milchkaffees möglich
- Sehr leises Mahlwerk
- Keine spülmaschinenfesten Teile
- Milchsystem ohne Lanze

3.
Siemens
1,4
sehr gut
- Äußerst praktisches Milchsystem
- Zwei elektrische Mahlwerke
- Zwei Bohnenfächer
- Zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten
- Einfache Bedienung, auch der App
- Tassenheizfeld vorhanden
- Sehr leckere Kaffeegetränke
- Automatische Selbstreinigung und Entkalkung
- Sehr sperrig und schwer
- Tresterbehälter etwas zu flach
- Brühgruppe muss manuell gereinigt werden

4.
Miele
1,4
sehr gut
- 15 verschiedene Kaffeeprogramme
- Exzellenter Espresso und Milchschaum
- Vollautomatische Entkalkung ("AutoDescale")
- Beheizte Tassenabstellfläche
- Simple Handhabung
- Automatisch verstellbarer Zentralauslauf
- Dreigeteiltes Bohnenfach
- Sehr sperrig und schwer
- Recht hoher Stromverbrauch bei der Espresso-Zubereitung
- Sehr teuer

5.
Jura
1,5
gut
- Sehr hohe Kaffeequalität
- Ausgeklügeltes Reinigungskonzept
- Funktion für süßen Milchschaum
- Einfache Bedienung
- Praktische App-Steuerung
- Hervorragendes P.A.G.2-Mahlwerk
- Stromverbrauch im Stand-by hoch
- Recht sperrig

6.
DeLonghi
1,6
gut
- Sehr viele Kaffeeprogramme
- Fach für gemahlenen Kaffee
- Gute Auslaufhöhe
- Hervorragende Cold-Brew-Funktion
- Einfache Bedienung
- Praktisches LatteCrema-Milchsystem
- Einige nützliche Zusatzfunktionen
- Einige nützliche Zusatzfunktionen
- Viele Teile sind spülmaschinenfest
- Vier Nutzerprofile für je zwölf Lieblingsrezepte
- App-Steuerung mit Schwächen
- Etwas laut und sperrig
- Brühgruppe muss manuell gereinigt werden

7.
Siemens
EQ 700 Integral
1,6
gut
- Sehr viele und leckere Kaffeespezialitäten
- Simple Bedienung
- Einfache Reinigung
- Tolle App-Steuerung
- Viele Einstellungsmöglichkeiten
- Leise
- Integriertes Milchsystem mit Becher
- Praktische Tassenheizung
- Sehr groß und schwer
- Kein Fach für gemahlenen Kaffee
- Brühgruppe muss manuell gereinigt werden

8.
1,6
gut
- Brillantes XXL-Display
- Praktische "Coffee Equalizer"-Funktion und Bedienung
- Sehr große Auswahl
- Hochwertige Verarbeitung
- Hervorragende Kaffeespezialitäten
- Durchdachtes Reinigungskonzept
- Groß und schwer
- Brühgruppe lässt sich nur manuell reinigen
- Abtropfschale im Verhältnis zur Maschine etwas klein
- Nutzlose Alexa-Anbindung

9.
Nivona
1,6
gut
- Herausragende Kaffeequalität
- Einfache Handhabung und Pflege
- Exzellente Brühgruppe
- Praktische App-Steuerung
- Sehr leises Mahlwerk
- Viele Einstellungsmöglichkeiten
- Milchsystem ohne Lanze
- Brühgruppe muss per Hand gespült werden

10.
Nivona
1,6
gut
- Erstklassiger Espresso
- Einfache Bedienung per Touchdisplay, Drehknopf und App
- Beheizte Tassenablage
- Leises Mahlwerk
- Ausgeklügelte Milchsystemreinigung
- Viele nützliche Funktionen
- Sehr groß und schwer
- Brühgruppe muss per Hand gespült werden
- Nur 6 vorinstallierte Kaffeeprogramme

11.
DeLonghi
1,7
gut
- Sehr viele Kaffeeprogramme
- Gute Auslaufhöhe
- Einfache Bedienung mit nützlichen Features
- Praktisches LatteCrema-Milchsystem
- Simple Reinigung
- Vier Nutzerprofile für je zwölf Lieblingsrezepte
- Etwas laut und groß
- Brühgruppe muss manuell gereinigt werden

12.
DeLonghi
1,7
gut
- Erstklassiger Espresso
- 19 Kaffeeprogramme
- Elektrisches Mahlwerk
- Praktisches LatteCrema-Milchsystem
- Einfache Reinigung
- Geringer Stromverbrauch
- Unausgereifte App-Steuerung
- Etwas sperrig
- Brühgruppe lässt sich nur manuell reinigen
- Mahlwerk recht laut

13.
Jura
1,7
gut
- Erstklassiger Espresso mit toller Crema
- 10 Kaffeeprogramme
- Einfache Bedienung über Drucktasten und 3,5-Zoll-Display
- Automatische Reinigung der Brühgruppe
- Ausgeklügeltes Reinigungskonzept für das Milchsystem
- Hervorragendes P.A.G.2-Mahlwerk
- Etwas sperrig
- Stromhungrig im Stand-by
- Tassenplattform etwas schmal

14.
Philips
1,8
gut
- Schlauchloses LatteGo-Milchsystem
- Große Auswahl an Kaffeeprogrammen mit Kaltgetränken
- Einfache Bedienung und Pflege
- Hohe Kaffeequalität
- Leises Mahlwerk
- Milchschaum könnte cremiger sein
- Stromverbrauch etwas hoch

15.
Philips
1,8
gut
- Schlauchloses LatteGo-Milchsystem
- Einfache Bedienung und Pflege
- Große Auswahl an Kaffeeprogrammen mit Kaltgetränken
- Hohe Kaffeequalität
- Sehr leises Mahlwerk
- Milchschaum könnte cremiger sein
- Ausführliche Gebrauchsanleitung nur online

16.
1,8
gut
- 17 Kaffeeprogramme
- Leises Mahlwerk
- Sehr pflegeleicht
- Fest verbaute Metall-Brühgruppe reinigt sich vollautomatisch
- Einfache Bedienung
- Sehr geringer Stromverbrauch im Stand-by
- Praktisches Milchsystem mit Becher
- Gute Espresso-Qualität
- Kein Fach für gemahlenen Kaffee
- Bedienungsanleitung etwas knapp
- Einstellung der Milchmenge ungenau
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Ohne irgendeine Form von Kraftstoff, Energie & Co. geht es nicht voran: Das gilt nicht nur für Autos, sondern auch für Menschen. Für viele ist Kaffee der beliebteste Treibstoff. Laut der von der Techniker Krankenkasse in Auftrag gegebenen Forsa-Studie "Iss was, Deutschland" tanken vier von fünf deutsche Erwachsene mindestens mehrmals wöchentlich den Bohnenaufguss. Der komfortabelste und vielseitigste Lieferant für leckere Espressi, Cappuccini und dergleichen ist der Kaffeevollautomat. Hier gibt es sowohl große Geräte für den Haushalt oder die eigene Garage als auch kompakte Maschinen, die sich für Camping-Trips mit dem Reisemobil eignen. AUTO BILD hat 48 aktuelle Kaffeevollautomaten getestet und verrät, welche Modelle sich für Sie lohnen.
- Die Bedienung eines Kaffeevollautomaten gelingt vergleichsweise einfach und erfordert von den Nutzerinnen und Nutzern wenig Vorkenntnisse, um gute Kaffeegetränke zu beziehen. Somit erweisen sich die Geräte als idealer Mittelweg zwischen Siebträgermaschinen und Kapselmaschinen.
- Jeder Kaffeevollautomat verfügt über ein Mahlwerk, das die ganzen Kaffeebohnen zu jeder Zubereitung automatisch zerkleinert. Dadurch bekommen Sie stets frischen Kaffee in die Tasse.
- Viele Kaffeevollautomaten bereiten auch Kaffeespezialitäten mit Milch wie Cappuccino, Latte macchiato und Flat White zu. Bei der Art der Milchsysteme gibt es große Unterschiede: Manche Maschinen nutzen dafür einen Becher ohne Schlauch und separatem Auslauf. Andere Vollautomaten geben die aufgeschäumte Milch über einen Cappuccinatore im Zentralauslauf aus. Günstigere Modelle setzen auf eine klassische Milchdüse.
- Im Durchschnitt bieten die Kaffeevollautomaten in diesem Test eine Auswahl von knapp zwölf Kaffeeprogrammen an. Ein Drittel der Geräte kommt mit nicht mehr als fünf programmierten Getränken, mehr als die Hälfte übertrifft die "Sehr gut"-Grenze von mindestens zehn Spezialitäten.
- Neben Kaffeevollautomaten durchschnittlicher Größe gibt es auch einige kompaktere Maschinen, die sich fürs Camping eignen. Sperrige Geräte parken Sie lieber in der Küche oder in der Garage.
- Der Preis für einen Kaffeevollautomaten hängt von der Ausstattung, Auswahl und Funktionalität sowie dem Hersteller ab. Einstiegsgeräte bekommen Sie in der Regel für bis zu 400 Euro. Danach beginnt die Mittelklasse, die bis etwa 700 Euro geht. Maschinen der Oberklasse kosten in etwa bis zu 1000 Euro. Vollautomaten aus dem Premiumsegment starten bei etwa 1000 Euro und können zum Teil die 3000-Euro-Marke knacken.
Die Bedienung über das 3,5-Zoll-Touchdisplay funktioniert einwandfrei, die Kaffeequalität ist sehr hoch und das schlauchlose Milchsystem mit dem LatteCrema-Becher liefert zudem hervorragenden Milchschaum. Mit einer Breite von 24,5 Zentimetern nimmt das Gerät auch nicht allzu viel Platz weg. Zu guter Letzt kostet der DeLonghi Rivelia derzeit keine 800 Euro (Stand: Mai 2024) – ein echter Kampfpreis für so viel Ausstattung und Leistung.

Für den Bohnenwechsel drehen Sie den Bohnenbehälter des DeLonghi Rivelia einfach raus, entfernen die Bohnen im Mahlwerk und drehen den zweiten Behälter ein.
Bild: AUTO BILD
Der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55 bietet hohe Kaffeequalität und simple Bedienung per Drucktasten zum attraktiven Preis. Neben dem LatteCrema-Milchsystem bringt der Mittelklasse-Kaffeevollautomat eine für das Preissegment vielfältige Getränkeauswahl mit. Unter den zehn Kaffeeprogrammen findet praktisch jeder etwas. Die Ausstattung kann sich sehen lassen, und dank der kompakten Maße (34,8 x 23,6 x 42,9 cm; Höhe x Breite x Tiefe) eignet sich das Gerät auch fürs Camping. Einzig das relativ laute Mahlwerk, welches bei der Espressozubereitung Geräuschpegel von bis zu 78 Dezibel (dB) erreicht, fällt negativ auf. Nichtsdestotrotz ist der aktuelle Preis von rund 460 Euro (Stand: Mai 2024) mehr als gerechtfertigt.

Die Position und die Länge des Ausgabestutzens vom LatteCrema-Becher lässt sich beim DeLonghi Dinamica an die Tassen, Becher und Gläser unter dem Auslauf anpassen.
Bild: AUTO BILD
Damit ein Kaffeevollautomat im Test von AUTO BILD überzeugt, müssen er in verschiedenen Disziplinen punkten. Folgende Aspekte spielen dabei eine wichtige Rolle:
- Ausstattung: Wir untersuchen bei den Kaffeevollautomaten, wie hoch und wie niedrig sich der Zentralauslauf einstellen lässt und ob der Doppelbezug möglich ist. Ein Fach für vorgemahlenen Kaffee – zum Beispiel für gelegentliche entkoffeinierte Getränke – und die Möglichkeit, einen Wasserfilter zu installieren, werden ebenfalls gerne gesehen.
- Kaffeeprogramme: Wenn es um die Auswahl der vorinstallierten Kaffeegetränke geht, gilt die Devise: je mehr, desto besser. Ab zehn Programmen bekommt ein Kaffeevollautomat die Bestnote.
- Bedienung und Funktionen: Unabhängig davon, ob der Kaffeevollautomat sich per Druckknöpfe, Drehregler, Sensortasten oder Touchdisplay steuern lässt: Eine umständliche und langsame Handhabung sowie eine schwerfällige Menünavigation können die Freude am Gerät rasch mindern. Auch die Bedienungsanleitung darf nicht zu knapp sein. Bei den meisten Kaffeevollautomaten kann die Menge des Kaffees individuell eingestellt werden, und bei Geräten mit Milchsystem ist dies üblicherweise auch für die Menge der Milch möglich. Ebenso sollte die Möglichkeit bestehen, die Brühtemperatur sowie den Mahlgrad des Kaffees zu justieren. Nutzerprofile und ein Speicher für Lieblingsgetränke werden ebenfalls belohnt.
- Kaffeequalität: Für unseren Geschmackstest bewerten wir die Qualität des Espresso und der Crema. Dazu verwenden wir 100-Prozent-Arabica-Bohnen mit süßen Geschmacksnoten und mittlerem Röstgrad, da reine Arabica-Bohnen keine künstlich aufgebauschte Crema produzieren. Außerdem werden die Standardeinstellungen für Menge und Stärke genutzt sowie der Mahlgrad optimiert. Bei der Espresso-Verkostung achten wir insbesondere auf den Gesamteindruck, die Betonung der Geschmacksnoten, die Stärke, die Balance von Säure und Bitterkeit sowie das Mundgefühl, die Temperatur und den Geruch. Die Crema muss sowohl in puncto Dichte, Farbe, Stabilität als auch Konsistenz und dem Aroma überzeugen.
- Milchsystem: Wenn ein Kaffeevollautomat über ein Milchsystem verfügt, stellt sich die Frage nach dessen Bedienkomfort und der Qualität des Milchschaums. Einige Maschinen bieten lediglich eine einfache Düse zum Aufschäumen der Milch, während andere Modelle den Milchschaum über einen Cappuccinatore im Milchauslauf ausgeben. Letztere Varianten bringen zusätzlich einen Gummischlauch, häufig eine Lanze aus Kunststoff oder Edelstahl und zum Teil einen Milchbehälter mit. Praktisch zu bedienen sind zudem die Geräte mit einem separaten Milchbecher mit eigenem Auslaufstutzen.
- Reinigung: Bei der Pflege eines Kaffeevollautomaten ist es wichtig, dass das Gerät Ihnen die Arbeit so weit wie möglich abnimmt. Es ist von Vorteil, wenn sich die Wasserhärte individuell anpassen lässt, um Kalkablagerungen im Tank und in den Leitungen vorzubeugen. Zudem sind automatisch ablaufende Reinigungs- und Entkalkungsprogramme sehr praktisch. Die manuelle Säuberung des Gehäuses und der Einzelteile wie der Abtropfschale und des Wasserbehälters sollte ebenfalls mühelos von der Hand gehen. Hinsichtlich der Brühgruppe gehen die Meinungen auseinander: Manche bevorzugen eine fest eingebaute Brühgruppe, die sich automatisch reinigt. Andere mögen lieber Brühgruppen, die eigenhändig entnommen und abgespült werden müssen. Wir tendieren hier zur erstgenannten Variante.
- Technik: Ein Kaffeevollautomat sollte nicht allzu laut bei der Zubereitung sein und sich beim Stromverbrauch im Betrieb und im Stand-by zurückhalten. Letztlich belohnen wir auch Maschinen, die kompakt gebaut sind und damit problemlos in Wohnmobile hineinpassen.
Zwar ist der Siemens EQ 900 TQ907D03 mit Abmessungen von 39,2 x 31,5 x 47 cm (Höhe x Breite x Tiefe) und einem Gewicht von 13 Kilogramm kein idealer Camping-Begleiter. Dafür hat der Premium-Kaffeevollautomat einiges auf dem Kasten. Dazu zählen je zwei Bohnenkammern und elektronisch verstellbare Mahlwerke. Besonders praktisch ist auch das Milchsystem: Der Behälter wird einfach links in die Maschine gesteckt, der Milchschaum wird dann über den Zentralauslauf ausgegeben. Mit Schläuchen müssen Sie nicht hantieren.
Dazu liefert der EQ 900 herausragenden Espresso, bietet über das 6,8-Zoll-Touchdisplay zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und eine üppige Getränkeauswahl und lässt sich auch kinderleicht per "Home Connect"-App am Smartphone oder Tablet steuern. Mit einem Preis von etwa 2070 Euro (Stand: Mai 2024) gehört der TQ907D03 allerdings zu den teureren Kaffeevollautomaten.

Mit aktiviertem "Barista"-Modus können Sie beim Siemens EQ 900 zahlreiche Getränkeparameter verstellen.
Bild: AUTO BILD
Seit einigen Jahren gehört der Philips 5400 Series LatteGo zu den beliebtesten Kaffeevollautomaten auf dem Markt. Ein Grund dafür ist das namensgebende LatteGo-Milchsystem. Das besteht aus einem handlichen Becher, der einfach an die Heißwasserdüse links neben dem Zentralauslauf eingehakt wird und den etwas grobporigen Milchschaum über einen kleinen Stutzen von der Seite in die Tassen gibt. Hinzu kommt die simple Bedienung per Sensortasten und kleinem Bildschirm sowie das ausgeklügelte Reinigungskonzept. Zwar könnte der Espresso noch eine Idee besser schmecken. Dafür macht sich der Philips 5400 Series LatteGo nicht so breit und kostet zurzeit gerade einmal 575 Euro (Stand: Mai 2024) – ein mehr als fairer Kurs.

Beim Philips 5400 Series LatteGo können Sie zwischen zwölf Kaffeeprogrammen auswählen.
Bild: AUTO BILD
Wer gelegentlich gerne Kaffeespezialitäten mit süßem Milchschaum trinkt, ist mit dem Jura S8 (EB) gut beraten. Dank der "Sweet Foam"-Funktion lassen sich diese Getränke mit wenig Mühe zubereiten. Dafür wird eine der beiden mitgelieferten Kartuschen mit Sirup befüllt, an den separaten Milchkaffeeauslauf gesteckt und dann das gewünschte Programm mit aktivierter "Sweet Foam"-Funktion gestartet. Daneben glänzt zudem das Premium-Mahlwerk "P.A.G.2" (Personal Automatic Grinder 2), das sich unabhängig vom Mahlvorgang einstellen lässt und hervorragende Arbeit leistet.
Weitere Pluspunkte sind die simple Handhabung per Touchdisplay, die gute Auswahl an Kaffeeprogrammen und die praktische App-Steuerung. Allerdings ist die Maschine etwas schwer, sperrig und stromhungrig. Dafür hält sich der Pflegeaufwand durch das Reinigungsset für das Milchsystem und die fest verbaute Metall-Brühgruppe sehr in Grenzen. Deshalb geht auch der Preis von 1490 Euro (Stand: Mai 2024) in Ordnung.

Wenn Sie die "Sweet Foam"-Funktion des Jura S8 (EB) verwenden, vermischt sich die aufgeschäumte Milch vor der Ausgabe mit dem Sirup in der Kartusche.
Bild: AUTO BILD
Für eine kühle Abwechslung sorgt der Krups Intuition Experience+. Das Top-Modell der deutschen Tochter des französischen Haushaltsgeräteherstellers Groupe SEB bietet neben 14 heißen Kaffeespezialitäten auch drei Programme für kalte Kaffeegetränke. Die Highlights hören dabei auf die Namen Frappé und Nitro Kaffee, die zwar wenig mit den Originalrezepten zu tun haben, aber eine leckere Erfrischung bieten. Abgesehen davon schmecken auch die anderen Getränke, und die Bedienung geht leicht von der Hand. Zudem macht der Kaffeevollautomat wenig Lärm und ist recht kompakt gebaut. Preislich bewegt sich der Krups Intuition Experience+ derzeit bei knapp 900 Euro (Stand: Mai 2024).

Bild: AUTO BILD
Der Tchibo Esperto 2 Milk ist eine kompakte Alternative für Küchen und Camping-Wagen mit begrenztem Platz. Trotz seiner sehr geringen Maße (33,6 x 18 x 43,3 cm; Höhe x Breite x Tiefe) serviert der Einstiegs-Kaffeevollautomat guten Espresso und ordentlichen Caffè crema. Mit dem Milchsystem lassen sich zudem leckere Cappuccini zubereiten. Allerdings müssen Sie ohne Wasserfilter und Selbstreinigungsprogramm auskommen sowie mit dem recht lauten Mahlwerk leben. Dafür kostet der Tchibo Esperto 2 Milk momentan nur 320 Euro (Stand: Mai 2024) und ist häufig für weniger als 300 Euro im Angebot.

Bild: AUTO BILD
Irgendwo zwischen Kaffeevollautomat, Siebträger und Kapselmaschine platziert sich die Hybrid-Kaffeemaschine Nivona Cube 4. Im Praxis-Test hat der Halbautomat vor allem dank seines ausgefallenen Click-Cup-Konzepts mit "Sehr gut" abgeschnitten. Beim Click Cup handelt es um eine zylinderförmige Brühkammer, die wie eine Brühgruppe arbeitet, aber im Stile eines Siebträgers vorne unter die integrierte Mühle und anschließend den Auslauf gesteckt wird. Der Espresso aus der Maschine konnte in allen Belangen punkten, auch der Reinigungsaufwand ist herrlich gering. Zudem passt der Nivona Cube 4 mit Maßen von 32 x 21 x 21 cm (Höhe x Breite x Tiefe) in fast jede Ecke, sieht schick aus und wiegt keine 5 kg. Derzeit kostet die Maschine knapp 460 Euro (Stand: Mai 2024).

Bild: AUTO BILD
Testsieger
Preis-Leistungs-Sieger
Nützliches Wissen rund um Kaffeevollautomaten
Wie finden Sie den perfekten Mahlgrad?
Bis auf wenige Ausnahmen verstellen Sie den Mahlgrad nur während des Mahlvorgangs. Andernfalls könnte die Mühle beschädigt werden. Wir empfehlen, zunächst die feinste Mahlstufe auszuwählen. Ist der Kaffee damit zu sauer, stellen Sie einen gröberen Mahlgrad ein. Wird es dann wieder zu bitter, wählen Sie eine feinere Mahlstufe aus. So tasten Sie sich nach und nach an den für Sie optimalen Mahlgrad heran.
Welche Kaffeebohnen sind die richtigen für einen Vollautomaten?
Stellen Sie sicher, dass die Kaffeebohnen auch für den Einsatz mit Kaffeevollautomaten gedacht sind. Verwenden Sie definitiv keine karamellisierten Bohnen oder Filterkaffeesorten. Es ist außerdem wichtig, dass der Kaffee unter Einhaltung von Bio-Standards produziert und fair gehandelt wird. Beachten Sie, dass Bohnen mit sehr heller Röstung tendenziell einen säuerlichen Geschmack im Kaffee hervorrufen können, während sehr dunkle Röstungen oft zu einem bitteren Ergebnis führen. Für den Vollautomaten eignen sich am besten Kaffeesorten mit einer mittleren Röstung und Geschmacksnoten von Schokolade oder Karamell. Generell gilt zudem: Wer Bohnen für 5 Euro das Kilo einfüllt, bekommt auch entsprechend unterwältigenden Kaffee serviert – egal wie gut der Vollautomat ist. Geben Sie also lieber ein bisschen mehr Geld aus. Gute Kaffeebohnen gibt es für in etwa 20 Euro aufwärts.
Wie wird die Brühgruppe gereinigt?
Sofern sich die Brühgruppe in Ihrem Kaffeevollautomaten entnehmen lässt und nicht fest verbaut ist, spülen Sie die Brüheinheit etwa einmal wöchentlich unter warmen, fließenden Wasser ab. Bei größerer Verschmutzung können Sie die Brühgruppe anschließend zehn Minuten lang in ein warmes Wasserbad legen, danach noch mal abspülen und schließlich an der Luft trocknen lassen. Verwenden Sie auf keinen Fall Spülmittel oder dergleichen bei der Reinigung der Brüheinheit. Andernfalls könnten Sie das Silikonfett entfernen und die Brühgruppe bei der nächsten Nutzung beschädigt werden.
Wie sieht die tägliche Pflege eines Kaffeevollautomaten aus?
Die Abtropfschale und den Tresterbehälter sollten Sie täglich entleeren und ausspülen, einmal die Woche lohnt sich auch der Griff zu Geschirrbürste und Spülmittel. Füllen Sie täglich frisches Wasser in den Tank ein. Wir raten außerdem dazu, eine Wasserfilterpatrone zu installieren, falls der Kaffeevollautomat das erlaubt. Wenn der Bohnenbehälter leer ist, können Sie das Fach mit einem feuchten Tuch durchwischen. Mit der weichen Seite eines Küchenschwamms lässt sich der Zentralauslauf einfach reinigen. Etwaige Milchsysteme inklusive Cappucinatore, Schlauch, Lanze und/oder Becher sollten täglich mit warmem Wasser und Spülmittel gesäubert werden. Das Gehäuse reinigen Sie bei Bedarf mit einem feuchten Tuch.
Wie oft muss ein Kaffeevollautomat gereinigt und entkalkt werden?
Die meisten Kaffeevollautomaten mit einem automatisch ablaufenden Selbstreinigungsprogramm weisen Sie darauf hin, wenn die Reinigung ansteht. Im normalen Haushaltsgebrauch passiert das etwa alle zwei bis vier Wochen. Gleiches gilt für die Entkalkung. Falls dem nicht so ist, entkalken Sie die Maschine mindestens einmal im Monat und befolgen die Anweisungen in der Betriebsanleitung.
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