Motorradrückspiegel im Test
Für mehr Rücksicht: Das ist der beste Motorradrückspiegel!
AUTO BILD testet Motorradrückspiegel aus dem Zubehör: Welche Modelle bieten beste Sicht, gute Qualität und überzeugen optisch?
- Dirk Mangartz
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1.
SW-Motech
Kurzes Spiegelset
1,2
sehr gut
- extrem hochwertige Verarbeitung – Aluminium-CNC-gefräst
- Spiegelarme aus stufenlos verschiebbaren Elementen
- 30 Millimeter ausfahrbar
- sehr hoher Preis für ein echtes Qualitätsprodukt

2.
Daytona
X "D-MIRROR-10"
1,4
sehr gut
- sehr stabile und präzise Ausführung
- durch Gehäusebefestigung ist vielfältige Einstellung gewährleistet
- keinerlei Vibrationen feststellbar
- relativ hoher Preis

3.
Highsider
Montana
1,4
sehr gut
- übscher konifizierter Haltearm
- sehr gut verarbeitet
- stabiles zusätzliches Gelenk
- Vollalu
- keine, aber kostet seinen Preis

4.
Dock66
Custom Spiegel rund 4" chrom
1,7
gut
- Arm und Gelenk am Spiegelgehäuse können fixiert werden
- fairer Preis
- lange Haltbarkeit
- schlichter Aufbau

5.
evermotor
Motorrad Spiegel
2,4
gut
- klassische Optik
- robustes Alumiumgehäuse
- Preis-Leistungsverhältnis
- Montage oberhalb des Lenkers nicht bei schmalen Lenkern möglich
- etwas unterdimensioniertes Gelenk
- auf unebenem Belag leichte Víbrationen

6.
Area1
Universal Motorrad Rückspiegel
2,4
gut
- dank dicker Strebe und klobiger Ausführung einigermaßen Vibrationsfest
- Vollkunststoffspiegel der einfacheren Machart
- sehr schmales Spiegelende, daher eingeschränkte Sicht
- mäßig verarbeitet
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Viele serienmäßige Motorradspiegel sind funktional, wirken optisch aber oft wenig überzeugend. Zubehörmodelle versprechen mehr Stil am Lenker und sollen gleichzeitig eine klare, vibrationsarme Sicht nach hinten bieten. Doch wie gut sind die Alternativen im Fahrbetrieb und im Alltag wirklich?
Motorradrückspiegel zählen zu den am häufigsten ausgetauschten Teilen am Motorrad. Kein Wunder, dass der Markt unübersichtlich und das Angebot vielfältig ist. AUTO BILD hat verschiedene Motorradrückspiegel getestet und zeigt, welche Modelle mit guter Sicht, stabiler Verarbeitung und stimmiger Optik überzeugen.
Das Wichtigste in Kürze
- Einsatz: Zubehör-Rückspiegel ersetzen Serienteile und verbessern je nach Modell Sicht, Stabilität und Optik.
- Montage: Wichtig sind passende Gewinde (meist M10) und eine stabile Befestigung – auch gesetzliche Vorgaben wie Mindestabstand und E-Prüfzeichen müssen erfüllt sein.
- Testergebnisse: Große Unterschiede zeigen sich bei Verarbeitung, Vibrationsverhalten und tatsächlicher Rücksicht – günstige Modelle schwächeln oft.
- Vorab: Gute Spiegel sind meist teurer, bieten dafür aber klare Sicht, hochwertige Verarbeitung und zuverlässige Funktion im Alltag.
Das kurze Spiegelset von SW-Motech zeigt im Test eindrucksvoll, was in dieser Klasse möglich ist. Gefertigt aus gefrästem Aluminium und mit makelloser Verarbeitung hebt es sich klar vom übrigen Feld ab – ein Premiumprodukt, das optisch Akzente setzt, aber auch funktional in allen Kriterien überzeugt und die sehr gute Note 1,2 erhält.
Das ausreichend große, ECE-geprüfte Glas bietet eine klare Sicht nach hinten. Die beiden Gelenke lassen sich präzise einstellen, die variable Armlänge sorgt für zusätzliche Flexibilität. Im Fahrbetrieb bleibt der Spiegel selbst bei hohem Tempo und auf schlechten Straßen absolut stabil und frei von Vibrationen. Lediglich die etwas spezielle Befestigung dürfte nicht jedem gefallen. Insgesamt liefert SW-Motech jedoch ein rundum überzeugendes Gesamtpaket und sichert sich damit verdient den Testsieg.
Preis-Leistungs-Sieger des AUTO BILD Motorrad-Rückspiegel-Tests (2026): Area1 Universal Motorrad Rückspiegel
Der Area1-Spiegel zeigt im Test, dass brauchbare Funktion nicht viel kosten muss. Für einen sehr günstigen Preis liefert das Set insgesamt solide Ergebnisse und sichert sich damit den Preis-Leistungs-Sieg. Im Fahrbetrieb bleibt der Spiegel dank dicker Strebe und robuster Bauweise zumindest weitgehend vibrationsarm.
Seine Stärken liegen klar im Alltag: Das große Spiegelglas, die langen Halter und zusätzliche Einstellmöglichkeiten sorgen für eine gute Sicht nach hinten. Abstriche gibt es jedoch bei der Verarbeitung – die einfache Kunststoffausführung mit sichtbaren Graten wirkt wenig hochwertig. Insgesamt reicht das noch für die Note 2,4 (gut). Der Area1 bietet damit viel Funktion fürs Geld und ist unsere Empfehlung für preisbewusste Fahrer.
Als Testmotorrad haben wir eine Moto Guzzi V7 Ambassador von 1970 gewählt. Vorteil ist ihr überbreiter Lenker, der die Montage je eines Exemplars jedes Testteilnehmers problemlos ermöglichte. Die acht gleichzeitig montierten Spiegel waren dabei nur für unsere Fotoproduktion relevant – getestet haben wir sie einzeln, nacheinander auf der Landstraße, über Kopfsteinpflaster und auf der Autobahn.

Die Montage gut verarbeiteter Spiegel klappt bei hochwertigen, besser verarbeiteten Modellen einfacher als bei den günstigen Alternativen.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger
Aufgrund des Alters der Maschine durften wir unsere Testfahrten legal mit nur einem linken Spiegel durchführen (siehe "Gesetzeslage"), was für die Beurteilung vollkommen ausreicht. Einige Fahrten absolvierten wir dennoch mit zwei Rückspiegeln. Zum einen wollten wir prüfen, ob es spür- oder messbare Unterschiede – etwa bei Montage, Sicht oder Vibrationsverhalten – zwischen linker und rechter Seite gibt (gibt es nicht). Zum anderen fühlt man sich mit zwei Spiegeln schlicht sicherer, auch wenn rechtlich ein einzelner ausreicht.

Zwei Spiegelarme und ein Unterschied wie Tag und Nacht – aber die Optik bleibt natürlich Geschmacksache.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger
Darüber hinaus haben wir bewertet, wie leicht sich die Spiegel montieren lassen, wie gut sie verarbeitet sind, welches Zubehör beiliegt und wie vielfältig sie sich einstellen lassen. Und ganz entscheidend: wie gut der Bereich hinter dem Motorrad sichtbar bleibt. Designaspekte haben wir bewusst nur gering gewichtet – zu unterschiedlich sind die Geschmäcker.

Wichtig für eine gute Sicht ist nicht nur eine ausreichend große Spiegelfläche, sondern auch, dass das Glas möglichst wenig vibriert. Um das zu testen, fuhren wir mit jedem Modell eine identische Teststrecke mit teilweise hohen Geschwindigkeiten.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger
Mit dem kurzen Spiegelset von SW-Motech sichert sich ein echtes Premiumprodukt den Testsieg. Die Verarbeitung aus gefrästem Aluminium ist makellos, beide Gelenke lassen sich präzise einstellen, und die variable Armlänge sorgt für maximale Anpassbarkeit. Im Fahrtest bleibt der Spiegel unter allen Bedingungen stabil und liefert eine durchweg klare Sicht nach hinten – die Referenz im Testfeld.

Nicht nur die Optik, auch die Verarbeitungsqualität der Spiegel ist zum Teil sehr unterschiedlich – deshalb prüfen wir zum Beispiel auch, wie konstant die Spiegeleinstellung bei Fahrtwind und Motorvibrationen bleibt.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger
Dahinter folgen Daytona und Highsider auf Augenhöhe. Beide überzeugen mit sehr guter Verarbeitung, ausreichend langen Spiegelarmen und vibrationsfreiem Verhalten selbst bei höheren Geschwindigkeiten. Während der Daytona besonders sauber gefertigt ist und mit asymmetrischer Aufnahme punktet, bietet der Highsider dank zusätzlichem Gelenk besonders viele Einstellmöglichkeiten.

Bild: AUTO BILD / Sven Krieger
Im Mittelfeld zeigt sich ein gemischtes Bild: Der Dock66 liefert als klassischer Stahlspiegel eine solide, stabile Performance, verlangt aber gelegentliches Nachjustieren der Schrauben. Der evermotor hingegen fällt durch seinen extrem kurzen Arm ab – trotz ordentlicher Verarbeitung ist die Sicht nach hinten oft eingeschränkt, weil die Schulter im Weg ist.

Für jeden Geschmack etwas dabei – natürlich mit E Prüfzeichen. Nur geprüfte Modelle, die eine ausreichend dimensionierte Spiegelfläche haben, dürfen im Straßenverkehr verwendet werden.
Bild: AUTO BILD / Sven Krieger
Am unteren Ende des Feldes landen Kemimoto, Goofit und Area1 mit identischer Bewertung. Der Kemimoto schwächelt vor allem durch einfache Materialien, sichtbare Verarbeitungsmängel und ein ungünstig geformtes Spiegelglas, das die Sicht einschränkt. Der Goofit ist zwar stabil und vibrationsarm, wirkt jedoch grob verarbeitet und lässt sich nur umständlich einstellen. Der Area1 punktet immerhin mit guter Sicht und brauchbarer Funktion, muss sich aber Kritik an einfacher Kunststoffbauweise und sichtbaren Graten gefallen lassen.
Motorrad-Seitenspiegel im Vergleich
Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Motorradspiegel aus dem Zubehör sind mehr als nur ein optisches Upgrade – sie entscheiden über Sicht und damit auch über Sicherheit. Der Test zeigt: Hochwertige Modelle wie der Testsieger von SW-Motech überzeugen mit präziser Verarbeitung, stabiler Mechanik und klarer Sicht nach hinten. Auch Daytona und Highsider liefern hier ein sehr hohes Niveau.
Wer weniger ausgeben möchte, findet durchaus funktionale Alternativen. Der Preis-Leistungs-Sieger von Area1 zeigt, dass solide Sicht und brauchbare Alltagstauglichkeit auch zum kleinen Preis möglich sind – allerdings mit Abstrichen bei Verarbeitung und Material.
Wir sind uns sicher: Hier lohnt sich die Investition in Qualität. Für eine rein optische Aufwertung reichen jedoch auch günstigere Modelle.
Testsieger (2026): SW Motech Kurzes Spiegelset
Preis-Leistungs-Sieger (2026): Area1 Universal Motorrad Rückspiegel
Hinweis
Dieser Produkttest wurde unterstützt von Dock66 und Daytona. Unsere Standards zu Transparenz und journalistischer Unabhängigkeit finden Sie hier.
Alles Wissenswerte zu Motorrad Rückspiegeln
Welcher ist der beste Motorradrückspiegel?
Im Test überzeugt das Spiegelset von SW-Motech mit der besten Gesamtleistung. Es bietet eine sehr hochwertige Verarbeitung, präzise Einstellmöglichkeiten und eine klare, vibrationsfreie Sicht nach hinten.
Welcher Motorradspiegel bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Der Area1-Spiegel sichert sich den Preis-Leistungs-Sieg. Er liefert solide Ergebnisse im Alltag und eine gute Sicht, zeigt aber Schwächen bei Material und Verarbeitung.
Worauf sollte man beim Kauf von Motorradspiegeln achten?
Wichtig sind ein ausreichend großes Sichtfeld, ein stabiler und vibrationsarmer Aufbau sowie gute Einstellmöglichkeiten. Außerdem müssen die Spiegel zum Motorrad passen (Gewinde, Befestigung) und ein E-Prüfzeichen besitzen.
Sind Zubehörspiegel überhaupt erlaubt?
Ja, sofern sie ein gültiges E-Prüfzeichen haben und korrekt montiert sind. Zudem müssen gesetzliche Vorgaben wie Mindestgröße und Abstand eingehalten werden.
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