Winterreifen: 225/55 R 17 im Test
SUV-Winterreifen im Test: Welche Modelle halten, was sie versprechen?

AUTO BILD checkt Winterreifen in 225/55 R17 für kompakte SUVs und zeigt, welche Modelle auf Schnee, Eis, Nässe und trockener Straße überzeugen.
Bild: Anuscha Sonntag / AUTO BILD
- Dierk Möller
- Martin Braun
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Das Sprichwort „Wer billig kauft, kauft zweimal“ gilt beim Reifenkauf nur bedingt. Auch wenn günstige Reifen nicht sofort überzeugen, werden sie von vielen Autofahrern jahrelang gefahren. Ein schneller Wechsel zu teuren Premiumreifen ist selten. Umso wichtiger sind unabhängige Tests. Der AUTO-BILD-Winterreifentest zeigt: Mit einem Modell der Marke Duraturn lassen sich im Vergleich zu Michelin bis zu 385 Euro sparen. Gleichzeitig wird deutlich, dass günstige Reifen langfristig nicht immer die beste Lösung sind. Bereits 2020 testete AUTO BILD Winterreifen in 225/55 R17 – mit weiterhin relevanten Ergebnissen.
Das Wichtigste in Kürze
- Preisfrage: Billigreifen wirken auf den ersten Kilometern oft schwach, bleiben aber jahrelang am Auto. Genau deshalb macht AUTO BILD die großen Tests: Denn beim Thema Sicherheit zeigt sich schnell, wie groß die Unterschiede sind.
- Erkenntnis: Der beste Reifen im Test punktet mit kurzem Bremsweg, stabiler Spurtreue und sicherem Fahrverhalten bei Nässe und Trockenheit. Wer damit unterwegs ist, merkt kaum Unterschiede zum Sommerreifen – auch ohne Schnee.
- Lohnenswert: Gute Modelle kosten mehr, doch sie bieten zuverlässige Haftung und kürzere Bremswege. Gerade auf nassen Straßen trennt sich die Spreu vom Weizen. Billigreifen sparen Geld beim Kauf, nicht aber beim Bremsen
Klar, für die Note "gut" müsste der Maxxis noch besser bremsen, aber katastrophal schlecht schneidet er schon mal nicht ab. Freilich bleibt da noch ein großer Respektabstand zu den alteingesessenen Reifenmarken. Am meisten überzeugt hat uns diesmal der Goodyear. Der spurt nicht nur auf Schnee vortrefflich, sondern lenkt und bremst auch auf nasser und trockener Fahrbahn so gut, dass er hier auch subjektiv beim Fahren einem Sommerreifen nahekommt. Gute Winterreifen zeichnet eines aus: Wenn kein Schnee liegt, merkt man nur wenig Unterschied zum Sommerreifen. (Unseren Winterreifen-Test 2020 mit 50 Reifen im Format 245/45 R 18 finden Sie hier.)

Winterreifen im Format 225/55 R 17 für SUV zeigen im AUTO BILD-Test, ob sie sicher durch Eis und Schnee manövrieren.
Bild: Anuscha Sonntag / AUTO BILD
Goodyear, Bridgestone, Michelin und Vredestein sind in diesem Jahr die Testsiegermarken. Da kostet der Reifensatz zwar zwischen 615 Euro (Michelin) und 500 Euro (Vredestein), aber es lohnt sich. Nicht auf Schnee, denn da überzeugen auch die Billigreifen von Duraturn und Syron. Aber ein Winter besteht gerade in unseren Breitengraden eben nicht nur aus Schnee- und Eiszeit, sondern aus vielen Tagen mit Regen oder längst geschmolzenem Schnee und damit nasser Fahrbahn. Und da trennt sich die Spreu vom Weizen. Es ist bis heute nicht einfach für die Reifenhersteller, eine Gummimischung zu finden, die guten Schneegrip mit guter Nässehaftung verbindet. Doch auch die jungen Reifenhersteller aus Fernost lernen dazu. Das zeigt das Beispiel der Marke Maxxis des taiwanischen Reifenriesen Cheng Shin: Mit 385 Euro pro Reifensatz ist dieser nicht viel teurer als die totalen No-Names, aber so viel besser, dass es am Ende noch für die Gesamtnote "befriedigend" reicht.

Die Billigreifen überzeugen zwar auf Schnee, haben aber auf nasser Fahrbahn zu lange Bremswege.
Bild: Anuscha Sonntag / AUTO BILD
In der Tabelle sehen Sie die Testergebnisse mit den Noten in den Test-Kapiteln "Schnee", "Nässe" und "Trockenheit" sowie unser Gesamturteil. In der Bildergalerie finden Sie außerdem eine Zusammenfassung der wichtigsten Stärken und Schwächen unserer getesteten Winterreifen.
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