AUTO BILD macht den Wischroboter-Test
Sauberkeit auf Knopfdruck
Saubere Böden ohne Mühe: Saugroboter mit Wischfunktion beseitigen Staub und Flecken auf vielen Oberflächen. AUTO BILD hat Modelle aus verschiedenen Preisklassen getestet und die besten herausgefunden.
- Timo Schurwanz
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Info: Bei Notengleichheit in der Bestenliste sortieren wir ab sofort nach unseren internen Testergebnissen, in denen wir auf drei Nachkommastellen genau rechnen.
Für alle, die Wert auf gründliche Reinigung legen, sind Saug- und Wischroboter eine echte Erleichterung im Alltag. Besonders Geräte mit Dockingstation überzeugen, da sie nicht nur saugen und wischen, sondern auch für eine automatische Wasserversorgung und Selbstreinigung sorgen. AUTO BILD hat aktuelle Modelle getestet und zeigt, welche Geräte im Praxiseinsatz glänzen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Wischtechniken den besten Effekt erzielen und worauf Käufer achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze
- Verwendungszweck: Saug- und Wischroboter halten Hartböden wie Laminat, Parkett und Fliesen sauber. Modelle mit Dockingstation versorgen sich mit Wasser, reinigen das Wischmodul selbst und arbeiten weitgehend autonom.
- Testkriterien: Wischleistung auf Flecken, Saugleistung auf Teppich und Hartboden, Navigation und Hinderniserkennung, Teppichschutz, Lautstärke, App-Bedienung, Ausdauer, Wartung, Funktionen der Dockingstation wie Frisch- und Schmutzwasser, Trocknung und Absaugung.
- Testerkenntnisse: Vibrationsplatten wischen gleichmäßig und schonen Teppiche, rotierende Pads schrubben kräftig, neigen aber zu Schlieren. Stationen mit Wasser- und Trocknungsfunktion erhöhen Komfort, günstige Modelle ohne Dock erfordern mehr Handarbeit.
- Kauf-Tipp: Für maximale Autonomie lohnen Stationen mit Wasser- und Absaugfunktion. Wer sparen will, greift zu Geräten ohne Dock und übernimmt Befüllen und Reinigung selbst.
- Gesundheit und Arbeitsschutz: Beim Aufstellen auf sicheren Stand achten, Stolperstellen vermeiden. Schmutzwasser hygienisch entsorgen, keine aggressiven Reiniger in Tanks füllen, Kinder und Haustiere während des Betriebs fernhalten.
Roborock setzt mit dem Roborock S8 Pro Ultra neue Maßstäbe im Bereich des smarten Saugens und Wischens. Als Marktführer baut das Unternehmen seinen Vorsprung mit diesem Topmodell weiter aus. Im Test überzeugte kein anderer Saug- und Wischroboter so sehr in puncto Reinigungsleistung und Intelligenz.
Dreame könnte beim Bot W10 mit dem "W" durchaus für Wischen stehen. Der Dreame Bot W10 (Preis zum Testzeitpunkt: 579 Euro) erweist sich als gründlicher und ausdauernder Wischroboter. Mit seiner intelligenten Reinigungsleistung und praktischen Funktionen bietet er ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Einst als nette Zugabe betrachtet, haben moderne Putzroboter mittlerweile echtes Wischtalent entwickelt. Fast alle aktuellen Modelle sind Hybride, die auch das Wischen übernehmen. Die Tester überprüfen, ob die Geräte den Boden lediglich auf Hochglanz polieren oder auch hartnäckigen Schmutz und eingetrocknete Flecken entfernen können. Dabei ist es wichtig, dass der Teppich trocken bleibt: Bleibt der Roboter brav vom Teppichen fern, oder wischt er ungeniert darüber und setzt den geliebten Flokati unter Wasser?

Größenvergleich (von links nach rechts): Der Ecovacs ragt über die anderen heraus. Im Vergleich dazu erscheint der Dreame kompakt. Noch schlanker sind die Stationen von Roborock und Yeedi.
Bild: AUTO BILD
Schon länger sind Modelle mit einer praktischen Absaugstation auf dem Markt, die automatisch den kleinen Schmutzbehälter des Saugers leert. Die hier getesteten Spitzenmodelle gehen in der Selbstständigkeit noch einen Schritt weiter. Anstelle dessen, dass Nutzerinnen und Nutzer regelmäßig den Staubbehälter im Roboter leeren, den Wassertank auffüllen und die Wischmatte von Schmutz und Gerüchen befreien müssen, übernimmt bei diesen Wisch-Saugrobotern eine Dockingstation diese Aufgaben. Diese zusätzliche Unabhängigkeit wird natürlich besonders positiv bewertet.
Ein hochwertiger Wischroboter muss nicht nur gut wischen, sondern auch effektiv saugen können. Um die Leistungsfähigkeit beim intelligenten Putzen zu prüfen, setzen die Tester nach einigen Erkundungsrunden der Räumlichkeiten für jeden Saugroboter einen "Köder" aus: 100 Gramm Schmutz, bestehend aus 70 Gramm Katzenstreu, 20 Gramm Müsli und 10 Gramm Holzspänen. Dann müssen die Reinigungsroboter zeigen, wie effektiv sie dieses Gemisch von Teppich-, Parkett- und PVC-Boden aufnehmen können. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist, wie sorgfältig die intelligenten Geräte an Ecken und Kanten oder um Tischbeine herum arbeiten. Auch in diesem Bereich prüft AUTO BILD genau hin. Zusätzlich werden Navigation, Bedienung und smarte Funktionen der Geräte, ihre Lautstärke sowie die Ausdauer beim Putzen auf den Prüfstand gestellt.
Wischlappen ziehen
Nahezu jeder halbwegs moderne Saugroboter verfügt über eine integrierte Wischfunktion. Das häufige Problem dabei ist, dass der Roboter den Putzlappen mit wenig Druck hinter sich herzieht und die kleinen Wassertanks an Bord nur wenig Wasser auf den Boden abgeben. In Tests sorgt dies zwar für etwas Glanz, beseitigt jedoch keine hartnäckigen Verschmutzungen.

Mit rotierenden Wischpads anstelle von einem Wischlappen schrubben Ecovacs (Bild), Dreame und Yeedi.
Bild: Ecovacs
Wischmopps rotieren lassen
Spezielle Wischroboter gehen einen Schritt weiter und sind auf der Unterseite nicht mit einem Putzlappen, sondern mit schnell rotierenden Wischpads ausgestattet. Sie bearbeiten Fliesen und Laminat mit mehr Druck, zeigen jedoch gewisse Schwächen. Das Ergebnis ist oft ein kräftiges, aber ungleichmäßiges Wischen, das Schlieren hinterlassen und Kanten auslassen kann. Zudem bleiben die Wischpads oft am Teppichrand hängen.
Wischlappen vibrieren und anheben lassen
Der chinesische Marktführer Roborock geht einen eigenen Weg beim Wischen und setzt auf "VibraRise". Dieses System schrubbt mit bis zu 3000 Rüttelbewegungen pro Minute über den Boden, wobei Vibrationsmodule die Wischplatte ordentlich in Schwung bringen. In Tests erzielte diese Technologie Bestleistungen und entfernte sogar hartnäckige Flecken, die bereits angetrocknet waren. Eine weitere clevere Funktion ist die Möglichkeit, das Wischmodul und den angehängten Wischlappen anzuheben. Dies schont Teppiche und verhindert, dass der Roboter den Schmutz im Wischtuch im Raum verteilt. Mit der Einführung des Roborock S7 wurde diese Wischtechnik eingeführt und ist auch bei den aktuellen Modellen Roborock S8 und Roborock S8 Pro Ultra verfügbar.

Saubermann: Auf der rechten Seite des Bildes strahlen die Fliesen bereits, während auf der linken Seite noch gereinigt werden muss. Dreame (im Bild) überzeugt beim Wischen und saugt fast genauso effektiv wie die teureren Modelle von Ecovacs und Roborock.
Bild: Dreame, AUTO BILD
Bei der Nassreinigung setzen Ecovacs, Dreame und Yeedi in ihren aktuellen Modellen nicht mehr ausschließlich auf einen Wischlappen. Stattdessen kommen jeweils zwei runde Wischpads zum Einsatz, die magnetisch am unteren Teil des Geräts haften. Dank ihrer Fransen nehmen sie effizient Wasser auf und rotieren mit etwas Druck über den Boden. Im Test zahlte sich dies aus: Dort, wo andere Sauger zu zögerlich und trocken wischten, sorgten diese Modelle bei Parkett und Laminat nach dem Schrubben für beeindruckenden Glanz. Auf dunklen Fliesen hinterließen Dreame und Ecovacs leichte, während der Yeedi deutliche Schlieren zeigte. Dies führte dazu, dass sehr hartnäckiger Schmutz und leicht angetrocknete Flecken nach ein bis zwei Reinigungsdurchgängen zwar entfernt waren, der Boden jedoch nicht immer makellos aussah.
Beim Reinigen wurde ausschließlich Leitungswasser verwendet. Lediglich der Dreame L10s Ultra verfügt in seiner Station über einen schmalen Behälter, der dem Wischwasser Reinigungsmittel zuführt. Bei den anderen Geräten können Putzmittel im Tank die Reinigungsleistung verbessern. Welche Mittel sich eignen und wie Sie Kalkablagerungen vermeiden können, erfahren Sie weiter unten. Positiv zu vermerken ist, dass die meisten Roboter automatisch Teppichböden erkennen und diese beim Wischen aussparen. Im Test verhakte sich jedoch ein Wischpad des Dreame unter der Teppichkante, koppelte sich ab und unterbrach so die Reinigung.
Die Geräte der Roborock S7- und aktuellen S8-Serien setzen auf die klassische Methode: Sie verwenden einen Lappen, der an einer beweglichen Wischplatte befestigt ist und mit Schallvibrationen sowie Schwenkbewegungen über den Boden schrubbt. Diese Methode entfernt die meisten Flecken, sofern sie nicht zu hartnäckig oder angetrocknet sind. Die Roborock-Lösung passt gut zum Konzept des autonomen Putzens, da die "Vibra Rise"-Technik die Wischplatte automatisch anhebt und den Wasserfluss stoppt, sobald sich das Gerät einem Teppich nähert. Dieses präzise und nahtlose Vorgehen ist ein Alleinstellungsmerkmal von Roborock auf Putzmission! Bei Ecovacs, Dreame und Yeedi müssen Benutzer zunächst die Wischpads oder Wischmodule abklemmen, bevor die Roboter in Räumen mit Teppich oder anderer empfindlicher Auslegeware ihre Reinigung starten können.
Wie funktioniert die autonome Reinigung? Das Geheimnis des automatischen Putzens liegt weniger in den Putzrobotern selbst als vielmehr in den mitgelieferten Dockingstationen. Diese haben etwa die Größe eines großen Weinkartons und beanspruchen dementsprechend Platz. Doch dafür unterstützen sie den Roboter bei der Arbeit auf verschiedene Weisen:
Wischwasser nachfüllen
Viele Docks sind mit einem Wassertank ausgestattet. Der Benutzer füllt diesen unter dem Wasserhahn mit Frischwasser auf. Je nach Modell passen dort etwa 3 Liter (Roborock S8 Pro Ultra, Roborock S7 MaxV Ultra, Roborock S7 Pro Ultra und Dreame L10s Ultra) bis gut 4 Liter (Ecovacs Deebot X1 Omni und Dreame W10) hinein. Die Station pumpt regelmäßig Nachschub in den kleinen Tank des Roboters, damit ihm beim Wischen nie das Wasser ausgeht. Bei Roborock und der Yeedi Mop Station lässt sich der Tank herausnehmen und direkt befüllen. Bei Ecovacs ist der Tank fest eingebaut – nur das Dock kann dort Wasser hinzufügen. Beim Dreame W10 hat der Roboter überhaupt kein Wasser an Bord. Der Trick: Vor dem Wischen befeuchtet das Gerät seine runden Pads direkt in der Dockingstation – und kehrt dorthin regelmäßig zurück, um sie erneut zu befeuchten. Auf Wunsch geschieht dies alle 5, 10 oder 15 Quadratmeter oder auch nach jedem gereinigten Raum.

Die Docks (im Bild: Ecovacs) bieten zahlreiche Funktionen: Aufladen des Roboters, Reinigen der Wischmopps, Entleeren der Staubbox, Aufbewahren des Dreckwassers, Nachfüllen von frischem Wischwasser.
Bild: Ecovacs
Wischer reinigen und trocknen
Das Frischwasser hat eine weitere wichtige Funktion. Das Dock reinigt damit vollautomatisch den verschmutzten Wischmopp, um sicherzustellen, dass dieser nicht schimmelt oder Schmutz und Bakterien vom Bad ins Wohnzimmer trägt. In den Parkflächen der Stationen ist immer eine kleine Mini-Waschanlage eingebaut. Bei Ecovacs, Dreame und Yeedi rotieren die Wischer über geriffelte Erhebungen und spülen die Zotteln mit viel Wasser durch. Das dauert knapp zwei Minuten – inklusive intensivem Kratzen und Blubbern. Clever: Damit die Wischer nach der Putztour nicht müffeln oder gar schimmeln, ist im Dock ein Gebläse eingebaut. Das föhnt die feuchten Pads trocken. Dank heißer Luft gelingt dies am besten bei Ecovacs und Dreame. Der Vorgang dauert drei bis fünf Stunden, ist jedoch nur durch ein leises, kaum störendes Surren bemerkbar. Bei Yeedi wirkt die Funktion lieblos: Das Gebläse nutzt nur kalte Luft, ist deutlich hörbar, und selbst nach sechs Stunden sind die Wischer noch feucht. Kaum nachhaltig: Wer die Wischer in die Waschmaschine stecken oder austauschen möchte, schaut bei Dreame und Yeedi in die Röhre. Die Wischmopps sind fest mit den rotierenden Pads vernäht. Besser macht das Ecovacs: Der Hersteller nutzt Klettverschlüsse und liefert sogar Ersatz mit. Roborock verzichtet ganz auf aktives Trocknen, hebt aber immerhin seine Wischplatte an, damit der Lappen an der Luft trocknen kann. Gut: Bei der Mopp-Reinigung kommt hier eine kleine rotierende, fast tanzende Bürste im Dock zum Einsatz, die das Wischtuch kräftig durchschrubbt. So sah es auch nach Wochen fast aus wie neu.
Dreckwasser sammeln
Die Docks der Premium-Putzer von Roborock, Ecovacs, Dreame und Yeedi verfügen über einen zweiten Wasserbehälter gleicher Größe. In diesem sammelt sich das Schmutzwasser, das bei der Mopp-Reinigung entsteht. Bevor der Tank überläuft, warnen die Apps der Hersteller und stoppen die Reinigung. Alle Wasserbehälter sind gut abgedichtet, um sicherzustellen, dass kein muffiger Geruch nach außen dringt. Der Wasserbehälter kann einfach am Tragegriff gepackt und das Dreckwasser in Spüle oder Toilette entsorgt werden.

Bild: Yeedi, AUTO BILD
Staub saugen
Die "einfachen" Docks, bei Ecovacs und Roborock immer mit einem "Plus" oder "+" bezeichnet, kümmern sich aufgrund des fehlenden Wassertanks nicht um das Wassermanagement des Roboters. Stattdessen verfügen sie ausschließlich über eine Absaugfunktion. Die Station saugt regelmäßig die kleine Staubbox leer, in der die Putzhilfe Krümel und Wollmäuse nach Hause bringt. Die Beute landet entweder in einem extragroßen Behälter oder in einem darin hängenden Staubbeutel. Hier müssen sich Nutzerinnen und Nutzer tage- oder wochenlang nicht um das Entleeren kümmern. Nur die teuren Premium-Modelle von Roborock und Ecovacs bieten diese Absaugfunktion zusätzlich zur smarten Wasserversorgung.
Auch das beste Dock nutzt wenig, wenn der Roboter nicht clever ist. In dieser Preisklasse ist smartes Navigieren Pflicht. Dazu sitzt in der Regel oben auf dem Robo ein kleiner "Aussichtsturm" samt Laser, der weit in die Räume guckt und bei der Orientierung hilft. Der günstige Yeedi setzt beim Navigieren auf eine Kamera. Schon beim ersten Kennenlernen der Wohnung kostete das Nerven. Wo die Konkurrenz jeden Raum kurz begutachtete und nach maximal fünf Minuten fertig war, nahm sich der Yeedi knappe zwei Stunden Zeit für die Proberunde.
Die Putzarbeiten lassen sich in den jeweiligen Handy-Apps kontrollieren. Die darin angelegte virtuelle Karte zeigt Zimmer – und bei Roborock und Ecovacs sogar Möbel. Im Grundriss lassen sich detailverliebt Räume benennen, weitere Möbel platzieren sowie Bodenbeläge, Sperrbereiche und Reinigungspläne festlegen. Für den Schnellzugriff können Sie einzelne Putzprogramme zusammenstellen. Dann genügt künftig ein Fingertipp, und der Roboter saugt und wischt – etwa nach dem Frühstück den Bereich um den Esstisch mit der gewünschten Saugstärke und Wassermenge.

In den Smartphone-Apps können Nutzer eine virtuelle Karte der Räume anzeigen, Putzprogramme starten oder, wie bei Roborock (im Bild), Hindernisse entdecken, die von der Kamera erkannt wurden.
Bild: Roborock, COMPUTERBILD
Ohne Smartphone lässt sich die Steuerung per Sprachbefehl realisieren. Der Sauger kann auf Zuruf mit Amazon Alexa und dem Google Assistant gestartet werden. Falls zu Hause kein Smart Speaker vorhanden ist, kann man sich direkt an den Ecovacs Deebot X1 wenden. Hier ist mit Yiko ein eigener Sprachassistent integriert. In ersten Tests zeigte sich, dass Yiko noch etwas lernbedürftig ist – eine echte Herausforderung für etablierte Sprachassistenten wie Alexa.
Im Saugtest mussten alle Kandidaten zeigen, wie effektiv sie Staub und Schmutz aufnehmen können. Die Tester verteilten Katzenstreu, Müsli und Holzspäne auf Teppich- und Laminatboden. Ein Gemisch von 100 Gramm lag bereit, um von den Robotern aufgesaugt zu werden. Das Ergebnis: Der Yeedi saugte mit knapp 84 Gramm am wenigsten auf. Die Konkurrenten schafften mindestens 10 Gramm mehr. Die Premiumsauger von Roborock, Dreame und Ecovacs erwiesen sich als besonders leistungsfähig. Deren Gummirollen durchkämmten sogar den Flokati gründlich und holten viel Dreck aus den Fasern. Dreame leistete hier ebenfalls gute Arbeit. Im Gegensatz dazu blieb der Yeedi oft im Teppich stecken und verweigerte dann seinen Putzdienst.
Die smarten Helfer kümmerten sich in der Regel gewissenhaft um Kanten, Ecken und Tischbeine. Praktischerweise passen viele Modelle die Saugleistung automatisch an den Untergrund an – kräftiger auf tiefem Teppichboden und zurückhaltender auf glattem Belag. Dank der Absaugfunktion gaben Roborock, Ecovacs und der Dreame L10s Ultra beim Saugen erst nach ein paar Wochen nach. Der Dreame W10 und Yeedi benötigten deutlich früher menschliche Hilfe: Ihre kleinen Staubbehälter waren schnell gefüllt und ließen sich nicht entleeren, während der Roboter geparkt war! Um dies zu tun, musste das Gerät oder gleich die gesamte Parkstation aus dem Dock gezogen werden. Daher tendierten die Tester dazu, den Sauger unterwegs abzufangen und die Staubbox vor dem Parken zu reinigen.
Die Extras: Kameras und Hinderniserkennung
Die Roboter können zwar keine unordentliche Wohnung aufräumen, aber die teuren Geräte von Roborock, Dreame und Ecovacs lassen sich von Chaos nicht aus dem Konzept bringen. Eingebaute Kameras und Sensoren überwachen die Putzfahrt "vorausschauend". Dies schonte im Test die schlafende Katze, die teure Bodenvase oder herumliegende Gegenstände. Die Geräte saugten oder stießen diese in der Regel nicht an, sondern umschifften sie geschickt. Zusätzlich gab es in der Karte für jedes störende Objekt eine Markierung plus Foto, damit der Hausherr vor der nächsten Putztour Ordnung schaffen kann. Der Roborock S7 MaxV kann bei Bedarf sogar ein helles Licht einschalten, damit er nie im Dunkeln tappt. Doch es geht noch weiter: Da sich Mikrofone und Lautsprecher zur Kamera gesellen, eignet er sich sogar für Video-Chats. Wer möchte, kann den Roboter per App durch die Räume steuern und beispielsweise den Hund lautstark vom Sofa scheuchen oder die aufmüpfigen Kinder ins Bett schicken. Auf die Tester wirkte die rollende Überwachung jedoch ziemlich befremdlich. Immerhin wird diese Funktion erst durch Drücken der drei Tasten am Gerät aktiviert. Sie ist mit einem Sperrcode gesichert und macht per Sprachansage wiederholt auf sich aufmerksam.
Wer nicht sofort ein kleines Vermögen für die intelligente Nassreinigung ausgeben möchte, kann auf preiswertere Wischroboter ohne Dockingstation zurückgreifen. Zum Beispiel lässt sich dem Ecovacs Deebot T9 für knapp 400 Euro ein effektives Wischen bescheinigen, das viele Flecken, wenn auch nicht alle, beseitigt. Im Test führte das "Ozmo"-Wischen zu besseren Reinigungsergebnissen im Vergleich zu anderen Saugern, die das Wischtuch nur nachlässig und mit wenig Druck hinter sich herzogen. Noch kostengünstiger und ein kleiner Geheimtipp ist der Yeedi Vac 2 Pro. Der Preis für diesen Schnäppchen-Sauger mit einer soliden Wischfunktion beträgt 280 Euro (Stand zum Testzeitpunkt).
Viel aufsaugen, kräftig wischen, clever navigieren – solche Putztalente sind in dieser Preisklasse Pflicht. Richtig smart und selbstständig werden die Sauger erst dank Absaug- und Dockingstation, die sich automatisch um den Staub und die Wischmopps – oder sogar um beides – kümmert. Das autonome Reinigen gelingt dem Roborock S8 Pro Ultra am besten. Er kostete zum Testzeitpunkt rund 1.379 Euro. Wen der hohe Preis abschreckt: Die Modelle Dreame Bot W10 und Ecovacs Deebot T9 um 500 Euro machen ebenfalls einen guten Putzjob. Wer der smarten Haushaltshilfe gerne zur Hand geht und ein schlankes Gerät ohne Absaugstation und Dock sucht, schaut oben in die Bestenliste oder in den Artikel Saugroboter-Test: Smarte Putzhilfen im Vergleich.
Testsieger: Roborock S8 Pro Ultra
Preis-Leistungs-Sieger: Dreame Bot W10
Wissenswertes zu Wischrobotern
Welcher Saug- und Wischroboter ist empfehlenswert?
Der derzeit beste Saugroboter in den Tests von AUTO BILD ist der Roborock S8 Pro Ultra. Ebenfalls sehr empfehlenswert sind der Roborock S7 MaxV Ultra (sein Vorgänger ohne Dock und kameragestützte Gegenstandserkennung) sowie die Modelle von Ecovacs.
Wie teuer sind Saug- und Wischroboter?
Saugroboter mit smarten Funktionen beginnen bei etwa 150 Euro. Zuverlässige Modelle sind ab 300 Euro erhältlich, während Spitzenmodelle mit leistungsstarker Wischfunktion und zahlreichen Extras bis zu 800 Euro kosten können. Für ein umfassendes Dock mit Absaugfunktion und Wasserversorgung liegt der Preisbereich bei bis zu 1.500 Euro.
Welcher Saug-Wisch-Roboter ist effektiv bei der Entfernung von Tier- und Hundehaaren?
Für die Entfernung von Tier- und Hundehaaren ist ein Gerät mit hoher Saugkraft, einem großzügigen Schmutzbehälter und widerstandsfähigen Gummirollen ohne Borsten, in denen sich Haare nicht verfangen können, empfehlenswert. Diese Eigenschaften bieten beispielsweise die Spitzenmodelle von Ecovacs, Roborock sowie der Eufy RoboVac X8 Hybrid.
Welcher Saugroboter eignet sich gut für die Reinigung von Teppichböden?
Für das Saugen auf Teppich empfiehlt sich ein Gerät mit hoher Saugleistung und einer Wischfunktion, die mithilfe einer Teppicherkennung entweder die Teppichflächen meidet oder die Wischplatte automatisch anhebt. Hierbei zeigen vor allem die Modelle von Ecovacs und Roborock herausragende Leistungen.
Kann ein Saug-Wisch-Roboter Türschwellen überwinden?
Alle im Test geprüften Saugroboter bewältigen Kanten und Türschwellen bis zu einer Höhe von zwei Zentimetern. Bei geschickten Manövern können sie auch mal drei Zentimeter überwinden. Höhere Hindernisse sind für die getesteten Saugroboter nicht zugänglich.
Wie lange hält die Akkulaufzeit eines Saug-Wisch-Roboters?
Es gibt Modelle, die mit einer Ausdauer von bis zu drei Stunden pro Akkuladung das Saugen selbst größerer Wohnungen ermöglichen, vorausgesetzt, eine intelligente Navigation sorgt für effizientes Reinigen. Einige Saugroboter müssen bereits nach 90 Minuten zur Ladestation zurückkehren, was für etwa 80 Quadratmeter ausreicht. Besonders praktisch sind selbstständige Sauger, die automatisch zur Ladestation zurückkehren, den Akku aufladen und die Reinigung an der Stelle fortsetzen, wo sie vor dem Aufladen unterbrochen wurde.
Kann man Putzmittel in den Saug-Wisch-Roboter füllen?
Für optimal saubere Böden sind Reinigungsmittel erforderlich. Die Hersteller bieten spezielle Reinigungsmittel an, die jedoch oft teuer sind. Bei der Verwendung anderer Substanzen ist Vorsicht geboten: Zu aggressive Kraftreiniger oder alkoholhaltige Mittel können den Roboter möglicherweise beschädigen. Alternativen mit etwas geringerer Reinigungskraft, aber schonender für den Roboter, sind beispielsweise Leitungswasser, Seifenlauge, Essigreiniger (mit strengem Geruch) oder umweltfreundliche Bio-Bodenreiniger. Im Zweifelsfall sollten Sie die Bedienungsanleitung beachten!
Wie kann man Kalkablagerungen im Wischroboter verhindern?
Um Kalkablagerungen im Wischroboter zu verhindern oder zu beseitigen, können Sie auf einfache Hausmittel zurückgreifen. Falls sich Kalk im Wassertank oder den Leitungen des Roboters ablagert, ist Zitronensäure ein effektives Mittel. Zitronensäure-Tütchen sind bereits ab 0,60 Euro erhältlich. Lösen Sie das Pulver in etwas Wischwasser auf und spülen Sie nach der Putztour den Tank gründlich aus. Dadurch können Sie Kalkablagerungen und Verstopfungen der Leitungen sowie der Wasserpumpe verhindern oder beheben. Wenn Sie Kalkbildung von vornherein minimieren möchten, können Sie destilliertes Wasser verwenden. Diese Art von Wasser ist frei von Mineralien, Salzen und gelösten Inhaltsstoffen. Destilliertes Wasser ist kostengünstig im Supermarkt erhältlich oder kann sogar kostenlos aus dem eigenen Kondenstrockner oder Luftentfeuchter gewonnen werden.
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