Anhängekupplung

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Anhängekupplung

— 19.01.2004

Der Haken zum Nachrüsten

Am Samstag schnell zum Baumarkt? Oder den Weihnachtsbaum zur Deponie bringen? Nachbars Anhänger löst das Problem. Doch meistens fehlt die Kupplung. Wir zeigen, wie man sie anbaut.

Verkabelung besser in Profihände geben

So eine Anhängekupplung am Autoheck – im Folgenden auch Haken oder Nagel genannt – ist schon ein praktisches Ding. Ermöglicht sie doch die Mitbenutzung des Anhängers vom Nachbarn. Und mal ganz ehrlich: Wer von uns hat nicht mal eine dringende Fuhre zur Deponie oder vom Baumarkt?

Der Haken am Nagel ist nur: Er ist nicht an jedem Gebrauchtwagen dran, was talentierte Bastler vor kein Problem stellt. Der Zubehörhandel hält verschiedene Nachrüst-Kupplungen parat, angeboten in unterschiedlichsten Variationen: als starrer Haken, abnehmbar oder als Flanschkugel für Geländewagen und Transporter. Wir wollten wissen, wie kompliziert der Einbau einer Kupplung ist. Unsere Versuchsobjekte waren ein E-Klasse T-Modell und ein abnehmbarer Haken vom Spezialisten Bosal. Preis des Bausatzes inklusive Elektro- Satz: rund 500 Euro.

Dieser speziell aufs Auto abgestimmte E-Satz ist vor allem für moderne Autos wichtig. Nur hiermit lassen sich Datenbus-Probleme vermeiden. Wird der Strom einfach irgendwo abgezweigt, kann das Diagnosesystem im Auto den Stromdieb für eine Fehlerquelle halten. Der Fehlerspeicher füllt sich, Störungen sind programmiert. Ganz einfach ist die Verkabelung trotzdem nicht. Deshalb empfehlen wir, das Anschließen des Kabelbaums einem Profi zu überlassen.

Erst wiegen, dann die Fuhre wagen

Ganz anders der mechanische Teil. So ein Haken lässt sich auch von ungeübten Bastlern in gut einer Stunde anbringen. Allerdings ist wichtig, sich haarfein an die Bedienungsanleitung zu halten. Wird zum Beispiel der Unterbodenschutz an den Auflageflächen zwischen Anhängekupplung und Karosserie nicht entfernt oder sind die Bolzen mit einem falschen Drehmoment angezogen, kann sich die Anhängekupplung später lösen.

Da braucht es nicht viel Fantasie, sich vorzustellen, was alles passieren kann ... Für die Eintragung in die Fahrzeugpapiere gilt Folgendes: Besitzt die Kupplung die EG-Typgenehmigung EC 94/20, ist der Gang zur Behörde nicht nötig. Hängt nach getaner Arbeit endlich Nachbars Anhänger am neuen Haken, ist Folgendes zu beachten: Die erlaubte Anhänge- und Stützlast nicht überschreiten; dabei zählt immer das tatsächliche Gewicht des Anhängers inklusive Beladung.

Vorsicht, mittlerweile haben viele Autos eine weitere Einschränkung: Unter Ziffer 33 im Fahrzeugschein wird das Gesamtzuggewicht vorgeschrieben. Das ist häufig weniger, als die erlaubten Zuladungen ergeben würden. Deshalb vor Urlaubsreisen das Gewicht kontrollieren. Getreidemühlen oder Deponien besitzen ausreichend große Waagen.

Vorschriften rund um die Kupplung

Der Weg für Selbermacher war früher klar, nach dem Anbau der Anhängekupplung ging es erst einmal zu TÜV und Zulassungsstelle, schließlich musste der neue Haken in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Das hat sich mittlerweile für die meisten Kupplungen geändert.

Haben sie die EG-Typgenehmigung nach EC 94/20, ist der Gang nicht nötig. Das Mitführen der zur Anhängekupplung gehörenden Papiere reicht aus. Vorsicht bei gebrauchten Haken. Die benötigen immer noch ein für das Fahrzeug gültiges Teilegutachten und müssen von der Zulassungsstelle in die Papiere eingetragen werden.

Tipp: Auch neue Anhängekupplung eintragen und zur eigenen Sicherheit durch einen Sachverständigen kontrollieren lassen. Denn steht der Einbau in den Fahrzeugpapieren, muss der Wust an Unterlagen nicht im Fahrzeug mitgeführt werden – späterer Verlust ist ausgeschlossen.

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