Assistenzsystem von Opel
Das magische Auge

"Der erste Opel, der sehen kann." So bewirbt Opel ein neues Assistenzsystem, das sowohl Verkehrszeichen erkennt als auch eine Spurhaltefunktion beinhaltet. Premiere feiert das "Opel-Eye" im Insignia.
- Stephan Bähnisch
Opel verbaut in der neuen Mittelklasse Insignia eine Kamera mit Weitwinkel-Objektiv, das Verkehrszeichen erkennt ("Traffic Sign Detection") und auf Tempolimits oder Überholverbote hinweist. Das "Opel-Eye" genannte System wird zwischen Innenspiegel und Frontscheibe integriert und zeigt die Verkehrsschilder in der Armaturentafel an. Außerdem alarmiert ein Spurabweichungsassistent ("Lane Departure Warning") den Fahrer, wenn die Begrenzungsmarkierungen einer Straße unabsichtlich überfahren werden. Beide Systeme gemeinsam sollen die Verkehrssicherheit verbessern und vor Knöllchen schützen. Das "Opel Eye" mit Weitwinkelobjektiv samt Prozessor wurde von den Rüsselsheimern gemeinsam mit dem Zulieferer Hella entwickelt. Die Kamera ist kaum größer als ein Handy und schießt 30 Bilder pro Sekunde, die von zwei Signalprozessoren und mit Hilfe einer speziellen Software gefiltert und ausgewertet werden.
Wenn ein Foto dem Bild eines gespeicherten Verkehrszeichens entspricht, leuchtet ein Warnsignal in der Armaturentafel auf. Die Verkehrszeichenerkennung kann laut Opel nicht nur Geschwindigkeits- und Überholverbots-Schilder lesen, sondern auch ihre Aufhebung erkennen. Je nach Lichtsituation fängt das System ab einer Entfernung von 100 Metern an, Schilder zu erkennen und mehrfach zu lesen. Dabei zeigt das "Opel-Eye" immer die wichtigste Information zuerst an. Wenn zwei Schilder parallel erkannt werden, hat ein Überholverbotssignal Vorrang vor einem Tempolimit. Aktiviert wird die Verkehrszeichenerkennung über den Bordcomputer. Sie liefert laut Opel auch präzisere und aktuellere Informationen als ein Navigationssystem, das Tempolimits gespeichert hat, da die Kamera Geschwindigkeitsbegrenzungen aktuell erkennt, beispielsweise an Baustellen.

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