Audi/BMW/Ferrari/Lambo/Lotus/Ruf: Vergleich
Faszination Mittelmotor

Sie pflegen Traditionen, weisen in die Zukunft, zelebrieren Exklusivität, kultivieren Individualität und gleichen sich doch in einem zentralen Aspekt: Ihr Herz sitzt am rechten Fleck!
- Manuel Iglisch
Ob sich Gottlieb Daimler bereits Gedanken um die Performance gemacht hat? Damals, als er 1886 mit seiner Motorkutsche um die Ecke getuckert kam und den Grundstein für das legte, was wir heutzutage "Automobil" nennen? Wohl kaum. Schließlich hatte der geniale Erfinder mit seinen 1,1 PS sicher andere Sorgen als Traktion und Handling. Und dennoch nahm er mit dem offiziell ersten Auto der Welt das (Heck-) Mittelmotor-Konzept vorweg; also jene Anordnung, die sich im Laufe der Jahrzehnte als Wahrzeichen automobilen Sports etablieren sollte. Bis heute prägen Mittelmotoren das Bild idealer Fahrdynamik ebenso wie die Anatomie wahrer Kurvenästhetik.
Der Mittelmotor prägt Längs- wie Querdynamik
Kaufberatung: Exlusive Supersportler
Ihr Wohnsitz ist stets der Gleiche, ihre Rolle variiert dagegen je nach eigener Ausprägung und Umfeld. Lotus Elise S Club Racer, BMW i8, Ruf 3800 S, Audi R8 LMX, Ferrari 458 Speciale, Lamborghini Aventador Roadster: Sechs Performance-Botschafter, die so unterschiedlich sind wie das Leistungsspektrum, das sie von 220 bis 700 PS spannen; und die sich im Grundsatz dennoch einen: Ihr Motor gehört hinters Kreuz; dorthin, wo er sich im Sinne der optimalen Balance am besten macht; das, was er an Vortrieb generiert, selbst in Traktion wandelt, und wo er der Kurvendynamik nicht als träger Klotz vorauseilt, sondern sie maßgeblich mitbestimmt. Hart vergleichen lassen sie sich natürlich nicht. In Relation setzen jedoch allemal. Denn am Ende steht jeder von ihnen für eine Facette des wohl vielseitigsten Sportwagenkonzepts überhaupt, das nicht nur die Masse, sondern vor allem auch den Fahrspaß ins eigene Zentrum rückt.

Carbon Styling und Handling erinnern an den einstigen R8 GT.
Bild: Ronald Sassen
Öko-Sportler auf ganzer Linie

Das Fahrwerk des BMW i8 hätte weit mehr Potenzial, als die Reifen zulassen.
Bild: Ronald Sassen
Der 458 vereint Gegensätze

458 Speciale: Hyperspitz, ultradirekt und auf Driftwunsch trotzdem so verlässlich wie ein guter Freund.
Bild: Ronald Sassen

Selten wurde schiere Kraft so treffend gekleidet wie beim Lamborghini Aventador Roadster.
Bild: Ronald Sassen
Die Botschafterin der Askese

Lotus Elise Club Racer: Asphalt und Reifen kommunizieren so intensiv wie nirgendwo sonst.
Bild: Ronald Sassen
Das Beste vom Boxster und Carrera S

Bild: Ronald Sassen
Fazit
Der Lotus zelebriert Kurven-Askese in Reinkultur, der BMW die gesamte Palette der Antriebsmoderne, während der Ruf mit der Zeit geht und dennoch Traditionalist bleibt. Im R8 LMX avanciert Technologie zum Evergreen, im 458 Speciale zum Präzisionsinstrument, während der Aventador sie nur dort duldet, wo sie sein Flair nicht schmälert.
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