Audi RS 5/BMW M3: Vergleich
Nachteil durch Allrad

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450 gegen 420 PS: Im Duell der Sportcoupés liegt der Audi RS 5 vorn. Aber nur auf dem Papier. Am Ende geht der BMW M3 als erster durchs Ziel: Auf der Rennstrecke ist der Münchner einfach nicht zu schlagen.
Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch lange nicht dasselbe. So behauptet es eine alte lateinische Redensart. Sie lässt sich aber gut ins Bairische übersetzen und bringt so das Duell RS 5 gegen M3 auf den Punkt: beides Coupés, beide mit Hochdrehzahl-V8, beides Extremisten. Und trotzdem kommt am Ende nicht das Gleiche dabei heraus, wenn man die zwei direkt miteinander vergleicht. Besonders nicht, wenn die Hochleistungssportler auf einer Rennstrecke gegeneinander antreten müssen. Denn für die glücklichen Besitzer von RS 5 und M3 ist eine Nürburgring-Dauerkarte mindestens so sinnvoll wie die Handy-Flatrate für Vielquatscher.
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Bild: Conrad Piepenburg
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Vom Platzangebot her gilt das auch für den RS 5. Doch leider ist sein Fahrwerk so unharmonisch ausgelegt, dass er selbst auf glatten Straßen durch permanentes Wippen und Zittern nervt. Daran ändern auch die vielfachen Trimmmöglichkeiten der Dämpfer nichts. Der RS 5 bleibt ein Folterknecht. Eine verzeihbare Eigenart, wenn er denn auf der Rennpiste glänzen könnte. Kann er aber nicht. Durch den Allradantrieb wird er fast 200 Kilogramm schwerer. Trotz 30 Mehr-PS beschleunigt er langsamer. Noch entscheidender ist sein fehlendes Eigenlenkverhalten. Stur zieht und drückt er sich durch die Kurven. Statt Heckschwenks schiebt er untersteuernd über die Vorderräder. Das kostet Zeit und frisst Reifen. Erst wenn es nass und glatt wird, schlägt die Stunde des Audi. Dann hat er gegenüber dem M3 einen spürbaren Traktionsvorteil und mehr Sicherheitsreserven.
Fazit
Der RS 5 sieht gut aus, hat einen bombigen V8 und ein blitzschnell schaltendes Doppelkupplungsgetriebe – alles, was ein M3 auch bietet. Dazu sogar quattro-Antrieb. Und das ist sein Problem: Nachteil durch Allradtechnik. Dadurch wird er zu schwer und sperrig. Der agilere BMW fährt ihm um die Ohren und begeistert mit viel mehr "Freude am Fahren".
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