Audi TT Roadster (2015): Fahrbericht und Preis

Audi TT Roadster Audi TT Roadster Audi TT Roadster

Audi TT Roadster (2015): Fahrbericht und Preis

— 02.02.2015

Erste Ausfahrt im offenen Audi TT

Stürmische Mischung: Im neuen Audi TT Roadster lassen sich 230 Turbo-PS ohne Dach genießen. Wie sich der offene TT fährt, zeigt der erste Fahrbericht!

Das Tempolimit beim Dachöffnen können wir heute ausnahmsweise im Stand testen. Mallorca, zwölf Grad, sechs Windstärken, das sind bis zu 49 km/h. Das rüttelt ganz ordentlich, als wir in Arenal am Strand stehen. Der neue Audi TT Roadster öffnet sein elektrisches Verdeck laut Werk bis Tempo 50. Also: Knopf drücken, Stoff marsch, marsch. Es knistert, es pfeift, die Spriegel stemmen sich gegen die strammen Böen. Und am Ende – klick, klack – rastet das Dach wie vorgesehen in den Rahmen.
Alles andere hätte auch verwundert bei diesem offenen Audi, der in seiner dritten Auflage eine Perfektion erreicht wie kein anderes Cabrio in der Frischluft-Klasse bis 40.000 Euro. Als quattro mit der S-tronic kostet der TT Roadster jetzt 42.400 Euro, gut 1500 Euro mehr als der Vorgänger.
Alles auf einen Blick: News und Tests zum Audi TT

Video: Sound Audi TTS Roadster

So klingt der TTS Roadster

Gegen die sinkende Attraktivität der kompakten Biergarten-Cruiser fährt der TT Roadster 2.0 TFSI alles auf, was der weite Technikfundus des VW-Konzerns hergibt: 230 Benziner-PS aus dem Golf GTI, Doppelkupplungsgetriebe, den modernsten, leichteren Allrad und den fesselnden elektronischen Guckkasten (Virtual Cockpit), den wir schon im Coupé bestaunt haben. Neu in der Serienausstattung sind das elektrisch öffnende Dach, Xenonlicht, LED-Rückleuchten und Sportsitze. Für 460 Euro extra fährt sogar das Windschott elektrisch hoch. Fehlt nur noch, dass ein künstliches Händchen dem Fahrer über den Scheitel streichelt.

Audi TT Roadster – offen und stürmisch

Tipptopp: Im Innenraum knarzt und klappert nichts, die Materialien wirken edel. Das virtuelle Tacho kennen wir bereits vom Coupé.

Ach ja, Fahren. Der offene Genuss im neuen Roadster gestaltet sich wie erwartet stürmisch. Natürlich, weil die 370 Newtonmeter des bärigen Turbobenziners den offenen TT in 5,6 Sekunden auf Windstärke zehn bringen, also 100 km/h. Erst bei 250 km/h Spitze soll der Motor die Segel streichen. Schon bei Landstraßen-Tempo fegt der Wind bei heruntergelassenen Seitenscheiben eiskalt bis in Hüfthöhe – oder hat Mallorcas Winterbrise hier böse Querwinde in den feinen Innenraum geweht? Der TT sieht mit serienmäßigen Sportsitzen, Aluschmuck und piekfeinen Materialien wieder tipptopp aus. So hochwertig, dass man fast ein schlechtes Gewissen kriegt, dieses edle Schatzkästchen offen am Strand zu parken und dabei versehentlich Sand und Regen auszusetzen. Aber das hält Audis Qualität vermutlich auch viele Sommer lang aus.

Audi/Skoda/VW: Vergleich

Audi TT 2.0 TFSI quattro Skoda Octavia Combi RS VW Golf GTI Performance Audi TT 2.0 TFSI quattro Skoda Octavia Combi RS VW Golf GTI Performance Audi TT 2.0 TFSI quattro Skoda Octavia Combi RS VW Golf GTI Performance
Es quietschte und knarzte nichts bei einer beherzten Ausfahrt in Mallorcas Berge Richtung Sóller, wo der TT seine schlummernden Reserven unter Beweis stellt. Jetzt schaltet das Doppelkupplungsgetriebe mit einem frechen Gas-Schmatzer, im Auspuff öffnet ab etwa 3500 Touren eine Klappe, um das Röhren zu verstärken. Die Progressivlenkung schrumpft den TT, der kürzer ist als sein Vorgänger, auf gefühlte vier Meter. Das sportlich straffe Fahrwerk klebt den Zweisitzer auf den Asphalt, der Allrad-Antrieb unterdrückt jedes Zucken und setzt auf der letzten Rille, wenn die Reifen um Grip jaulen, ein paar gezielte Korrektur-Bremsungen. Rein fahrdynamisch macht dem Audi in dieser Klasse kein Gegner was vor. Der kann mehr, als der Fahrer und die schmalen Bergstraßen erlauben – nur vom Coupé wissen wir, dass es im rennmäßigen Grenzbereich, schon mal die Tendenz hat, in Lenkung und Antrieb unecht zu wirken.

Fahrbericht Audi TTS

Der TT ist zwischen BMW Z4 und Mercedes SLK zweifellos das kompetenteste Cabrio, aber eben kein Roadster. Kein Offener, der dem Fahrer die Macht in die Hand gibt und sagt: Mach du mal. Bei so viel Perfektion bleibt das pure, hautnahe Erlebnis leicht auf der Strecke. Vielleicht würde etwas weniger Strebertum den Audi sympathischer machen – das typische Problem mit dem Klassenprimus.

Autor: Joachim Staat

Stichworte:

Cabrio Roadster

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