Autokauf: Ärger über Ausstattungspakete

Parkpilot im VW Golf Trendline BMW 5er Surround View

Autokauf: Ärger über Ausstattungspakete

— 11.05.2011

Die Top Ten der Zubehör-Abzocke

Versteckte Kosten beim Autokauf: Manche Extras gibt es nur in Kombination mit anderem teurem Zubehör. Die Hersteller machen damit Kasse – und der Kunde zahlt für Dinge, die er gar nicht will.

Stellen Sie sich das mal vor: Sie ordern im Restaurant einen Gurkensalat als Beilage, und der Kellner knallt Ihnen an den Kopf: "Gurkensalat? Gibt's bei uns nur mit Wiener Schnitzel." Wer so reagiert, ist entweder ein Fall für die Restaurant-Feuerwehr Christian Rach von RTL oder für den Insolvenzverwalter. Viele Autohersteller dagegen verdienen mit dieser Abzocker-Masche gutes Geld. Die Kunden haben oft keine andere Wahl: Wollen sie ein Extra, müssen sie Dinge dazubestellen, die sie gar nicht haben wollen oder gebrauchen können.

ESP in Kleinwagen: Was kostet Sicherheit?

Für Jens-Uwe Wendel aus Hamburg, der Neuwagen-Kunden beim Kauf begleitet, berät und für sie Preise verhandelt (www.ihr-kaufbegleiter.de), ist die Sache klar: "Kann ein Verkäufer keine schlüssige Begründung für eine Ausstattungskombination liefern, liegt der Verdacht nahe, dass etwas verkauft werden muss." Wie etwa beim Hybridmodell Prius: Dort baut Toyota das Abstandsradar nur ein, wenn der Kunde gleichzeitig die beste Ausstattungslinie und obendrein auch noch Ledersitze ordert. Aber auch Dacia bittet die Kunden zur Kasse: Der Schleuderschutz ESP ist im Kompakt-SUV Duster nur mit großem Diesel 110 DCi und Lederlenkrad zu haben. Warum? Mmh. Wir haben die Ausstattungslisten der Hersteller gewälzt auf der Suche nach Zubehör-Abzocke. Lesen Sie in der Bildergalerie, wo die versteckten Kosten beim Autokauf liegen!
Stefan Szych

Stefan Szych

Fazit

Geld verdienen muss sein, ganz klar. Aber was einige Autohersteller machen, grenzt an Wegelagerei. Zum Beispiel Daihatsu. Im Kleinstwagen Cuore den Schleuderschutz ESP nur in der Top-Version und auch nur gegen fast 3300 Euro Aufschlag anzubieten, ist dreist. Da ist Sicherheit für die breite Masse der Cuore-Kunden nicht bezahlbar. Oder Toyota. Das Abstandsradar nur in Verbindung mit Ledersitzen und auch nur in der Nobel-Ausführung einzubauen, ist gemein. Für den Aufschlag von 6500 Euro kaufen sich andere ein ganzes Auto! Und dann Dacia. 11.990 Euro für den Duster klingen günstig. Aber die Basisversion können Käufer nicht (wie im Prospekt gezeigt) in Braunmetallic ordern. Wer genau hinsieht, kann da über Einstiegspreise nur lachen. Schade. Denn die Abzock-Hersteller sollten wissen: Nur zufriedene Kunden werden Stammkunden.

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