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Blitzer gegen illegale Straßenrennen

— 07.08.2015

Hamburg rüstet gegen PS-Prolls auf

Am Jungfernstieg in Hamburg stehen nagelneue Blitzer: Sie sollen illegale Straßenrennen ausbremsen. Weitere Maßnahmen könnten folgen.

Die Blitzer wurden von Polizeipräsident Ralf Martin Meyer offiziell in Betrieb genommen.

Geht es nach der Stadt Hamburg, dann haben die ständigen PS-Profilierungsfahrten an der Binnenalster nun ein Ende. Seit dem 7. August 2015 stehen auf beiden Seiten des Jungfernstiegs Blitzertonnen – sie sollen den Rasern ihre Runden vermiesen. Denn: Wer viel PS unter der Haube hat, kommt hierher zum Gasgeben – und Angeben. Jetzt stehen zwei hochmoderne Messkabinen an der Binnenalster. Sie blitzen jeden, der mit mehr als 50 km/h vorbeirauscht. Die Blitzer wurden von Polizeipräsident Ralf Martin Meyer und dem stellvertretenden Leiter der Verkehrsdirektion, Karsten Wegge, offiziell in Betrieb genommen.

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'Blitzer gegen illegale Straßenrennen?'

Damit die beiden neuen Blitzer vor Beschädigungen geschützt sind, sind die mobilen Geschwindigkeitsmessgeräte in sogenannte Messkabinen eingebaut. Diese werden aber nicht rund um die Uhr mit der Blitzer-Technik bestückt sein – das kann der Autofahrer jedoch nicht sehen. "Das Ganze soll präventiv wirken. Es geht nicht darum, möglichst viele Temposünder zu erwischen, sondern von Strassenrennen abzuhalten. Falls das nicht funktioniert, werden wir andere Maßnahmen erwägen", so der Polizeipräsident.
So sehen die neuen Blitzer aus

Ein Blitzer befindet sich direkt vor dem Alsterpavillon, der andere genau gegenüber vor dem Alsterhaus .

Es handelt sich um zwei Laser-Blitzer des Systems "PoliScan speed", erklärt Karsten Wegge. Die Technik soll gegenüber "normalen" Blitzern zwei Vorteile haben: Sie sind mit modernster Lasertechnik ausgerüstet und senden ihre Fotos per Funk. Dadurch sind die Blitzerfotos viel schneller bei der Polizei. Die Geräte verfügen über zwei Fenster, das obere ist für die Kamera- bzw. Blitztechnik, das untere für die Messtechnik, also den Laser. Der Blitzer misst den gesamten sichtbaren Bereich – und das jeweils auf beiden Spuren. Jedes Gerät kostete rund 12.000 Euro. Polizeipräsident Meyer stellte die beiden Messgeräte am 7. August 2015 scharf: "Jetzt müssen wir nur noch bis 22 Uhr warten, bis der erste geblitzt wird."

Anlass für die Geschwindigkeitskontrollen sind laut dem Polizeipräsidenten die zahlreichen Beschwerden über Beschleunigungsrennen am Jungfernstieg. Viele Raser drehen ihre Runden um die Alster, lassen Motoren aufheulen und liefern sich kurze Rennen in jeder möglichen Lücke des dichten Stadtverkehrs. Die Stadt erhofft sich nun eine Besserung. Aber nicht nur in Hamburg beschwert man sich über prollige Raser. Egal ob am Kurfürstendamm in Berlin, am Hamburger Jungfernstieg oder auf der Königsallee in Düsseldorf: Es gibt sie überall. Die Stadt Hamburg sagt ihnen nun den Kampf an.

Autor: Sarah Hamidy

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