BMW LOVOS Concept — 28.09.2009
Schuppen aus der Zukunft
Nicht von dieser Welt: Die Oberfläche der Studie LOVOS besteht aus 260 identischen "Schuppen". Entstanden ist das Projekt in Zusammenarbeit zwischen der Design-Studentin Anne Forschner und BMW.
Ist es ein stählerner Fisch? Oder mehr ein stachliger Igel auf Rädern? Es gibt eigentlich gar keine passende Bezeichnung für das, was Design-Studentin Anne Forschner (24) da in Zusammenarbeit mit
BMW auf die Räder gestellt hat. Die Studie LOVOS (steht für "Lifestyle Of Voluntary Simplicity" – zu deutsch "Lebensstil der gewählten Einfachheit") ist irgendwie alles, bloß nicht langweilig. Die Oberfläche besteht aus 260 identisch geformten Plättchen, die entweder heruntergeklappt werden und wie eine glatte Fischhaut wirken, oder aufgestellt als Sonnenkollektoren arbeiten. Durch die individuelle Lagerung können sich die Plättchen dabei dem jeweiligen Stand der Sonne anpassen, beim Fahren zudem als Bremsschirme eingesetzt werden.
Ein Fisch namens LOVOS: Im geschlossenen Zustand wirken die 260 Metallplättchen der Studie wie eine Schuppenhaut.
Zugegeben, mit automobiler Realität hat das Designprojekt (noch) wenig zu tun – es bedarf schon einer gehörigen Portion Fantasie, um die wilde Studie zu begreifen. Entstanden ist das Konzept als Abschlussarbeit im Studiengang "Transportation Design" an der Hochschule Pforzheim. BMW gefiel die Idee und unterstützte Studentin Forschner mit einem Stipendium. Die Münchner Marke schneidert schon seit Längerem futuristische (Blech-)Kleider für Autos von Morgen: Die Studie
GINA light (2008 vorgestellt) etwa trug eine flexible Stoffhaut mit Köpfchen. Knautscht man das Hightech-Gewebe, nimmt es danach wieder seine alte Form an.
Kommentare zum Artikel (23)
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Mathias ich bin voll und ganz deiner Meinung. Wieso seid ihr anderen denn so spießig, verklemmt und unflexibel? Finde den Entwurf ganz spitze und sehr erfrischend! Weiter so, wir brauchen mehr so mutige Studenten - Lovos rocks! Außerdem finde ich den Entwurf sehr schön und zeitlos.
Spiessbürgertum as its best. Wer den Unterschied von einer Studentenarbeit und der Gestaltung eines Serienmodells nicht kennt, dem ist auch nicht zu helfen. In der Luftfahrt ist man solchen Ansätzen gegenüber viel offener. Und ich hoffe sehr, dass BMW hier dranbleibt. Was heute ausfahrbare Spoiler sind, werden in Zukunft Schuppen sein. Wetten, dass es in 15 Jahren Formel-1-Wagen à la Forschners Entwurf geben wird. Und nach den eher missglückten Regierungskarossen für 2030, endlich mal wieder was Tolles von der FH Pforzheim.
herrje ! mensch kinners ! das ist ne designstudie von ner studentin damit hat der designer von bmw wenig am hut !
Muss ich mir fuer dieses Auto ein Anti-Schuppen Shampoo kaufen?
Ich bin sicher kein Fan von Polo oder A3, aber lieber fahre ich so ein "Tetrapack" als dieses Ding.