Campingzubehör: Vorzelt

Campingzubehör: Vorzelt

Vorzelte für Wohnmobil und Campervan

Vorzelte für Wohnmobile und Campervans sind praktisch, denn sie bieten Schutz vor Sonne und Wind. Auch lässt sich durch ein Vorzelt der Wohnraum ganz einfach vergrößern. AUTO BILD sagt, welche Vorzelte es gibt und was sie kosten.
Wer mit seinem Wohnmobil oder Van in den Urlaub fährt, braucht so einiges an Campingzubehör. Dazu kann auch ein Vorzelt gehören, denn das hat gleich mehrere Vorteile. So schützt ein Vorzelt den Eingangsbereich des Fahrzeugs bei starkem Regen und Wind, aber gleichzeitig kann es auch als Sonnenschutz dienen. Außerdem ermöglicht der Unterschlupf, dass man trotz schlechten Wetters im Urlaub draußen sitzen kann und nicht im Reisemobil verschwinden muss. Und nicht zuletzt lässt sich mit dem Vorzelt in wenigen Minuten der eigentliche Wohnraum vergrößern. Doch welches Modell passt zu einem selbst und zum Wohnmobil oder Campervan? Worauf sollte vor dem Kauf geachtet werden? Und wie hoch sind die Kosten für ein Vorzelt? AUTO BILD gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Campingzubehör Vorzelt.

Vorzelttypen und Kosten

Vor dem Kauf sollte darüber nachgedacht werden, welchen Zweck das Vorzelt erfüllen soll. Wird eher in den Sommermonaten verreist, so reicht meist ein Sonnendach aus. Wer viel im Norden Europas unterwegs ist, sollte ein Modell wählen, das stärkere Winde und viel Regenwasser abhält. So haben wetterfeste Vorzelte speziell überklebte Nähte, damit kein Wasser durch die Nahtlöcher dringt. Hier eine Übersicht diverserer Vorzelttypen:
● Sonnenschutzvorzelt
Es gibt verschiedene Varianten von Sonnenschutzvorzelten. Zum Beispiel ein einfaches Sonnendach, ein Sonnenschutzzelt, ein Sonnensegel oder eine Markise. Sie alle haben nur ein Dach und höchstens noch Seitenwände. In der Regel sind sie nie zu allen Seiten hin geschlossen. Diese Zelte eignen sich besonders bei kurzen Aufenthalten in sehr sonnigen Gebieten. Dafür wird nur wenig Gestänge gebraucht, das heißt der Aufbau ist leicht. Ein weiterer Vorteil ist das geringe Packmaß. Preislich liegen sie meistens zwischen 30 und 330 Euro.
● Ganzjahresvorzelt/Allwetterzelt
Beim Ganzjahresvorzelt sind die Materialien besonders hochwertig, das heißt, es kommen wetterbeständige und beidseitig beschichtete Materialien zum Einsatz. Somit kann ein solches Vorzelt problemlos über einen längeren Zeitraum bei Wind und Wetter draußen aufgebaut sein. Bei sehr langen Standzeiten sollte das Vorzelt mit zusätzlichen Stangen und Abspannmöglichkeiten ausgerüstet sein. Der Nachteil bei diesen Vorzelten: Eine hohe Auf- und Abbauzeit und ein hohes Gesamtgewicht sowie Packmaß. Die Kosten: etwa zwischen 300 bis 780 Euro.
● Aufblasbares Vorzelt/Luftschlauchzelt

Das Luftzelt Vivo von Ventura lässt sich schnell und einfach aufbauen. Luft rein, fertig. Günstig ist es aber nicht: ab 1258 Euro. 

©Ventura

Aufblasbare Vorzelte werden immer häufiger genutzt, denn sie haben einige Vorteile. So kann es beispielsweise mit einer Person auf- bzw. abgebaut werden. Zudem haben diese Zelte meist ein geringes Packvolumen. Die Funktion: In der Zelthaut befinden sich Luftkammern, die mit Doppelhubpumpen aufgeblasen werden. Zudem werden aufblasbare Gestänge anstelle von Zeltstangen, die erst miteinander verbunden werden müssen, genutzt. Um das Vorzelt sturmsicher zu machen, werden ein paar Sturmleinen gespannt und mit den Abspanngurten und Heringen wird es verankert. Wer ein Luftschlauchzelt haben möchte, muss tief in die Tasche greifen. Die Preise starten bei etwa 700 Euro, nach oben hin gibt es fast keine Grenze. Doch schnell sind mehr als 1000 Euro für ein aufblasbares Vorzelt ausgegeben.
● Wintervorzelt
Wer bei eisigen Temperaturen ein Vorzelt für das Wohnmobil nutzen möchte, der sollte sich ein spezielles Wintervorzelt nutzen. Dies wird den kalten Temperaturen gerecht, da es ein sogenanntes Pultdach besitzt. Es ist aus starke, beidseitig beschichtetem Material und hat eine Neigung nach vorn. Das ist wichtig, denn nur so kann möglicher Schnee vom Vorzeltdach herunterrutschen. Ein Wintervorzelt erfüllt hauptsächlich den Zweck als Eingangsschleuse, damit der Wind und die Kälte nicht direkt ins Fahrzeug ziehen. Ebenfalls praktisch: Das Vorzelt bietet weiteren Stauraum für nasse Kleidung, Schuhe und sonstige Ausrüstung wie Schlitten und Skier. Die Preise für Wintervorzelte liegen etwa zwischen 300 und 800 Euro.
● Vorzelt für Campingbus oder Van
Buszelte sind nicht genau so lang wie das Fahrzeug, sondern werden quer vor einem Teil des Busses oder auch vor dem Kofferraum aufgestellt. Das Zelt wird entweder an der Dachreling befestigt, oder mit Saugnäpfen am Autodach. Die Kosten für ein Vorzelt für den Campingbus oder Van variieren stark, je nach Zweck. Ein einfaches Sonnenschutzzelt ist beispielsweise günstiger als ein Wintervorzelt. So gibt es Vorzelte ab 29 bis rund 1500 Euro.
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Materialien

Das richtige Material für das Vorzelt richtet sich nach dem Zweck des Einsatzes. Aber grundsätzlich kann gesagt werden, dass jedes Material seine Vor- und Nachteile hat. So ist Baumwollgewebe besonders atmungsaktiv bzw. wasserdampfdurchlässig und sehr dehnbar. Ein Nachteil ist, dass es auf jeden Fall noch nachträglich imprägniert werden muss, da es nicht besonders wasserabweisend ist. Auch ist Baumwolle sehr schmutzempfindlich. Viele Sonnenschutzvorzelte sind aus Baumwollgewebe. Dann gibt es noch Zelte aus beidseitigem Kunststoffbeschichteten Polyestergewebe. Viele Ganzjahres und Winterzelte sind aus diesem Material. Die Vorteile: absolute Dichte, hohe Reißfestigkeit, Verrottungfestigkeit. Allerdings kann sich in diesen Zelten leicht Kondenswasser bilden, da dieser Stoff nicht sehr atmungsaktiv ist. Besonders leichte Reisezelte sind die, die aus reinem Polyester bestehen. Diese Zelte sind aus synthetischen Fasern und einseitig PVC beschichtet in unterschiedlichen Garnstärken und Flächengewichten. Der Vorteil von Vorzelten aus Polyester: geringes Transportgewicht. Ein Nachteil ist allerdings, dass die UV-Belastung bei Sonneneinstrahlung das Gewebe beschädigen kann. Ein Tipp: Bevor Sie sich ein Zelt kaufen, sollten Sie beim Hersteller nachfragen, welches Zelt aus welchem Material sich für Ihren Zweck besonders gut eignet.

Vorzeltgröße ermitteln

Wer sein Vorzelt am Wohnmobil anbringen möchte, kann dies zum Beispiel mit Hilfe einer sogenannten Kederschiene tun. An einem Wohnwagen sind diese meist schon angebracht, beim Wohnmobil muss diese manchmal nachgerüstet werden. Die Kederschiene befindet sich an der Dachkante der Türseite. Sie hilft bei der Aufnahme des Keders, der am Vorzelt angenäht ist und verbindet diese fest mit dem Fahrzeug. Die Länge dieser Kederschiene bestimmt das Umlaufmaß, welches wiederum die Größe des Vorzeltes bestimmt. Wichtig: Das Vorzelt sollte die richtige Größe haben, da ansonsten das Vorzelt Falten werfen kann oder es in der Luft schwebt. Um das Umlaufmaß zu bestimmen gibt es drei Möglichkeiten:
Viele Hersteller bieten eine Datenbank mit Maßen verschiedener Modelle an. Einfach mal hineinschauen!
Den Hersteller direkt anrufen und die das Umlaufmaß erfragen.
Selbst messen: Fahrzeug auf einer ebenen Fläche parken, eine Kordel vom Erdboden durch die gesamte Kederleiste bis auf den Boden der anderen Seite ziehen. Unser Tipp: Liegt das Umlaufmaß des Wohnmobils an einem Randbereich der Vorzelt-Größenangaben, sollte die kleinere Zeltgröße genommen werden.

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Pflege und Reinigung

Wer sein Vorzelt reinigen möchte, braucht nicht viel. Meist reichen ein einfaches Tuch und klares Wasser aus, um den ersten Schmutz vom Vorzelt abzuwischen. Sind die Verschmutzungen hartnäckiger, so eignet sich beispielsweise bei Polyestergewebe ein pH-neutrales Waschmittel wie Kernseife. Nicht nur Dreck ist ärgerlich, sondern auch Kondenswasser. Denn das trägt zur Schimmelbildung bei. Kondenswasser bildet sich oftmals, wenn es zwischen draußen und drinnen starke Temperaturschwankungen gibt. Wird das Zelt allerdings ausreichend belüftet, wird das Risiko minimiert. Außerdem lässt sich Kondenswasser vorbeugen, wenn keine nasse Ausrüstung im Vorzelt verstaut wird.

Autor: Isabella Sauer

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