Chevrolet Camaro ZL1: Fahrbericht
Radikaler V8-Rambo

580 PS und rund 750 Newtonmeter Drehmoment: Das ist der Chevrolet Camaro ZL1. Und wie fährt sich das Monster aus den USA? Erster Fahrbericht.
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Drei, zwei, eins – los: Kaum springt die Ampel auf Grün, hämmert man das Gaspedal ans Bodenblech. Dann geht ein kurzes Vibrieren durchs Auto, 1,5 Tonnen Stahl bäumen sich auf, acht Zylinder proben den automobilen Urschrei und die 305er Walzen auf der Hinterachse hüllen die Welt in den beißenden Qualm verbannten Gummis: Willkommen auf dem Dragstrip, Willkommen im Camaro ZL1. Indianapolis oder Iserlohn – egal wo man ans Steuer dieses Camaro kommt, immer fühlt man sich so, als müsse man gleich ein Viertelmeilen-Rennen fahren. Ob Innenstadt oder Landstraße, Autobahn oder Nordschleife – zivil und züchtig kann man dieses Auto kaum fahren. Denn der ZL1 sieht mit seinen dicken Backen und der Carbonhutze auf der endlos langen Motorhaube nicht nur urgewaltig aus, sondern er ist mit 580 PS, 754 Nm und maximal 290 km/h auch der stärkste und schnellste Camaro, den Chevrolet je auf die Straße gelassen hat.
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Wenn 580 PS an der Hinterachse zerren, steigt Rauch auf und Gummi wird verbrannt.
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Innen sieht es auf den ersten Blick ganz gut aus, die Verarbeitung hat aber Luft nach oben.
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In den USA ist der ZL1 ein Schnäppchen
Aber andererseits: Wen interessiert das in so einem Auto, wo es um Adrenalin geht und nicht um Ambiente. Wer 580 Pferde reiten will, der hat ohnehin keinen Blick mehr für Softtouch-Oberflächen, Ledernähte und Spaltmaße. Und falls doch, dann muss man sich nur den Preis in Erinnerung rufen. Zwar diskutieren die amerikanischen Schnellfahrer gerade, ob 30.000 Dollar Aufpreis auf das Basismodell für das ZL1-Paket nicht doch ein bisschen viel sind. Doch im Vergleich zu den Konkurrenten aus der alten Welt bleibt der ZL1 auch mit seinen 54.995 Dollar ein Schnäppchen. Dumm nur, dass die Europäer davon nichts haben werden. Denn offiziell wird es den ZL1 diesseits des Atlantiks nicht geben. Und wer ihn bei einem freien Importeuer bestellt, ist mit fast 80.000 Euro dabei. Das ist eine Menge Geld, für das man auch einen zivilisierteren Sportwagen kaufen kann. Mehr zum Thema Chevrolet Camaro.
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