Chevrolet Malibu (2016): Fahrbericht

Chevrolet Malibu (2016): Fahrbericht

— 04.07.2016

Erster Fahreindruck vom neuen Insignia

Der neue Chevrolet Malibu verrät viel über den kommenden Plattform-Bruder Opel Insignia. AUTO BILD ist den US-Insignia schon gefahren!

Hinten ist dank des verlängerten Radstands ausreichend Platz. Die Beinfreiheit ist ordentlich.

Was wäre, wenn sich GM in der großen Krise wirklich von Opel getrennt hätte? Vermutlich wäre heute statt des Opel Insignia der Chevrolet Malibu auf dem deutschen Markt. Es kam aber anders: Opel rappelte sich wieder auf, Chevrolet musste sich von seinen globalen Ambitionen verabschieden. Im Jahr 2016 beschäftigt sich AUTO BILD trotzdem mit dem US-Car Chevrolet Malibu, aus gutem Grund: Auf der E2XX-Plattform des Chevy steht neben dem Buick Regal nämlich auch der kommende Opel Insignia!
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Premium-Allüren sucht man in der Mittelklasse von GM allerdings vergeblich. Das sieht man zum Beispiel daran, dass ein Sechszylinder-Motor im Angebot fehlt. Als Einstiegsmotorisierung fungiert ein 165 PS starker 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbo, der schon bei 2000 Touren ein maximales Drehmoment von 249 Nm produziert. Die eng gestufte Achtgang-Automatik liefert zuverlässig die passende Übersetzung, so ist der Malibu mit dem sanft agierenden Basismotor bereits gut motorisiert. Das spiegelt sich auch in den Fahrwerten wieder: Für den Spurt auf 100 km/h hat AUTO BILD 8,2 Sekunden ermittelt, die Spitze liegt bei 208 km/h. Für zügiges Mitschwimmen reicht die Leistung allemal aus.

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Das Klangbild ist eher dezent als sportlich

Die Dachlinie fällt dynamisch nach hinten ab – ohne dass es bei den Fondpassagieren kneifen würde.

Richtig schnell ist der Malibu mit dem zwei Liter großen und 254 PS starken Vierzylinder-Turbo: Mit dieser Maschine wird die 100-km/h-Marke in knapp über sechs Sekunden durchschritten, die Spitze liegt bei glatten 250 km/h. Auch dieses Triebwerk ist an eine Achtgang-Automatik gekoppelt, die theoretisch auch eine manuelle Gangwahl ermöglicht. Der entsprechende Selektor ist allerdings direkt auf dem Wählhebel plaziert und derart lästig zu bedienen, dass man bald frustriert darauf verzichtet. Und weil auch das Klangbild eher dezent als sportlich ist, schafft es der Top-Antrieb trotz seiner hohen Leistung insgesamt nicht, echte Faszination zu vermitteln. Das Fahrverhalten des eher komfortabel abgestimmten Malibu bleibt auf der sicheren Seite. Die Lenkung ist leichtgängig und direkt. Geht der Malibu ans Limit, setzt progressiv ein gut kontrollierbares Untersteuern ein. Der Amerikaner agiert frei von Tücke, die Abstimmung ist gelungen. Das sind gute Aussichten auf den kommenden Insignia!

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Großes Platzangebot mit viel Kopffreiheit

Gefällt: Modern geschnittenes Cockpit mit guter Connectivity.

Das Interieur übertrifft unsere Erwartungen. Mit Ziernähten auf der Armaturentafel und einem großen, berührungsempfindlichen Bildschirm wirkt der Malibu einigermaßen hochwertig. Zudem bietet er in Sachen Connectivity unter anderem mehrere USB-Ports und Steckdosen sowie eine 4G-LTE-Verbindung, die als Hotspot zur Einwahl ins Internet dienen kann. Das Platzangebot ist großzügig. Geradezu erstaunlich ist die große Kopffreiheit auf den Rücksitzen, obwohl das Styling des Malibu eher coupéhaft wirkt. Schon die Frontpartie erinnert an den Sportwagen Camaro: Die Dachlinie fällt stark nach hinten ab und endet in einem eleganten Fließheck, das durch eine luftige Verglasung akzentuiert wird. An einigen Stellen ist den Designern der Spieltrieb durchgegangen: Die Seitengrafik mit abfallender Sicke wirkt ebenso unruhig wie das Fugenbild an Front und Heck.

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Das Einstiegsmodell kostet 21.625 US-Dollar

Insgesamt erscheint der Malibu dennoch schlank und leicht – und damit eleganter als der derzeit noch bullige und etwas schwerfällige Opel Insignia, der in den USA unter der Bezeichnung Buick Regal läuft. Dass der Chevrolet Malibu sich dort deutlich besser verkauft als sein Schwestermodell, könnte auch an den Preisen liegen, die bei nur 21.625 Dollar für das Einstiegsmodell Malibu L mit 1,5-Liter-Turbo beginnen. Den 2,0-Liter-Turbo gibt es in Verbindung mit mehr Ausstattung ab 28.995 Dollar. Wer mehr Luxus und Fahrspaß sucht, greift nicht zum in Rüsselsheim entwickelten Buick, sondern gleich zum Cadillac ATS.

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Autor: Jens Meiners

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