Chevrolet Orlando: Fahrbericht

Chevrolet Orlando Chevrolet Orlando

Chevrolet Orlando: Fahrbericht

— 02.12.2010

Ein Typ mit Ecken und Kanten

Chevrolet versucht sich im Segment der kompakten Vans. Der Orlando lockt mit Platz und Design. Doch überzeugt der Ami auch auf der Straße? Das klärt ein erster Fahrbericht.

Familienkutschen müssen nicht immer brav und bieder sein: Der Chevrolet Orlando ist nicht rund gelutscht, sondern ein Typ mit Ecken und Kanten. Das sieht gut aus und schafft mehr Platz im Innenraum. Vorn sitzt man prächtig und in der zweiten Reihe ordentlich. Die dritte Reihe taugt aber nur für Kids. Mit zwei Handgriffen verschwindet sie im Wagenboden, dann fasst der Kofferraum 739 Liter. Legt man auch die Mittelbank flach, gehen fast 1500 Liter rein. Prima sind die Materialanmutung und das große Geheimfach hinter der Radio-Konsole. Weniger gut: Die zweite Reihe ist nicht verschiebbar und das Umklappen zum Durchklettern ist komplizierter als bei der Konkurrenz.

Überblick: Alle News und Tests zu Chevrolet

Am Heck fällt der angedeutete Unterfahrschutz auf, die Ladekante ist niedrig.

Es gibt einen Benziner mit 141 PS und zwei Diesel mit 130 oder 163 PS. Der starke Selbstzünder knurrt zwar noch ein wenig, passt aber gut zum Auto. Vor allem mit der Automatik wird der Orlando so zum gemütlichen Raumkreuzer für Langstrecken. Der Orlando ist ein Familienauto, kein Rennwagen. Deshalb fährt er eher verhalten und ist betont komfortabel abgestimmt. Aber 195 km/h sind nicht schlecht, und der Verbrauch von sieben Litern für die Automatik geht in Ordnung. Nur den Bremsen fehlt noch der nötige Biss. Da sollte Chevy bis zum Verkaufsstart im März nachbessern.

Überblick: Alle Marken- und Modellseiten

Das Cockpit sieht ordentlich aus, hinter dem Radio steckt ein Geheimfach.

Los geht's bei 18.990 Euro – immer mit Klima, sechs Airbags und ESP. Damit ist der Orlando deutlich billiger als Mazda5 oder Renault Grand Scenic. Aber mit Diesel und Automatik ist man dann schon bei 26.590 Euro und weit weg vom Schnäppchen. An VW Touran, Renault Scenic oder Ford Grand C-Max kommt der Chevy nicht ran. Aber für die Vans aus der zweiten Reihe wird es knapp, auch für den mittlerweile arg betagten Opel Zafira. Und ein bisschen zählt ja auch die Optik.

Autor: Thomas Geiger

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.