Chevrolet Volt: Brennende Akkus

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Chevrolet Volt: Brennende Akkus

— 09.12.2011

Crashtests mit Spätfolgen

GM hat ein brennendes Problem: Dreimal gingen nach einem Crashtest Akkus eines Chevy Volt in Flammen auf. Der Autobauer sucht mit behördlicher Hilfe die Ursache und hat erste Konsequenzen gezogen.

Amerikas größter Autobauer General Motors (GM) kämpft mit Spätfolgen bei Seiten-Crashtests mit dem Chevrolet Volt. In drei Fällen waren Akkus des Elektro-Hoffnungsträges mit mehreren Tagen Verzögerung in Brand geraten. Der erste Fall ereignete sich bereits im Mai 2011. Seitdem sollen sich bei Test im Rahmen großangelegter Nachforschungen zwei weitere Autos entzündet haben. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat eine Untersuchung in Kooperation mit GM eingeleitet und dabei auch andere Hersteller von E-Autos mit Lithium-Ionen-Batterien im Visier.

Übersicht: Alles zum Chevrolet Volt und zum Opel Ampera

GM hat inzwischen bauliche Veränderungen an der 16 kWh starken Ladeeinheit des Chevy Volt angekündigt.

Dem Konzern drohen nun weitere, gravierendere Spätfolgen in Form eines Imageschadens. Als Konsequenz bietet General Motors den bislang rund 6000 Volt-Käufern einen Rückkauf oder einen Tausch ihres Fahrzeug bis zum Ende der Untersuchungen an. Inzwischen beschloss der Konzern, Teile der 16 kWh starken Ladeeinheit zu verstärken und Maßnahmen gegen Kühlmittellecks zu ergreifen. Kosten pro Fahrzeug: rund 1000 Dollar, umgerechnet etwa 750 Euro. "Das Wohl und die Zufriedenheit unserer Kunden steht an oberster Stelle", sagte GM-Boss Dan Akerson. Mark Reuss, Chef von GM Nordamerika, betonte, dass bislang keinem Kunden ähnliches zugestoßen sei: "Der Chevrolet Volt ist sicher."

Auf einen Blick: Hier geht es zum Crashtest-Channel

Der Elektro-Volt mit Range Extender ist seit November 2011 auch in Deutschland erhältlich, sein nahezu baugleicher Bruder Opel Ampera steckt ebenfalls in den Startlöchern. Einen Crashtest des Instituts für Sicherheit der US-Autoversicherer im April 2011 hatte der Volt ebenso wie der Nissan Leaf mit Auszeichnung bestanden. Der Ampera bekam beim Euro-NCAP-Test fünf Sterne mit Einschränkungen. Und ein Crashtest in den USA fand sogar heraus, dass Hybride eine größere Sicherheit bieten als ihre Pendants mit Verbrennungsmotor. Grund: das Mehrgewicht durch die Akkus.

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