Chrysler 200: Vorstellung

Chrysler 200 Chrysler 200

Chrysler 200: Vorstellung

— 15.11.2010

Der Erbe des Sebring

Chrysler schickt den neuen 200 in die umkämpfte US-Mittelklasse. Er beerbt den Sebring. Um gegen die beinharte Konkurrenz bestehen zu können, kupfern die Amis beim Design kräftig ab.

Chrysler Sebring. In den USA ein durchaus klangvoller Name. Doch die Amis gehen in der Mittelklasse neue Wege und setzen wie beim 300C auf eine Nomenklatur mit Zahlen. Also 200 für den kleineren "Midsize Sedan", der sich in den USA nicht nur gegen GM und Ford, sondern vor allem auch gegen die Konkurrenz von Toyota, Nissan, Honda oder Hyundai behaupten muss. Dazu hat Chrysler einige Details der Studie 200C von 2009 in die Serie herübergerettet und will die Kunden mit reichlich Chrom am Grill ködern. Die neue Geometrie der Scheinwerfer mit Lidschlag in LED-Technik und LED-Heckleuchten bedienen sich gefühlt gepflegt bei der Konkurrenz, der 200 bewegt sich irgendwo zwischen Lexus (Front) und Jaguar (Heck).

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Jaguar lässt grüßen: Die Heckleuchten erinnern an den XF.

Unter der Haube werkelt eine völlig neue Motorengeneration, die mit einem Vierzylinder mit 2,4 Liter Hubraum oder einem 3,6-Liter-Pentastar-V6 exakt die Wünsche der US-Kilentel bedient, wobei das stärkere Aggregat rund 270 PS leistet. Während der kleine Motor je nach Ausstattung mit einer Vier- oder Sechsgang-Automatik kooperiert, hat der V6 immer einen Sechsstufen-Wandler als Partner. Besonders am Innenraum haben die Chrysler-Ingenieure getüftelt, der 200 soll leiser und komfortabler fahren als sein Vorgänger Sebring. Dazu hat Chrysler einen völlig neuen Instrumententräger verbaut, die Oberflächen sind alle mit weichen Materialien verkleidet und die Klima- und Elektronikeinheiten wurden auf den aktuellen Stand der Technik gebracht.

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Zu den Händlern rollt der 200 noch in diesem Jahr, Preise nennt Chrysler noch nicht. Trotz des baldigen Marktstarts fehlen noch exakte technische Daten und Abmessungen. In Deutschland wird der Vorgänger Sebring nur als Cabrio angeboten. Und was ist mit dem 200? Der würde gut in das Konzept passen, das Chrysler-Fahrzeuge in fast allen Märkten Europas bald als Lancia verkauft werden. Dann würde der Lancia 200 gegen VW Passat, Opel Insignia, Ford Mondeo und Co antreten, da fehlt den Italienern ein Modell. Die Dieselmotoren, für dieses Segment in Deutschland extrem wichtig, könnte der Fiat-Konzern beisteuern – und der hat bei Chrysler inzwischen sowieso das Sagen.

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