Bilder: Sitzprobe Davia Lodgy

Dacia Lodgy: Sitzprobe Genfer Salon 2012

— 07.03.2012

Papis Auto

Der Dacia Lodgy ist ein Raumwunder für die schmale Geldbörse. Die Rumänen verzichten auf jeden Schnickschnack. Wir zeigen, dass der Mini-Van trotzdem absolut familientauglich ist.

Kinder? Nein, danke! Über Familienplanung habe ich noch nie so richtig nachgedacht. Warum fängt das nun im Cockpit des neuen Dacia Lodgy an? Ein kurzer Blick über die rechte Schulter liefert die Antwort: unendliche Weiten, Raum bis zum Abwinken. Der kahle Fond des Mini-Vans schreit danach, mit Leben gefüllt zu werden. Bevor die Sache konkreter wird, schaue ich mich noch mal um. Mama und Papa sind auf den Stoffsitzen bequem, aber ohne sonderlichen Seitenhalt untergebracht. Ist das tragisch? Natürlich nicht. Wir reden von einem Familien-Transporter, nicht von einem Rennwagen. Sportliches Gestühl wäre eher hinderlich, weil eh regelmäßig einer nach hinten muss, um bei den Kleinen nach dem Rechten zu schauen.

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Wenig solide: Das Ablagefach oberhalb der Mittelkonsole wirkt etwas zerbrechlich.

Bedenklicher ist da schon die Mittelarmlehne, der ich auf Dauer keine hohe Überlebenschance gebe. Schon jetzt knickt sie beim Auflehnen zur Seite weg. Irgendwo müssen die Rumänen ja sparen, um ab Mitte Juni den Einstiegspreis von 9900 Euro zu schaffen. Eine brutale Kampfansage an das restliche Van-Segment. Selbst 16.000 Euro für die Vollausstattung sind im Vergleich zur Konkurrenz geradezu lächerlich. Im Lodgy gibt's dann wenigstens ein ordentliches Touchscreen-Navi, Sitzheizung und Klimaanlage. Und im Gegensatz zum Ablagefach oberhalb der Mittelkonsole fühlen sich die Bedienelemente auch recht stabil an. Ergonomie? Kein Problem. Es gibt eh nicht viele Instrumente, die verteilt werden müssen. Viel wichtiger ist der Platz nach links, rechts, unten und oben! Selbst ukrainische Schwergewichtsboxer über zwei Meter bekämen hier keine Probleme.

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Ziiiiiieeeeeeh! Was die beiden Riemen im Kofferraum sollen, weiß Robin Hornig nicht.

Kinder wachsen schneller als man denkt. Sorgen darüber muss man sich im Lodgy nicht machen. Mindestens drei pubertierende Teenager passen auf die erste von zwei Rücksitzbänken. Zwangsläufig müssten die Jüngsten nach ganz hinten. Für die Kiddies kein Problem, wohl aber für Mami und Papi. Muss nämlich mal einer der Zwerge versorgt werden, wird's kompliziert. Erst mal müssen die Teens aus der zweiten Reihe raus. Dann heißt es: entriegeln, klappen, klappen und kriechen. Anders kommt man weder in noch aus dem hinteren Bereich. Wenigstens kann so keiner von den Stiften flöten gehen. Wer weniger als drei Kindern zu verstauen hat, kommt mit dem Kofferraum bei umgeklappter dritter Rückbank super klar. Zwei Buggys passen locker rein. Nur der Sinn zweier Riemen im Kofferraum erschließt sich mir noch nicht. Sollen sie Ladung sichern oder sicherstellen, dass Papa den Karren zur Not aus dem Dreck ziehen kann?

Abgesehen von diesen beiden Zügeln ergibt alles im Lodgy einen Sinn. Muss alles nicht hübsch sein, aber funktionieren. Der Lodgy macht's wie seine kleineren Dacia-Geschwister und zeigt, worauf es bei einem Auto ankommt.

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