Dauertest-Report SKN-Golf (2)

Sportfahrwerk einbauen Sportfahrwerk einbauen

Dauertest-Report SKN-Golf (2)

— 17.01.2003

Tiefer Einblick

Unser Golf erhält ein Gewindefahrwerk – dabei ist es schwieriger, die alten Komponenten herauszulösen, als die neuen einzubauen.

Mehr Temperament braucht mehr Fahrwerk

Die Eintragung ins Bordbuch ist eindeutig: "Der SKN-TDI geht nun richtig gut, aber das serienmäßige Fahrwerk ist jetzt ein bisschen zu weich." Der Hinweis kommt aus berufenem Munde: Er kommt von AUTO BILD-Testfahrer Dirk Möller-Sonntag, der unsere Testfahrzeuge über die Rennstrecke von Oschersleben scheucht und auch sonst gern in Langstreckenrennen am Volant sitzt.

Grund genug, als erste Tuning-Maßnahme – nach der Motorstärkung – das Fahrwerk zu ändern, um es dem Temperament anzupassen. Übrigens: Bislang hat unser Dauertest-Golf die ersten getunten 10.000 Kilometer im Redaktionsalltag ohne jegliche Störung abgespult. Zunächst unsere Bitte: Bloß nicht selbst am Fahrwerk schrauben. Es gehört zu den sicherheitsrelevanten Bauteilen und sollte nur vom Fachbetrieb gewechselt werden.

Wir haben uns für ein Gewindefahrwerk von ap-Sportfahrwerke (mit Koni-Dämpfern) entschieden. So ein Gewindefahrwerk lässt die meisten Möglichkeiten offen: Tiefer- und Höherlegung nach Wunsch, Jahreszeit und Radgröße sowie mögliche Einstellung der Zugstufe bei den Stoßdämpfern vorn.

Bis 70 Millimeter tiefer mit TÜV-Segen

ap (Andreas Paas GmbH & Co. KG, Tel. 0 21 96-70 00 70, www.ap-sportfahrwerke.de) verspricht leichtgängiges Verstellen mit einem massiven Zapfenschlüssel – auch nach hartem Einsatz und versalzenem Winter, weil die neuerdings vernickelten statt verzinkten Federbeine nun wesentlich besser korrosionsgeschützt sind. Madenschrauben, die am Ende aus Kunststoff bestehen, halten die Aluminium-Verstellringe an der gewählten Stelle fest, ohne das Gewinde zu beschädigen.

Das Sportfahrwerk (passend für VW Golf IV, Bora, New Beetle, Seat Toledo, Leon, Audi A3, Skoda Octavia, bis 132 kW sowie Frontantrieb inklusive GTI) lässt sich auch hinten in der Höhe einstellen. Kosten: 895 Euro inklusive Mehrwertsteuer, für den Einbau berechnen Fachwerkstätten zwischen 130 und 180 Euro. Für das Fahrwerk existiert ein Teilegutachten, nach dem Einbau muss der Wagen dem TÜV vorgeführt und die Spur neu eingestellt werden.

Die schwerste Arbeit beim Austausch ist, die vorderen alten Federbeine aus den Schwenklagern zu schlagen. Sie sitzen sehr fest, was weniger mit dem Alter des Autos zu tun hat, dafür umso mehr mit sehr geringen Fertigungstoleranzen ab Werk. Nach dem Lösen von ein paar Schrauben fallen die alten Dämpfer und Federn heraus, die neuen können eingebaut werden. Mit Segen des TÜV könnten wir den Wagen vorn 30 bis 70, hinten 30 bis 60 Millimeter tiefer legen.

Als Kompromiss ein weiche Abstimmung

Als guten Kompromiss zwischen optischen und komfortorientierten Gründen sowie der Tatsache, dass Winter ist, wählen wir 45 Millimeter und die weichste Abstimmung der Dämpfer. Das ist immer noch straff genug – der Wagen wankt längst nicht mehr so wie vorher. Gewöhnungsbedürftig sind schnell überfahrene grobe Unebenheiten auf der Autobahn, die Insassen werden deutlich über den Fahrbahnzustand informiert. Gut so.

Was bisher geschah AUTO BILD test & tuning testet an einem gebrauchten VW Golf TDI, ob sich Chiptuning (veränderter Zündzeitpunkt, erhöhter Kraftstoffdruck, erhöhter Ladedruck) negativ auf die Lebensdauer eines nicht mehr taufrischen Motors auswirkt. Tuner SKN erhöhte die Leistung des 53.000 Kilometer alten, nominell 90 PS starken Serienmotors (gemessen: 99 PS) um 20 PS und garantiert problemlosen Lauf bis zu 100.000 Kilometer Laufleistung. Der Fahrwerkeinbau ist die erste weitere Tuning-Maßnahme am Golf, andere werden folgen.

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