EU-Importautos

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EU-Importautos

— 04.04.2005

Kaufparadies Dänemark

Im hohen Norden sind für uns Deutsche die Autos immer noch am billigsten: Hier gibt es Neuwagen zum Teil ein Drittel günstiger.

Am billigsten sind Autos in Dänemark

Ein Auto, ein Preis. Und das in ganz Europa. Dieser Traum des ehemaligen EU-Wettbewerbskommissars Mario Monti ist noch lange nicht Wirklichkeit. Die neueste Statistik der Europäischen Union zeigt: Bei unseren EU-Nachbarn kosten Neuwagen zum Teil gut ein Drittel weniger als bei uns. Besonders günstig sind Autos in den skandinavischen Nachbarländern. Spitzenreiter ist dabei Dänemark.

Ohne Steuer ist's nicht teuer

Wegen der hohen Luxussteuern müssen die Autohersteller ihre Fahrzeuge in diesen Ländern viel günstiger verkaufen als in Deutschland. Sonst bleiben sie auf den Autos sitzen. Besonders schön: Deutsche Autokäufer zahlen Nettopreise, ohne die oft höhere Mehrwert- oder Luxussteuer der Nachbarländer. Erst an der Grenze kassiert der deutsche Zoll einheitlich 16 Prozent Einfuhrumsatzsteuer. Auch Großbritannien, sonst eher ein teures Pflaster für Autokäufer, ist bei einigen Modellen eine Reise wert. Problem: Diese Autos sind ausnahmslos Rechtslenker.

Bei BMW und Mercedes lohnen sich Re-Importe kaum: Hier beträgt der Preisunterschied laut EU nur rund elf Prozent. Soviel kann jeder auch bei seinem Händler raushandeln. Und bei Porsche gibt es gar kein EU-Schnäppchen. Die Zuffenhausener verlangen für ihre Flitzer Einheitspreise. Weltweit.

Ist das EU-Fahrzeug hier angekommen, gelten dafür dieselben Garantie- und Gewährleistungsregeln wie für ein in Deutschland gekauftes Fahrzeug. Dennoch gibt es einige Dinge, die Sie beim Kauf unbedingt beachten sollten.

Was Sie beim Kauf beachten sollten

Die Serienausstattung weicht bei den EU-Nachbarn oft ab. Vergleichen Sie deshalb mit der deutschen Serienausstattung und bestellen Sie Fehlendes notfalls nach. Jedes Land zudem hat eigene Preis- und Aufpreislisten. Gelegentlich gibt es bestimmte Extras nur in dem jeweiligen Land. Wichtig: Lassen Sie sich die EU-Übereinstimmungserklärung (COC) mitgeben. Das erspart die TÜV-Abnahme.

Bei Übergabe im Ausland werden manchmal angebliche Kosten für Schreibarbeiten oder Behördengänge extra berechnet. Tip: Schreiben Sie den Endpreis ohne Luxus- und Umsatzsteuer im Kaufvertrag fest. Noch etwas: Lassen Sie sich das Serviceheft vom ausländischen Vertragshändler abgestempelt, unterschrieben und datiert mitgeben, sonst sind Garantie und Gewährleistung futsch. Achtung: Bei Import-Fahrzeugen zieren sich Hersteller und Werkstätten oft bei der Kulanz.

Ein letzter Tip: Achten Sie auf die Euro-Norm. Es gibt zwar seit dem 1.1.2005 keinen Steuervorteil für neuzugelassene Euro-4-Fahrzeuge mehr (Benziner 6,75 Euro/100 cm³, Diesel 15,44 Euro/100 cm³). Wer aber heute ein Auto mit der alten Euro-3-Norm kauft, muß mit höherem Wertverlust rechnen. Das gleiche gilt für neue Diesel ohne Rußfilter.

Autor: Stefan Szych

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