Fahrbericht VW Crafter

VW Crafter VW Crafter

Fahrbericht VW Crafter

— 02.03.2006

Transport-Sicherung

VW Nutzfahrzeuge hat den LT-Nachfolger "Crafter" vorgestellt – cleveres ESP inklusive. In Planung: ein günstiger "Robust Pick Up".

LT ist passé – die dritte Generation des VW-Transporters der Sprinterklasse kommt im April 2006 und heißt Crafter. Und Kraft hat er: Mit der Topmotorisierung (120 kW/164 PS) sind 160 km/h drin. Sehr viel für ein Fahrzeug, das vollbeladen 3,5 Tonnen wiegt. Bei unzureichend gesicherter Ladung sind die häufig bei Lieferdiensten eingesetzten Fahrzeuge in Gefahrensituationen nur schwer zu beherrschen. Das möchte die Nutzfahrzeug-Abteilung von Volkswagen mit einem neuen ESP im Crafter ändern.

Das Prinzip: Es berücksichtigt zusätzlich Masse und Position der Ladung. AUTO BILD hat das Brems- und Fahrverhalten eines vollbeladenen 5,90-Meter-Crafter getestet. Mit kalten Bremsen steht der Transporter nach 42,7 Metern. Im warmen Zustand sind es 2,2 Meter mehr. Für diese Fahrzeugart akzeptable Werte, wobei das ABS auf den letzten Metern vor dem Stillstand besonders stark zupackt. Beim Spurwechseltest und im Slalom bleibt der Crafter handlich und gutmütig und dank direkter Lenkung gut beherrschbar. Der 2,70 Meter hohe Riese neigt sich nur geringfügig. Und sobald es zu heftig wird, greift die Elektronik spürbar ein.

Parallel zur Vorstellung des neuen Transporters hat VW Nutzfahrzeuge einen Einblick in die nahe Modell-Zukunft gewährt. Der schicke Microbus, ursprünglich für den US-Markt geplant, wurde definitiv ad acta gelegt. Für den deutschen Markt werde allerdings die Baureihe T5 erweitert – zunächst mit Fokus auf günstigere Einstiegsmodelle im Freizeit-Sektor. Für einen Lifestyle-T5 mit "Elementen aus der Oberklasse", wie es 2005 hieß, gab der Hersteller noch keine konkreten Pläne bekannt.

Definitiv in der Hannoveraner Pipeline steckt eine komplett neue Fahrzeugklasse: der "Robust Pick Up" (RPU). Die Baureihe soll "in unterschiedlichen Varianten sowohl in Europa als auch in Schwerpunktmärkten der südlichen Welthalbkugel" produziert und verkauft werden, so Nutzfahrzeug-Sprecher Bernd Wiedemann. Der RPU sei für das Marktgebiet Europa und durch seine robuste Ausführung besonders für Schwellenländer vorgesehen.

Stichwort USA: In Hannover weiß man, daß sich die Nordamerikaner unter einem Pick-up eher ein Statussymbol als ein günstiges Arbeitstier vorstellen. Diesen Markt gilt es offenbar mit anderen Mitteln zu erobern – der Microbus gehört jedenfalls nicht mehr dazu.

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