Faurecia (IAA 2015): Intuitives Cockpit der Zukunft

Faurecia (IAA 2015): Intuitives Cockpit der Zukunft

— 16.09.2015

Touch me, baby!

Was können Cockpits der Zukunft? Zulieferer Faurecia zeigt auf der IAA 2015 neue Technologien, die schon in wenigen Jahren Realität sein werden.

Drücken und schalten war gestern. Heute und morgen wird getoucht, gewischt, vernetzt. Dieser Trend ist nicht neu, das zeigt auch unser Cockpit-Check auf der IAA – neu ist aber, in welchem Umfang und auf welche Art und Weise das passiert und vor allem: passieren wird.

Einen spannenden Blick in die nahe, reale Auto-Zukunft zeigt auf der IAA Zulieferer Faurecia. Zum einen mit der Innenraumstudie "Intuition" (Foto oben), einem Ausblick auf ein autonomes Auto in den 2020er Jahren, zum anderen mit dem "First Inch Demonstrator". Dieser Demonstrator einer Mittelkonsole zeigt Technologien, die wir in den kommenden Jahren tatsächlich in unseren Autos finden werden. In welchen Fahrzeugen diese neuen Technologien verbaut werden, wollen die Franzosen noch nicht verraten – nur, dass sie kommen werden.

Cockpits auf der IAA im Check

Brandaktuell: Neuheiten auf der IAA

"Intelligente", berührungsempfindliche Oberflächen

Der bogenförmige Alu-Touchscreen namens "DecoControl" reagiert über kapazitive Schalter auf Berührung mit Vibrieren oder Leuchten.

Zum Beispiel die berührungsempfindlichen Oberflächen. Faurecia nennt das beim Demonstrator "DecoControl": edle Alu- oder Holzflächen mit kapazitiven Schaltern, die auf Berührung mit leichter Vibration oder Beleuchtung reagieren. Im Demonstrator überspannt diese Mensch-Maschine-Schnittstelle bogenförmig die gesamte Mittelkonsole, ohne Knöpfe, ohne Tasten. Schick! Laut Faurecia wird "DecoControl" voraussichtlich von 2017 an in Autos verbaut werden.

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Brillant, reflexionsarm, super touchy: Der AMOLED-Bildschirm kommt voraussichtlich 2019.

Über dem "DecoControl"-Mittelteil sitzt im "First Inch Demonstrator" ein nur 1,3 Millimeter flacher, acht Zoll großer, organischer Aktivmatrix-LED-Bildschirm ("AMOLED"), der an den Kanten von Acrylglas umrahmt ist und besonders reflexionsarm, unempfindlich, brillant und sensibel sein soll. In echten Autos wird diese Art von "DecoDisplay" wohl erst ab 2019 zu finden sein. Eine noch etwas abgespeckte Version davon (flacher statt gewölbter Bildschirm, keine Touch-Funktion) ist laut Faurecia bereits in Alfa Romeos Giulia integriert, die just auf der IAA zu sehen ist (hier geht's zur Sitzprobe).

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Neue "Brücke" mit Bildschirm, der lesen kann

Insgesamt gibt es in der Demonstrator-Konsole drei Bildschirme. Neben dem AMOLED-Hauptschirm ist das ein 3,5 Zoll großer Touch-Flatscreen, der in einer neuartigen "Brücke" auf der Fahrerseite der Mittelkonsole sitzt. Er hat ein Bildschirmtastenfeld und kann auch geschriebene Worte entziffern – wer möchte, kann ihn auf diese Weise mit Navi-Daten füttern, die dann an das Hauptdisplay weitergegeben werden. Diese Brücke, in der auch mechanische Tasten mit Leuchtsymbolen stecken, wird wahrscheinlich von 2018 an in einigen Modellen verbaut werden. Schon 2017 könnte der dritte, neue Bildschirm in unsere Autos Einzug halten: ein 1,6-Zoll-TFT-Display über dem e-Schalthebel, das den eingelegten Gang anzeigt. Ist die Zündung aus, ist dieser Monitor mattschwarz und nicht als solcher zu erkennen. 

Die neuartige Dockingstation für Smartphones ist per Bluetooth vernetzt.

Auch in Sachen Smartphone gibt's Neues: Die Dockingstation, deren Technologie laut Faurecia für Fahrzeuge ab dem Baujahr 2017 genutzt werden wird, bietet eine bessere Konnektivität und dient gleichzeitig als Ladestation. Wird das Smartphone in die zentral platzierte Halterung mit unsichtbarer Fixierung gesteckt, verbindet es sich automatisch mit dem Auto und überträgt via Bluetooth alle Daten. Das, so heißt es in der Pressemitteilung, erleichtere den automatischen Betrieb und die Steuerung.

Autor: Maike Schade

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