Abarth 124 Spider (Genf 2016): Sitzprobe

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Fiat Abarth 124 Spider (Genf 2016): Sitzprobe

— 02.03.2016

Der Skorpion sticht wieder

Nach Fiat 500 und Grande Punto hat Abarth endlich wieder einen Sportwagen im Angebot. Der Abarth 124 Spider hat das Zeug zum Kult-Roadster. Sitzprobe!

Tacho bis 270 km/h und roter Drehzahlmesser bis 8000 U/min. Die 12-Uhr-Markierung des Lederlenkrads fest im Blick. Ganz so schnell ist der Abarth 124 Spider dann doch nicht. Aber zur Topspeed-Jagd wurde der Roadster auch nicht gebaut. Sein Revier ist die Landstraße.
Alles Wissenswerte zum Fiat 124 Spider

Video: Fiat Abarth 124 Spider (Genf 2016)

Fiats feuriger Italiener

Fahren dürfen wir noch nicht, aber probesitzen auf dem Autosalon Genf (3. bis 13. März 2016). Beim Einsteigen fällt man tiefer als gedacht auf die schwarzen Ledersitze mit eingesticktem Abarth-Schriftzug. Wahlweise gibt es das schwarze Gestühl auch mit roten Sitzflächen. Mit 1,83 Meter finde ich problemlos eine gute Sitzposition. Also kein Roadster, bei dem man sich ab 1,80 Meter Körpergröße zum Brot macht, weil der Scheitel über die Scheibe ragt. Das Lederlenkrad fühlt sich deutlich wertiger an als das Volant im Abarth 500. Zur Rechten: der kleine Schaltknauf des manuellen Sechsganggetriebes. Das ist übrigens ein Muss in dieser 1060 Kilogramm schweren Spaßmaschine. Wer das automatische "Sequenziale Sportivo"-Getriebe ordert, hat das Konzept in meinen Augen nicht verstanden.
Auf einen Blick: Abarth 124 Spider

Autosalon Genf 2016: Highlights

Ein Roadster zum Offenfahren

Sportlich: Das Lenkrad des Abarth 124 Spider hat eine Mittenmarkierung.

Die Pedalerie ist aus Alu. Eng beieinanderliegend sollte "heel-and-toe-shifting" im Abarth 124 Spider kein Problem sein. Die manuelle Handbremse liegt rechts und ragt aus der Mittelkonsole heraus. Das erinnert an die allererste Dodge Viper RT/10. In den schmalen Sonnenblenden gibt es im Abarth auf beiden Seiten Schminkspiegel. Hauptsache, das Make-up und die Frisur sitzen, typisch Italiener. Wobei man im Abarth 124 Spider schnell eine Fönfrisur bekommt. Diesen Roadster fährt man schließlich offen. Sollte es doch mal regnen, steht man es entweder durch oder entriegelt blitzschnell das Verdeck. Mit einer Hand lässt sich die Stoffkapuze in geschätzten drei Sekunden aufsetzen. Wie lange braucht noch gleich das schnellste E-Dach?

Manuelles Verdeck? Ja, bitte!

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Aber das Verdeck ist nicht nur schnell, sondern auch praktisch: Es klaut kein Kofferraumvolumen. Das bleibt immer gleich groß und reicht für ein langes Wochenende locker aus. Neben der einfachen Handhabung sieht das Stoffverdeck auch noch gut aus. Es passt perfekt zu den mattschwarzen Hauben. Kofferraum und Heckdeckel sind übrigens nur foliert. Diese Option kann auf Wunsch auch abbestellt werden. Zu den fünf Außenfarben (blau, grau, rot, schwarz und weiß) passt der schwarze Kontrast. Außerdem ist er historisch wertvoll.

Genf 2016: gefällt uns, gefällt uns nicht

Esseesse-Version in Planung?

Die Wahl beim Motor fiel auf den bekannten 1,4-Liter-Turbo.

Abarth hat beim 124 Spider einiges geändert: so gibt es exklusive 17-Zoll-Felgen, ein Bilstein-Fahrwerk, Vierkolben-Bremsen von Brembo und den Record Monza Vierrohr-Auspuff. Welcher Motor im Skorpion arbeitet, war lange ein Geheimnis. Die Wahl fiel auf den bekannten 1,4-Liter-Turbo. Im Abarth 124 Spider kommt er auf 170 PS und 250 Nm maximales Drehmoment. Vorerst. Eine stärkere esseesse-Version ist mehr als wahrscheinlich. Dann mit Sicherheit auch mit gelochten Bremsscheiben, die hat der Abarth 124 Spider nämlich bisher nicht. Dank des niedrigen Gewichts und der perfekten Gewichtsverteilung von 50:50 stehen 100 km/h nach 6,8 Sekunden an. Höchstgeschwindigkeit? 232 km/h! Zum Marktstart im September 2016 kostet der offene Skorpion europaweit 40.000 Euro glatt. Die ersten 2500 Exemplare gehören zur Limited Edition. Extras? Wer es braucht, bekommt Navi und Rückfahrkamera.
Autor:

Jan Götze

Fazit

In meinen Augen ist der Abarth 124 Spider der bessere MX-5. Optisch ein Kracher, ausreichend Leistung und der Verzicht auf Schnickschnack. Die kleinen Details, wie das Zielflaggendesign ab 6500 Touren im Drehzahlmesser oder die Metallplakette inklusive Tricolore, machen den Abarth so begehrenswert und besonders. Liebe Ingenieure, hier noch meine Wunschliste für eine esseesse-Version: 18-Zöller, Sabelt-Sitze, Alcantara-Lenkrad und eine kleine Leistungsspritze. Das wärs!

Stichworte:

Cabrio Roadster

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