Fiat Panda 2012: Fahrbericht

Fiat Panda 2012: Fahrbericht

— 29.02.2012

Bärige Alltagshilfe

Klein und dennoch geräumig, verspielt und trotzdem funktional – so ist der neue Fiat Panda. Mit dem 1,2-Liter-Basismotor ist er zwar kein City-Flitzer, bleibt aber eine gute Unterstützung im Alltag.

Kurz zum Einkaufen in die Innenstadt, die Kinder schnell zum Sport bringen oder die Großeltern besuchen und dazu ein paar Kilometer über die Autobahn – dafür ist der Fiat Panda gemacht. Lenkung und Federung passen ins Bild des kleinen italienischen Stadtflitzers: Einem Vorfahrtnehmer in der Düsseldorfer City kann ich bei der Probefahrt schnell und sicher ausweichen. Der 1,2-Liter-Motor mit 69 PS reicht, um die anfangs beschriebenen Aufgaben souverän zu meistern. Wem Funktionalität vor purem Fahrspaß geht, macht damit nichts falsch. Ein Beschleunigungswunder ist er allerdings nicht. Im unteren Drehzahlbereich verhält sich das Bärchen recht träge. Wer also etwas mehr Wert auf zackigen Fahrspaß legt, sollte zum 1500 Euro teureren Twinair-Motor mit 85 PS greifen. Der soll laut Fiat fünf Liter Sprit auf 100 Kilometer verbrauchen, das sind 1,7 Liter weniger als der 1,2-Liter-Benziner. Ich liege mit moderater Stadtfahrt bei 7,0 Liter.

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Black is beautiful: Trotzdem ist der Panda in zehn Karosseriefarben zu haben. Darunter vier Matallic-Lacke.

Das Interieur des Panda ist modern und der Preisklasse angemessen. Weder Übersichtlichkeit noch Funktionalität werden durch das Design eingeschränkt. Apropos Design: Der Panda löst ein altes Rätsel der Mathematik: die Quadratur des Kreises. Quadrat (engl. square) und Kreis (engl. circle) wurden gemischt und im Ergebnis von Fiat "Squircle" getauft. Fast alles am und im Panda ist dieser Kästchen-Formensprache angepasst: von den Scheinwerfern über die Armaturen bis hin zu den Lautsprecherboxen. Hilfreich: die 14 Ablagefächer. Das geräumigste liegt vor dem Beifahrer und ist aus dem Ur-Panda bekannt. Aber auch die anderen 13 haben ihren Sinn, eignen sich als Getränkeablage und versprechen genügend Halt. Nur die Brillenablage links neben dem Fahrerkopf scheint nicht sehr robust und bietet nur wenig Platz für moderne Oversize-Brillen modebewusster Fahrerinnen.

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Das zusätzliche Fenster hinter der C-Säule soll für Helligkeit sorgen und den toten Winkel verringern.

Besonderer Clou: ein zusätzliches Fenster hinter der C-Säule. Es soll für Helligkeit sorgen und den toten Winkel verringern. Das funktioniert, solange niemand auf der rechten Seite der Rücksitzbank hockt. Dort passen ohnehin nur Kinder rein, selbst, wenn die Beinfreiheit um eineinhalb Zentimeter im Vergleich zum Vorgänger gewachsen ist. Dafür sind die Vordersitze schmaler. Trotzdem fühle ich mich als großer und recht schwerer Mensch wohl auf den Stoffsitzen, könnte aber nicht auf die optionale Höhenverstellung verzichten. Was ich vermisst habe, aber auch nur optional zu haben ist: eine verstellbare Rücksitzbank. Die soll 16 cm mehr Platz zum Vordermann ermöglichen. In der Basisausstattung kostet das Bärchen 9990 Euro. MP3-CD-Radio und Klimaanlage kommen erst in der dritten, der "Lounge"-Ausstattung mit 11.490 Euro. Dazu bietet Fiat noch sechs Zusatzpakete für jeweils 500 Euro an. ESP gibt es im Paket "Safety" zusammen mit Notbremsasstistent und Nebelscheinwerfern. Ohne Paket ist ESP für 300 Euro zu haben. Wer sich also für ein paar Annehmlichkeiten entscheidet, kommt schnell auf 12.000 Euro.

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