Fiat Panda (IAA 2011) — 15.07.2011
Panda, bist du groß geworden
Fiat wird den kleinen Panda rundum erneuern: mehr Platz, mehr Sicherheit, mehr Extras. Und: Wie der 500 soll der Panda künftig eigenständigen Stil zeigen. Erste Bilder!
Überblick: Alle News und Tests zum Fiat Panda
Vorn lächelt ein großer Kühlergrill, während Erkennungszeichen wie das dritte Seitenfenster gezielt betont werden. Es trägt die Form eines abgerundeten Würfels, der – als optisches Motto – jetzt überall auftaucht: an Scheinwerfern, Radhäusern, Türgriffen und sogar im Innenraum. Innen bleibt der Panda die liebenswerte Sardinenbüchse: Da die Achsen nicht weiter auseinanderrücken (Radstand 2,30 Meter), müssen dünnere Sitze etwas mehr Knieraum im Fond schaffen. Was er an Breite zulegt, wird vom dickeren Flankenschutz wieder aufgezehrt; die Schultern gehen also wieder in Kuschelkontakt. Immerhin schluckt der Kofferraum jetzt ein Täschchen mehr, die Rückbank ist erstmals asymmetrisch geteilt. Und gegen Aufpreis legt sich der Beifahrersitz flach für langes Gepäck.Überblick: Alle News und Tests zu Fiat
Wirklich überraschen kann erst die neue Einrichtung: Das Cockpit trägt je nach Außenlack verschiedene Farben, das große Ablagefach erinnert an den Ur-Panda. Und es würfelt (an Tacho, Schalthebeln und Fensterhebern) wie auf einer Retro-Tapete aus den Siebzigern. Das kleine Nutz-Bärchen soll schicker werden und wie der 500 mehr und mehr zur Unter-Marke bei Fiat wachsen. Deshalb zieht gegen Aufpreis bislang unbekannter Luxus ein: Sitzheizung, Navi-Systeme oder später sogar ein Unfallschutz für Stadttempo, der mit einer Kamera arbeiten soll. Von der 500-Genspende profitiert der Panda auch unterm Blech. Die breiteren Achsen stammen ebenso vom Modellbruder wie das Sicherheitspaket. Mit vier Airbags und Bremsassistent (ESP wird noch diskutiert) strebt Fiat vier Sterne im Euro-NCAP-Crashtest an.Der neue, 900 Kubik große Zweizylinder-Benziner taucht gleich mehrfach im Programm auf: als Sauger mit 65 PS, als Turbo mit 85 PS und als Erdgas-Turbo mit 80 PS. Der bekannte 1,2-Liter-Vierzylinder leistet mit Benzin und Flüssiggas identische 69 PS, während der 1.3er-Diesel wie bisher bei 75 PS bleibt. Alle Motoren haben Start-Stopp-System, die Zweizylinder unterbieten mit 99 Gramm CO2-Ausstoß pro Kilometer eine wichtige Schwelle. Das entspricht 4,2 Liter Verbrauch. Der neue Panda steht Anfang 2012 bei den deutschen Händlern, nach und nach folgt die ganze Familie – mit der 4x4-Version als "Cross" und "Climbing". Bruderhilfe kann der Fiat gut gebrauchen, denn mit dem VW up! kriegt er in seiner Klasse einen kräftigen Gegner.
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Kommentare zum Artikel (32)
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Panda ist Kult, ich werde die Anschaffung in Erwägung ziehen.
Für die einen ist's ne Hutschachtel und für andere ein vollwertiges Auto. Ich tendiere zu Letzterem. Wenn man ehrlich zu sich selber ist ,muss man einfach sagen,dass man nicht mehr Auto braucht. Bei der heutigen Verkehrsdichte fahr ich gerne ne "Hutschachtel".
@ Sebb
Was der Golf für Volkswagen, das ist für Fiat der Panda. Ich denke, Fiat wird größte Sorgfalt in dieses Projekt legen und sich diesbezüglich auf keine Experimente einlassen!
Die Hutschachtel geht in die dritte Generation... :) Kippt das Ding eigentlich um, wenn sich eine Katze dran reibt?
Ich hoffe der neue Panda bleibt so gut wie der Panda II war. Da gibt es nicht viel zu verbessern, aber sehr viel zu verschlechtern !!!! Die Produktionsstätte zu wechseln halte ich auch für S E H R problematisch ! Never change a winning team !