Ford Sportka

Ford Sportka Ford Sportka

Ford Sportka

— 23.12.2003

Die Sport-KAnone

Sechs Jahre alt und kein bisschen leise: Den Ka gibt es jetzt auch als Sportler – mit 95 PS und knackigem Fahrwerk.

Der Auspuff kauert hinter der Schürze

Nein, schöner ist er nicht geworden. Nicht wirklich. Aber interessanter. Als Sportka hockt der rundliche Ford sehr selbstbewusst auf der Straße. Schärferer Blick als der Original-Ka, dickere Backen, breitere Reifen und viel Spoilerwerk. Aber dann leider dies: Dort, wo ein schönes, dickes Endrohr hinpassen würde – in die Mitte der Heckschürze –, blinzelt verschämt der Rückfahrscheinwerfer. Der Auspuff selbst versteckt sich brav hinter der Schürze.

Dabei könnte der kleine Kölner hier ruhig dicker auftragen. Denn unter der Haube lauert ein lebenslustiger 1,6-Liter mit 95 PS. Das knackige Fahrwerk, die sehr direkte Gokart-Lenkung (beim Rangieren viel zu schwergängig) und die exakte Schaltung machen allesamt den Eindruck, als könnten sie noch ein paar PS mehr vertragen. Der Sportka wirbelt dermaßen energisch, locker und leichtfüßig um die Ecken, dass du glatt vergisst, dass du im kleinsten aller Ford sitzt.

95 PS – das klingt ja erst mal nicht wie die Welt. In Verbindung mit den schlanken 990 Kilo Lebendgewicht und dem kurz übersetzten Fünfganggetriebe entwickelt der 3,62-Meter-Winzling aber ungeahntes Temperament. Er stürmt in nur 10,7 Sekunden auf Tempo 100 und rennt maximal 174 km/h. Im oberen Drehzahlbereich geht dem quicken 1,6-Liter dann allerdings schnell die Puste aus, am wohlsten fühlt er sich bei mittleren Touren. Dann klingt er angenehm rauchig und zieht satt durch.

Technische Daten und Bewertung

Ein Leisetreter ist er dabei nicht: So ab Tempo 100, das sind im Fünften knapp über 3000 Touren, wird er richtig kernig. Unter anderem an der schlechten Dämmung merkt man dann eben doch, dass der seit 1997 gebaute Ka nicht mehr taufrisch ist. Sein Alter verbirgt auch der lieblos mit grobem Kunststoff und einigem nacktem Blech möblierte Innenraum nicht: Das Lenkrad ist nicht verstellbar, statt eines Handschuhfachs gibt es nur eine klapprige Plastik-Box, und nach Kopfairbags oder gar ESP fragen wir besser nicht.

Auch die hübschen Sportsitze sind nicht jedermanns Sache. Eigentlich passen sie recht gut, doch groß gewachsenen Passagieren drücken sie zuweilen unangenehm in die Nieren. Das kann den ausgeprägten Spaßcharakter des Sportka aber kaum trüben. Das gilt schon eher für seinen Preis. Für 13.700 Euro gibt es auch gleich starke Modelle aus der nächsthöheren Klasse.

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