Formel 1: Neue Rennställe
Kommt Team von Mini-Schumi?

Alfa Romeo, SMP, Theodore und Penske. Vier Teams werden mit einem Einstieg in die Formel 1 in Verbindung gebracht. Was ist dran an den Gerüchten?
Bild: Hersteller
- Michael Zeitler
Das Haas-Team macht Mut. Aus dem Stand heraus sind die Amerikaner ein Kandidat für Punkte. Die Zusammenarbeit mit Ferrari ist in dieser Intensität künftig zwar untersagt, aber viele Teile dürfen noch immer von bestehenden Teams gekauft werden. Das Haas-Modell könnte also Schule machen. Und: Mit 22 Autos im Starterfeld ist die Formel 1 noch nicht voll. Es wäre Platz für zwei weitere Teams. Und mindestens zwei aktuelle Rennställe stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand.
Gas und Bremse: Sollte das Haas-Modell Schule machen?

Haas fährt seit diesem Jahr erfolgreich in der F1 mit
Prema bekommt Partner
Interessierte Worte sind auch aus dem SMP-Racing-Lager zu vernehmen: „Wir arbeiten uns langsam, Schritt für Schritt, in Richtung Formel 1 vor“, wird Boris Rotenberg am Rande des russischen Grand Prix zitiert. Rotenberg, ein reicher Geschäftsmann aus Russland, ist der Finanzier hinter dem russischen Team, das diverse Fahrer und Teams in verschiedenen Serien unterstützt – und das inzwischen einen eigenen LMP2-Prototypen in der Sportwagen-WM auf Kiel gelegt hat. Wahrscheinlicher als der Aufbau eines komplett neuen F1-Teams ist aber die Zusammenarbeit mit einer bestehenden Mannschaft. Eine Option wäre Force India, wo mit Nikita Mazepin ein russischer Nachwuchsfahrer aus dem SMP-Pool einen langfistigen Vertrag hat.

In der IndyCar-Serie ist Penske eine große Nummer
Schließlich will Haas-Chef Gene Haas auch seinen amerikanischen Kollegen Roger Penske und Rick Hendrick die Formel 1 schmackhaft machen. Penske dazu zu ABMS: „Für mich ist die Formel 1 ein geschlossener Club. Du brauchst finanzielle Unterstützung und die bekommst du als kleines Team nicht. Finanziell ist das also nur schwer machbar.“ Penske, das letzte US-Team, das ein Formel-1-Rennen gewann (1976 in Österreich mit John Watson), wird dem GP-Sport also erst einmal fern bleiben.
Service-Links