Prema Power

Formel 1: Neue Rennställe

— 23.05.2016

Kommt Team von Mini-Schumi?

Alfa Romeo, SMP, Theodore und Penske. Vier Teams werden mit einem Einstieg in die Formel 1 in Verbindung gebracht. Was ist dran an den Gerüchten?

Das Haas-Team macht Mut. Aus dem Stand heraus sind die Amerikaner ein Kandidat für Punkte. Die Zusammenarbeit mit Ferrari ist in dieser Intensität künftig zwar untersagt, aber viele Teile dürfen noch immer von bestehenden Teams gekauft werden. Das Haas-Modell könnte also Schule machen. Und: Mit 22 Autos im Starterfeld ist die Formel 1 noch nicht voll. Es wäre Platz für zwei weitere Teams. Und mindestens zwei aktuelle Rennställe stehen finanziell mit dem Rücken zur Wand.

Haas fährt seit diesem Jahr erfolgreich in der F1 mit

Ein Interessent scharrt besonders laut mit den Hufen: Alfa Romeo. Immer wieder beteuert Fiat-Chef Sergio Marchionne sein Anlegen, die Traditionsmarke zurück in den GP-Sport zu bringen. Der erste Formel-1-Weltmeister, Giuseppe Farina, fuhr bei seinem Titelgewinn 1950 einen Alfa Romeo. Wenn Marchionne sagt, ein Einstieg in die Formel 1 hinge davon ab, wie viel Autos Alfa Romeo verkaufen werde, dann könnte das schon auf das Motiv hinweisen, wieso der Italiener immer wieder die Gerüchte selbst in den Umlauf streut: Er will die Marke promoten. Wie realistisch ein Einstieg wirklich ist? Bisher gab es nur Worte, keine Taten. Und keine Anzeichen, dass sich daran etwas ändert.

Prema bekommt Partner

Interessierte Worte sind auch aus dem SMP-Racing-Lager zu vernehmen: „Wir arbeiten uns langsam, Schritt für Schritt, in Richtung Formel 1 vor“, wird Boris Rotenberg am Rande des russischen Grand Prix zitiert. Rotenberg, ein reicher Geschäftsmann aus Russland, ist der Finanzier hinter dem russischen Team, das diverse Fahrer und Teams in verschiedenen Serien unterstützt – und das inzwischen einen eigenen LMP2-Prototypen in der Sportwagen-WM auf Kiel gelegt hat. Wahrscheinlicher als der Aufbau eines komplett neuen F1-Teams ist aber die Zusammenarbeit mit einer bestehenden Mannschaft. Eine Option wäre Force India, wo mit Nikita Mazepin ein russischer Nachwuchsfahrer aus dem SMP-Pool einen langfistigen Vertrag hat.

In der IndyCar-Serie ist Penske eine große Nummer

Neuer Formel-1-Kandidat: Prema Power – das Team, für das Mick Schumacher in der ADAC Formel 4 unterwegs ist. Von AUTO BILD MOTORSPORT auf die Formel 1 angesprochen, erklärt Pressechefin Angelina Ertsou: „In die Formel 1 einzusteigen ist nichts, was man einfach so entscheidet. Da muss alles passen und die richtigen Umstände da sein.“ Vielleicht sind sie das jetzt: Teddy Yip Jr. steigt mit Theodore Racing als Partner ein. Sein Vater sponserte in den 70er und 80er Jahre diverse Teams und Fahrer, hatte mit dem Theodore-Team einen eigenen Formel-1-Rennstall. Den will Yip Jr. jetzt wieder aufleben lassen. Mit Prema Power erstreckt sich die Partnerschaft 2016 auf die GP2, die Formel-3-Europameisterschaft und die Formel 4. Die Formel 1 ist das Langfristziel von Yip.

Schließlich will Haas-Chef Gene Haas auch seinen amerikanischen Kollegen Roger Penske und Rick Hendrick die Formel 1 schmackhaft machen. Penske dazu zu ABMS: „Für mich ist die Formel 1 ein geschlossener Club. Du brauchst finanzielle Unterstützung und die bekommst du als kleines Team nicht. Finanziell ist das also nur schwer machbar.“ Penske, das letzte US-Team, das ein Formel-1-Rennen gewann (1976 in Österreich mit John Watson), wird dem GP-Sport also erst einmal fern bleiben.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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