Formel 1

Formel 1: Red Bull im Aufwind

— 10.08.2016

Renault baut an "Rakete"

Red Bull hat sich wieder zum Top-Team in der Formel 1 gemausert. Vergessen sind die Ausstiegsgedanken - nächstes Jahr will man sogar den Titel angreifen.

Im Hintergrund sind Baugeräusche zu hören, als sich AUTO BILD MOTORSPORT bei Helmut Marko (73) meldet. Der Red-Bull-Motorsportberater ist gut gelaunt: "Langsam sehe ich Licht am Ende des Tunnels", so der Grazer: "Das neue Hotel wird langsam fertig."

Die blendende Stimmung des Freizeit-Hoteliers hat aber nicht nur mit seinem neuen Hotel zu tun. Das Licht am Ende des Tunnels könnte sich genauso auf das Formel-1-Engagement des Getränkekonzerns beziehen.

Ricciardo und Verstappen sind derzeit heiß begehrt

Nach zwölf von 21 Rennen hat Red Bull Ferrari überholt, ist Zweiter in der Konstrukteurswertung. Die Piloten Daniel Ricciardo (26) und Max Verstappen (18) gelten als heißeste Aktien auf dem Fahrermarkt. "Vielleicht jetzt schon, aber spätestens nächste Saison sind sie die beste Fahrerpaarung in der Formel 1", lobt Experte Gerhard Berger (57).

Und beim Aufwärtstrend der Bullen ist kein Ende in Sicht. Ausstiegsgerüchte wie vergangenes Jahr sind längst passé. "Ziel für dieses Jahr ist den zweiten Platz in der Teamwertung zu halten, noch ein Rennen zu gewinnen und ab nächster Saison wieder um den Titel zu fahren", formuliert Red-Bull-Teamchef Christian Horner die eigenen Ansprüche.

Das ist möglich, denn besonders beim Nachtrennen in Singapur gelten die beiden Red-Bull-Autos als Mitfavoriten neben Mercedes.

Motorsportberater Helmut Marko träumt schon von den Jahren ab 2017: "Unser Motorhersteller Renault gibt richtig Gas, unser Chassis ist sowieso eines der Besten. Deshalb ist es nicht arrogant zu behaupten, dass ein Fahrer in den nächsten drei Jahren in einem Red Bull oder Mercedes sitzen muss, um den Titel zu gewinnen."

Helmut Marko sieht Red Bull gehörig im Aufwind

In der Tat: Das Renault-Aggregat gilt jetzt schon als Geheimtip für nächstes Jahr. Immer noch haben die Franzosen elf Token (Entwicklungswertmarken) für 2016 übrig. Die hebt man sich für die kommende Saison auf. Heißt: Zum Jahresende wird die Evolutionsstufe des modifizierten Antriebspakets zwar von der FIA homologiert, kommt aber erst 2017 zum Einsatz.

Gerüchten, die besagen, dass Toro-Rosso-Cheftechniker James Key James Allison bei Ferrari ersetzen soll, erteilt Marko ebenso eine Absage wie den Spekulationen, dass Toro-Rosso-Pilot Daniil Kvyat (22) ausgewechselt werden könnte. Marko: "Key hat einen Vertrag bis Ende 2018 und was Kvyat betrifft: Wir halten an ihm fest. Er muss jetzt erst mal den Kopf freibekommen und Selbstbewusstsein tanken, um sein Potential wieder abrufen zu können."

Autoren: Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

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