Sebastian Vettel: Sein Leben in Bildern

Sebastian Vettel Sebastian Vettel Sebastian Vettel

Formel 1: Red Bulls Horner klärt auf

— 08.08.2014

Vettel wie eine Primaballerina

Sebastian Vettel steht 2014 klar im Schatten von Teamkollege Daniel Ricciardo. Red-Bull-Teamchef Christian Horner erklärt warum: Es liegt am Fahrstil.

Hinter so manchem Problem steht eine einfache Erklärung. Und woran es bei Sebastian Vettel in dieser Saison mangelt, hat AUTO BILD MOTORSPORT bei seinem Red-Bull-Teamchef Christian Horner in Erfahrung gebracht. „Es ist eine Kombination aus mehreren Dingen. Erstens: Es raubt dir viel Energie, wenn du fünf Jahre lang um den Titel kämpfst. Das macht müde, ist aber kein fundamentales Problem“, sagt Horner. Vettels bisherige Bilanz: zwei Podestplätze in den ersten elf Rennen (Dritter in Malaysia und Kanada). Dagegen hat Teamkollege Daniel Ricciardo bereits zwei Siege auf dem Konto.

Gefühl für das Auto verloren

Motzki oder vom Auto im Stich gelassen? Sebastian Vettel kann mit seiner Saison 2014 nicht zufrieden sein

Entscheidend für die Vettel-Probleme waren aber die massiven Regeländerungen über den Winter. „Die Art und Weise, wie Sebastian in den letzten Jahren diese Extra-Zehntel aus dem Auto rausgeholt hat, war ziemlich einmalig. Er reagiert sehr sensibel auf das Verhalten des Autos, zum Beispiel beim Bremsen“, erklärt der Teamchef gegenüber AUTO BILD MOTORSPORT. „Die neue elektronische Bremse gibt aber weniger Feedback als die alte. Deshalb hat Sebastian einen Teil seines Gefühls für das Auto verloren“, räumt Horner ein. Dabei nimmt der Brite jedoch auch sein Team nicht in Schutz. „Die Fahrbarkeit unseres Antriebs war wirklich grausam. Darum konnte Seb auch mit den Reifen nicht so haushalten, wie er das sonst immer gemacht hat.“

Spezial-Tricks wirken nicht mehr

Eine von Vettels großen Stärken wurde somit zur Achillesferse. „Seb fuhr teilweise wie eine Ballerina, ist zwischen Gas und Bremspedal hin und her getanzt und hat teilweise auch beide gleichzeitig betätigt. Das waren seine kleinen Spezial-Tricks, die ihn schneller machten als alle anderen, die er heute aber nicht mehr ausspielen kann“, verrät Horner. Mittlerweile hat Red Bull das System aber justiert. „Dadurch hat Seb wieder mehr Gefühl für das Auto und das sieht man an den Rundenzeiten und Startplatz zwei in Ungarn“, gibt der Teamchef Gründe zur Hoffnung. „Und was wir bitte auch nicht vergessen dürfen: Sebastian hatte extrem viele Technikprobleme. Oft haben ihn Kleinigkeiten gestoppt. Das hat seinen Flow gestört“, nimmt Horner seinen Fahrer in Schutz. „Er hatte also gar keine Chance seinen Fahrstil anzupassen...“

Autoren: Frederik Hackbarth, Ralf Bach, Bianca Garloff

Fotos: Getty Images

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