Ricciardo

Formel 1: Zuspruch für Ricciardo

— 07.06.2016

Sieg nur eine Frage der Zeit

Max Verstappen und Lewis Hamilton hießen die Gewinner der letzten zwei Rennen. Dabei hätten beide Siegerpokale an Daniel Ricciardo gehen müssen.

Trotz seiner Kritik an Red Bull nach dem Großen Preis von Monaco bekommt Daniel Ricciardo Zuspruch von seinem Chef. „Wir haben ihm in Monaco den Sieg gestohlen“, gibt Motorsportberater Helmut Marko im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT zu. Red Bull fehlten beim Boxenstopp des führenden Australiers die Reifen. Ricciardo fühlte sich daraufhin vom Team „verarscht“.

Marko kann das rückblickend sogar verstehen. Denn es war nicht das erste Mal, dass Red Bull seinen Fahrer in Stich gelassen hatte. Marko: „Er hätte in Barcelona (falsche Strategie; d. Red.) und in Monaco den Sieg verdient. Zweimal wurde er ihm aus der Hand gerissen, ohne dass er was dafür konnte. Ich habe ihm gesagt, er fährt im Moment auf einem so hohen Niveau – vielleicht sogar auf dem höchsten aller Piloten –, dass der nächste Sieg nur eine Frage der Zeit ist.“
Ricciardos Erfolgsgeheimnis: Wie er die Monaco-Pole erobert hat

Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo will in Kanada, wo er 2014 seinen ersten Erfolg feierte, endlich siegen

Red Bull hat sich vor Ferrari zum ersten Mercedes-Verfolger aufgeschwungen. Ob Ricciardo (40 Punkte Rückstand auf Rosberg) tatsächlich um die WM kämpfen kann, entscheidet sich aber erst beim kommenden Rennen in Mont­real. Der Grund: Der Kurs in Kanada gilt als Motorenstrecke, und die war bislang die Achillesferse von Red Bull.

Doch die 30 PS mehr durch ein Update von Antriebslieferant Renault, mit dem Red Bull den Vertrag prompt nach dem positiven Feedback des Monaco-Wochenendes bis einschließlich 2018 verlängert hat, geben Ricciardo und Red Bull berechtigte Hoffnung, auch den endgültigen Leistungstest zu bestehen.

„Wir haben jetzt schon das beste Chassis“, sagt Marko, „das ist ein großes Plus.“ Zumal der Red Bull laut dem Grazer „extrem viel Abtrieb durch eine ausgeklügelte Mechanik aufbauen kann. Dadurch haben wir einen ganz brauchbaren Topspeed, weil wir flachere Flügel fahren können.“ Gerade in Montreal könnte das den PS-Nachteil des Renault schon aufheben.

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

Fotos: Picture-Alliance

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