Autos mit Killer-Kältemittel R1234yf (Mai 2013)

Freie Werkstätten scheuen Killer-Kältemittel

— 30.05.2013

Probleme mit R1234yf-Service

Autos mit dem Killer-Kältemittel R1234yf haben bei freien Werkstätten schlechte Karten: Die Servicegeräte sind den Betrieben einfach zu teuer.

Besitzer von Autos mit dem neuen Kältemittel R1234yf sind zurzeit auf ihre Vertragshändler angewiesen, wenn die Klimaanlage nicht mehr kühlt oder eine Wartung ansteht. Grund: Freie Werkstätten scheuen die Investition in neue Servicegeräte (ab 8000 Euro).
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Unterstützt wird diese zögernde Haltung vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der sich in seiner aktuellen Broschüre "Kraftfahrzeug-Klimaanlagen" mit dem neuen Kältemittel befasst. Laut ZDK ist "nicht absehbar, ob das Kältemittel R1234yf oder gegebenenfalls ein weiteres neues Kältemittel zukünftig von den Fahrzeugherstellern eingesetzt wird". Kfz-Betriebe sollten daher "sorgsam individuell abwägen", ob Neuanschaffungen teurer Geräte für R1234yf sinnvoll seien.

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'Sollen Werkstätten in R1234yf-Geräte investieren?'

Stattdessen empfiehlt der ZDK beispielsweise die Kooperation mit anderen Kfz-Betrieben oder das Leasing. Diesen Weg gehen auch einige der Hersteller, die bereits Autos mit R1234yf auf dem Markt haben. Kia, Mazda und Subaru bestätigten auf AUTO BILD-Anfrage, dass der R1234yf-Service in allen Werkstätten beauftragt werden kann, selbst wenn vor Ort noch kein passendes Gerät vorhanden ist. Dieses wird dann kurzfristig ausgeliehen. Für Nicole Diek, Meisterin im Hamburger Traditionsbetrieb Kühler-Diek (Foto oben), ist ein weiterer Grund für ihr Abwarten der hohe Preis des Kältemittels selbst. Bei Kosten von 250 Euro pro Kilo sind für eine Standardflasche mit zwölf Kilo Inhalt 3000 Euro fällig. Zum Vergleich: R134a kostet weniger als zehn Euro pro Kilo. Zudem werde selbst im Kältemittel-Großhandel bislang kein R1234yf angeboten.

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