Gebrauchtwagen: Kleinwagen
Die zehn besten Kleinwagen bis 4000 Euro

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Günstige Kleinwagen zählen zu den beliebtesten Gebrauchten. Aber welche sind wirklich zuverlässig und haben auch im Alter nur wenig Mängel? AUTO BILD zeigt die zehn Besten aus dem TÜV-Report 2013.
Billig, zuverlässig und praktisch. So wünschen sich Fahranfänger, Studenten oder Zweitwagenkäufer ihren gebrauchten Kleinwagen. Oft liegt die preisliche Schmerzgrenze bei 5000 Euro. Rund 1000 Euro sollte man immer für etwaige Folgekosten einkalkulieren – bleiben 4000 Euro für die Anschaffung. Dafür gibt es Kleinwagen im Alter von sechs bis zehn Jahren, Angebot sowie Marken- und Modellauswahl sind riesig. Der AUTO BILD TÜV-Report 2013 verrät, welche Kleinwagen auch im Alter geringe Mängelquoten haben.
Fazit
Es bedeutet längst keinen Verzicht mehr, einen günstigen Kleinwagen zu fahren. Unsere klare Nummer eins sind der Ford Fiesta und seine baugleichen Brüder Ford Fusion und Mazda 2. Aber immer gilt: Ein mängelfreier technischer Zustand und damit möglichst geringe Folgekosten sind in der 4000-Euro-Klasse wichtiger als Marke, Modell oder die Ausstattung.
Gebrauchte Kleinwagen: Die Top 10 im TÜV-Report

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Zehn Kleinwagen, die beim TÜV zu den besten Prüflingen gehören – und schon für 4000 Euro und weniger zu haben sind.
Bild: Thomas Ruddies

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Platz 10: VW Polo • Original muss nicht immer die beste Wahl sein. Das beweist die vierte Polo-Generation (Typ 9N, 2001 bis 2009): Mit einer Quote an erheblichen Mängeln von 21 Prozent schneidet er schlechter ab als seine Konzernbrüder Skoda Fabia und Seat Ibiza. Der TÜV bemängelt ...
Bild: Holger Schaper

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... Ölverlust, ausgeschlagene Vorderachsgelenke und die ungleichmäßige Wirkung der hinteren Bremse. Viel ärgerlicher sind aber teure Turboladerschäden bei den TDI-Motoren und reißende Steuerketten beim 64 PS starken 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner. Polo-Vorteil: die gute Verarbeitung und ...
Bild: Holger Schaper

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... hohe Wiederverkaufschancen. Da wirkt das positive VW-Image. Beim Polo der beste Allround-Motor: der 1,4-Liter-Benziner mit 75 PS. Die Preise beginnen bei rund 2500 Euro.
Bild: Holger Schaper

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Platz 9: Seat Ibiza • Spanien – viele denken an Temperament, Feuer und Leidenschaft. Im Fall des spanischen Polo-Modellbruders Ibiza (Typ 6L, 2002 bis 2008) passen diese Attribute zumindest ansatzweise. Denn der Ibiza ist straffer abgestimmt und sportlicher gestylt als die nüchternen Konzern-Geschwister ...
Bild: Hans-Joachim Mau

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... Skoda Fabia und VW Polo. Die Verarbeitungsqualität des Ibiza wurde mit den Jahren immer besser, nur frühe Modelle klappern und sind im Detail teilweise schlampig zusammengebaut. Ein weiterer Nachteil gegenüber Fabia und Polo: Der Seat bietet weniger Platz. Beim TÜV ...
Bild: Hans-Joachim Mau

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... fallen 20,3 Prozent aller siebenjährigen Ibiza durch, oft wegen ausgeschlagener Achsgelenke. Die Konzern-Krankheiten teilt auch der Ibiza. ABS und vier Airbags sind immer an Bord, ESP gibt es erst bei den Sport-Modellen ab 150 PS.
Bild: Hans-Joachim Mau

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Platz 8: Nissan Micra • Auweia! Mit den Jahren wandelt sich die dritte Micra-Generation (Typ K12, 2003 bis 2010) vom Frauenschwarm zum Schreck der TÜV-Prüfer. Die Durchfallquote bei Siebenjährigen beträgt 20,2 Prozent, am häufigsten beanstanden die Gutachter ...
Bild: Holger Schaper

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... ausgeschlagene Spurstangenköpfe, ölende Motoren und Beleuchtungsmängel. Kleinkram im Vergleich zu gelängten Steuerketten, die beim 1,2-Liter-Benziner bis 2004 öfter vorkamen. Reparaturkosten: bis zu 1500 Euro. Die verbauten Renault-Diesel sind nicht viel besser, undichte Einspritzsysteme und ...
Bild: Sven Krieger

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... Turboladerschäden sind aktenkundig. Auch die Elektronik (Drehzahlsensoren, schlüsselloser Zugang) sorgt für Ärger. Gut: ABS und vier Airbags sind immer Serie. Motor-Tipp: der 1,4-Liter-Benziner mit 88 PS (ab 2500 Euro).
Bild: Toni Bader

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Platz 7: Fiat Punto • Wer wenig Bares hat und einen günstigen gebrauchten Kleinwagen sucht, stolpert irgendwann über den Fiat Punto. Die zweite Generation (Typ 188, 1999 bis 2007) zählt auch gebraucht zu den günstigsten Offerten. Doch Vorsicht: Die TÜV-Mängelquote liegt mit 20,2 Prozent über dem Durchschnitt. Typische ...
Bild: Hans-Joachim Mau

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... Macken sind durchgefaulte Endtöpfe, ölende Aggregate und ab dem zehnten Jahr auch Rost. Getriebeschäden infolge Ölmangels, ausfallende elektrische Servolenkungen, Generatoren, Kraftstoffpumpen, Anlasser, Kombiinstrumente und ...

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... Leuchtweitenregulierungen sind ebenfalls häufig zu beobachten. Punto-Stärken: Er bietet viel Platz, serienmäßig ABS und vier Airbags. Der Basis-Benziner 1.2 8V (60 PS, ab 1000 Euro) ist mechanisch solide, kräftig und sparsam.

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Platz 6: Skoda Fabia • Kaum jemand erinnert sich noch an den Skoda Felicia, höchstens noch der TÜV-Prüfer, denn meist verweigerte er eine frische HU-Plakette. Aus dem Ostblock-Mauerblümchen wurde 1999 der attraktive Fabia. Der Tscheche punktet mit inneren Werten und Technik aus der VW-Familie. Die gefällige ...
Bild: Thomas Ruddies

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... Karosserie kam serienmäßig mit fünf Türen und ausreichend Platz für vier, auch einen Kombi und ein Stufenheck gab es. Dazu war der Fabia als Neuwagen über zehn Prozent günstiger als ein technisch identischer Polo mit nur drei Türen. Im Alter hat sich daran nichts geändert: Für den Polo ist ein VW-Bonus fällig, einen vergleichbaren Fabia gibt's ...
Bild: Thomas Ruddies

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... auch gebraucht günstiger. Was der TÜV nicht sieht, sind typische Krankheiten, die alle drei Konzernbrüder (VW, Skoda, Seat) befallen: defekte Fensterheber, Zentralverriegelungen und Luftmassenmesser und funktionsgestörte Motorsteuergeräte.
Bild: Thomas Ruddies

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Platz 5: Suzuki Swift • Der BMW-Mini wird seit 2001 heiß geliebt. Aber leider ist er ganz schön teuer. Es geht auch billiger: Seit 2005 schickt Suzuki den kess gestylten Swift (Typ MZ, 2005 bis 2010) ins Rennen der Trend-Kleinwagen. Für viele geht er als lupenreiner Nippon-Mini durch – nur ohne Retro. Blickt man ...
Bild: Thomas Ruddies

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... auf die Mängelquote beim TÜV, steht der Swift auch technisch ganz gut da: Nur 16,5 Prozent aller geprüften Siebenjährigen haben erhebliche Mängel. Damit schneidet der Swift besser ab als der Durchschnitt (17,2 Prozent). Aber die TÜV-Statistik sagt nicht alles aus, denn der Swift hat einige Problemzonen. Während seiner Modelllaufzeit ...
Bild: Thomas Ruddies

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... von fünf Jahren rief Suzuki den Kleinen neunmal zurück, unter anderem wegen möglicher Schmorbrände oder ungewolltem Auslösen der Seitenairbags. Schlimmer sind Getriebeschäden infolge eines Materialfehlers, wovon viele Swift-Fahrer berichten. Die beliebteste Motorisierung ist der 1,3-Liter-Benziner mit 92 PS. Preise ab 3500 Euro.
Bild: Thomas Ruddies

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Platz 4: Hyundai Getz • Den AUTO BILD-Dauertest absolvierte ein Hyundai Getz 1.1 mit 63 PS mit der Note 2–. Der kleine Koreaner stemmte die 100.000 Kilometer ohne Probleme oder Pannen. Dabei erwies sich der 63-PS Basis-Benziner aber nicht unbedingt als sparsam. Im Durchschnitt konsumierte er 8,3 Liter Super, ...
Bild: Toni Bader

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... allerdings sind da auch zahlreiche Autobahn-Etappen enthalten, bei denen der kleine Motor oft an seiner Leistungsgrenze agierte. Wäre da nicht ein Diesel die bessere Wahl? Der bis 9/2005 angebotene 1.5 CRDi mit drei Zylindern erinnert akustisch an einen alten Traktor. Erst ab Mai 2005 bekam der 1.5 CRDi einen kultivierter laufenden ...
Bild: Werk

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... Vierzylinder. Nachteil beider Selbstzünder: Die Injektoren werden undicht, die Turbolader erleiden oft Lagerschäden. Also Finger weg! Wer häufiger Langstrecken absolviert, sollte einen der stärkeren Benziner wählen. Gut: ABS und vier Airbags sind seit Modellstart Serie, ESP gab es jedoch erst ab dem Facelift 2005 und nur gegen Aufpreis.
Bild: Toni Bader

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Platz 3: Mitsubishi Colt • Die sechsten Generation des Mitsubishi Colt (Typ Z 30, seit 2004) wurde gemeinsam mit dem Smart forfour entwickelt und mit diesem zusammen bei der Firma Nedcar in den Niederlanden gebaut. Während der smarte Bruder nach nur zwei Jahren Bauzeit einen frühen Auto-Tod starb, ...
Bild: Holger Schaper

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... geht es dem Colt im Vergleich glänzend. Niedrige Mängelquoten beim TÜV und zuverlässige Technik sorgen für zufriedene Kunden. Vor allem der praktische Fünftürer mit verschiebbarer Rücksitzbank überzeugt im Alltag. Der Dreizylinder-Basismotor (75 PS) reicht aus für die Stadt. Am häufigsten angeboten wird der ...
Bild: Toni Bader

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... 1,3-Liter-Vierzylinder mit 95 PS. Beide Versionen gibt es ab rund 3000 Euro. Schwächen: Die Bremsscheiben verschleißen schnell, zudem rosten bei einigen Colt die Unterseiten der Türen. ESP gab es von Anfang an gegen Aufpreis, Serie ist es jedoch erst ab Modelljahr 2012.
Bild: Mitsubishi Colt

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Platz 2: Toyota Yaris • Der Starlet-Nachfolger Yaris (Typ P1, 1999 bis 2005) belegt bei den siebenjährigen Prüfkandidaten des TÜV den 22. Platz – von 107. Alles bestens also bei dem Polo-Konkurrenten? Leider hat auch dieser Toyota seine Macken. Der Einliter-Basisbenziner mit 68 PS (ab 2003 65 PS) neigt zu ...
Bild: Thomas Ruddies

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... Ölverlust am Steuergehäusedeckel, außerdem verschleißen Bremsscheiben und die Kupplungsbeläge zügig. Das automatisierte Schaltgetriebe Freetronic und die Vierstufen-Wandlerautomatik können im Schadenfall für Kosten sorgen, die eine Reparatur unrentabel machen. Also lieber ...
Bild: Thomas Ruddies

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... ein Exemplar mit Schaltgetriebe wählen. Gepflegte Yaris mit Laufleistungen bis 100.000 Kilometer gibt es ab 2500 Euro. Der Clou am Yaris: Er ist mit 3,62 Metern kürzer als Polo oder Fiesta, hat jedoch einen variableren Innenraum. Das liegt an seiner um 15 Zentimeter verschiebbaren Rücksitzbank.
Bild: Thomas Ruddies

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Platz 1: Ford Fiesta • In der Kategorie der Sechs- bis Siebenjährigen haben der Fiesta und die technisch verwandten Modellbrüder Ford Fusion und Mazda2 beim TÜV die geringsten Mängelquoten. Früher war das anders – Fiesta waren üble Roster. Doch mit dem von 2001 bis 2008 produzierten Typen JH1/JD3 ...
Bild: Thomas Ruddies

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... schaffte Ford die Wende. Exemplare mit Laufleistungen von unter 100.000 Kilometern gibt es ab rund 2500 Euro. Die beiden Diesel (1.4 TDCi, 68 PS, und 1.6 TDCi, 90 PS) sind zwar sehr sparsam, lohnen sich aber nur für Vielfahrer. Außerdem besteht im Alter die Gefahr von teuren Defekten an der Einspritzanlage oder am Turbolader. Die beste Wahl ...
Bild: Thomas Ruddies

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... ist der 1,4-Liter-Vierzylinder mit 80 PS. Er läuft unaufdringlich, hat mit dem 1,1 Tonnen schweren Fiesta keine Mühe und ist sehr zuverlässig. Gut: Der Zahnriemenwechsel steht nur alle acht Jahre oder nach 160.000 Kilometern an. Der Basis-Benziner mit 60 PS wirkt außerhalb des Stadtverkehrs zu angestrengt.
Bild: Thomas Ruddies
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