Geländewagen-Reinigung

Geländewagen-Reinigung Geländewagen-Reinigung

Geländewagen-Reinigung

— 17.02.2003

So wird ein Allradler wieder sauber

Schlamm im Radhaus, Sand im Fußraum, Lehm umhüllt den Motor – wie wird der Allradler wieder sauber ohne viel Chemie?

Schlammschlacht in der Waschstraße

Gelände-Ausflüge machen bekanntermaßen einen Heidenspaß. Das anschließende Reinigen weniger. Da wurden wir neulich am SB-Waschplatz wegen unserer "Mitbringsel" (Lehm-Klumpen) von den Saubermännern nebenan angeblafft. Die Feindseligkeiten bringen uns in Grübeln: Dürfen wir hier, oder dürfen wir nicht?

Ein Anruf beim SB-Waschanlagenbetreiber Kempe in Erlangen bringt Klarheit: "Wir haben nichts dagegen, dass Sie bei uns Ihren Geländewagen reinigen – dafür sind die Geräte ja da. Aber bitte nachher auch den Boden absprühen und den Schmutz in den Abfluss treiben – leider tun das nicht alle." Und deshalb seien die Geländewagen- Fahrer nicht sonderlich beliebt bei der Pkw-Kundschaft.

Wie wohl gelitten sind wir in der Waschstraße? Ein Selbstversuch mit unserem gründlich verschlammten Hyundai Terracan im "Star Wash" um die Ecke zeitigt ein unspektakuläres Ergebnis: Der Mann am Dampfstrahler verzieht keine Miene, reinigt die Radhäuser und Felgen halt ein bißchen länger vor und sagt gleichgültig: "Sechs Euro 90 bitte." Für zwei weitere Euro nimmt er sich auch des Motors an.

Allrad-Reinigung in fünf Schritten

Danach geht’s in die Waschanlage. Wir müssen nur noch die Dichtlippen der Seitenfenster mit einer steifen Bürste vom Sand befreien, fertig. Innen aber wird’s schwierig. Lassen wir lieber den Profi von der Auto-Aufbereitung ran. Herbert Oman von "Perfect Clean and Car" (P.C.C.) in Roth bei Nürnberg scheint uns dafür der richtige Mann zu sein – er ist seit acht Jahren im Geschäft und bildet pro Jahr 40 bis 50 Profi-Aufbereiter aus. Meister Oman reinigt den Innenraum unseres Dauertest-Terracan in fünf Schritten.

1. Ausbürsten mit der Messingbürste. Oman: "Die reinigt gründlich, beschädigt aber den Teppich- Flor nicht. Aber alles vorher trocknen lassen – nass geht gar nichts!"

2. Staubsaugen

3. Ecken mit Pressluft ausblasen

4. Fleckenentfernung mit dem Shampooniergerät. Dieses Gerät sprüht eine Reinigungsflüssigkeit mit Druck in den Teppichboden und saugt sie so schnell wieder auf, dass der Teppich trocken bleibt. Als Schmutzlöser kommt Oman hier nur haushaltsüblicher, verdünnter Universalreiniger in den Tank: "Mehr Chemie muss nicht sein."

Regel: Dreck muss bewegt werden!

5. Sand-Entfernung. "Wüstensand klebt. Überall." Hier arbeitet der Profi mit zwei Pinseln: einem derben Schweineborsten-Pinsel und einem schlanken Kanten-Pinsel für die Lüftungsschlitze. Für alle, die wenig Zeit haben: Die Innen-Reinigung eines Geländewagens kostet beim Profi 25 bis 30 Euro. Grundsätzlich hält der Reinigungs-Profi wenig von Spezialchemie: "Es ist sinnvoller, mit mechanischem Druck zu arbeiten. Die Grundregel heißt: Dreck muss bewegt werden."

Nur im Falle von Teerflecken kommt der Meister nicht ohne Chemie aus und greift zum Verdünner. "Das ist dann aber schon die härteste Chemie, die wir im Interieur einsetzen. "Für die gefürchtete festgebackene Schlammschicht auf dem heißen Motor – sie wird fest wie Ton – hat Oman auch einen Tipp parat: "Motor abkühlen lassen, dann Motorreiniger auftragen." Der unterkriecht Lehmpartikel. "Einwirken lassen, Lehm abkratzen, dann erst dampfstrahlen."

Noch mehr Tipps zur Auto-Reinigung gibt es auf der Wartung und Pflege-Seite von autobild.de. Zum Beispiel zur Innenraumreinigungoder Fleckenbeisetigung. Einfach mal nachlesen – hinterher ist man immer schlauer!

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