Opel plant günstiges Einstiegsmodell

General Motors gründet Opel Group

— 21.07.2014

Opel Group steuert GM Europa

Die neugegründete "Opel Group" übernimmt die Verantwortung für das gesamte GM-Geschäft in Europa. An der Spitze steht Opel-Chef Neumann.

(dpa) General Motors stärkt die Tochter Opel: Die neugegründete "Opel Group" übernimmt die Verantwortung für das gesamte GM-Geschäft in Europa. Die Änderung gelte rückwirkend zum 1. Juli 2014, wie die Adam Opel AG am 21. Juli in Rüsselsheim mitteilte: "In der neuen Gesellschaft bündelt das Unternehmen die Verantwortlichkeiten für Opel/Vauxhall sowie alle anderen Aktivitäten von GM in Europa – inklusive Russland." Dazu gehören die Marken Chevrolet und Cadillac. Auch die wirtschaftliche Verantwortung für alle GM-Marken in Europa werde auf die Opel Group übertragen. Die Geschäftsführung der Opel Group unter Leitung von Karl-Thomas Neumann sei fast identisch mit dem bisherigen Vorstand der Adam Opel AG, der auf zwei Mitglieder schrumpft und von Entwicklungsvorstand Michael Ableson geführt wird. Zudem ziehen Finanzvorstand Michael Lohscheller und Neumann in den Aufsichtsrat der Adam Opel AG ein. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Rüsselsheim. Das operative Geschäft der Adam Opel AG bleibe von der Neuorganisation unberührt. Rund 100 Mitarbeiter der AG wechseln in die Schwestergesellschaft. "Wir sind inzwischen mehr als Opel/Vauxhall allein. Mit der Opel Group passen wir unsere organisatorische und rechtliche Struktur in Europa an die operative Struktur des Geschäfts an. Wir vereinfachen unsere Entscheidungsprozesse und erhöhen unsere Effizienz", sagte Neumann laut Mitteilung. In der Konsequenz werde die Adam Opel AG damit ihre finanzielle Basis stärken. Opel habe zuletzt immer mehr Aufgaben innerhalb des GM-Konzerns übernommen. Dazu gehörten die Verantwortung für den Wachstumsmarkt Russland sowie der geplante Bau von ausgewählten Fahrzeugen für Buick in den USA und Holden in Australien und Neuseeland. Neumann bewertete die Reorganisation als "Vertrauensbeweis unserer Muttergesellschaft". Die IG Metall begrüßte, dass die Mitbestimmung der Arbeitnehmer unverändert sicher gestellt sei. "Wir haben dies nun in einem Tarifvertrag für die neue Opel Group vereinbart", sagte Jörg Hofmann, Zweiter Vorsitzender der IG Metall. Er erwarte vom Management, dass von einem möglichen Wachstum der Marke alle Standorte in Deutschland profitieren und neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Aus Sicht von Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug bietet die Reorganisation des Europageschäfts Chancen für Wachstum und Beschäftigung: "Wir freuen uns, dass der Kurs, Opel zu stärken, fortgesetzt wird." Der Frankfurter IG Metall-Bezirkschef Armin Schild, der auch im Opel-Aufsichtsrat sitzt, bezeichnete die Gründung der Opel Group als Konsequenz aus einer guten Entwicklung, die das Unternehmen genommen habe: "Die Vorwärtsstrategie trägt Früchte."

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